ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 112 E. Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzern lagebericht 69 Anmerkungen zur Entwicklung des Energieverbrauchs – Im Berichtsjahr 2025 ist der Gesamtenergieverbrauch im ÖBB Konzern gegenüber 2024 um rd. 81.439 MWh gestiegen. Dieser Anstieg zeigt sich sowohl im internationalen Bereich mit +2,3 % bzw. 16.514 MWh als auch im Inland mit +2,2 % bzw. 64.924 MWh. – Der Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen überwiegt weiterhin deutlich: Im Jahr 2025 wurden konzernweit rd. 2.031.359 MWh erneuerbare Energie benötigt, dem stehen 1.737.196 MWh aus fossilen Quellen gegenüber. In Österreich stammen rd. 2.030.564 MWh aus erneuerbaren Energien (entspricht ca. 67 % des Gesamtenergiebedarfs), im internationalen Bereich 796 MWh bzw. 0,11 %. – Der Gesamtenergiebedarf aus fossilen Quellen in Österreich ist im Berichtsjahr 2025 um 678 MWh gegenüber 2024 leicht gesunken, im internationalen Bereich ist er um 16.259 MWh angestiegen. – Der Dieselverbrauch ist im gesamten ÖBB Konzern im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 5.604 MWh leicht angestiegen. In Österreich ist der Dieselverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 7.291 MWh gesunken, im internationalen Bereich um 12.895 MWh angestiegen. – Der Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie für Bahnstrom und Drehstrom ist in Österreich im Jahresvergleich um 209.274 MWh zurückgegangen. Im Bahnstrombereich in Österreich ist der Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie ebenfalls leicht gesunken, beim Drehstrom leicht angestiegen. – Im Hinblick auf die Klimaziele 2035 zeigt der ÖBB Konzern im Inland weiterhin eine positive Entwicklung: Der Dieselverbrauch im Mobilitätsbereich geht zurück, im Gebäudebereich ist der Einsatz von Hüttenkoks auf null, und auch der Verbrauch von Heizöl und Erdgas nimmt weiter ab. ÖBB Energieintensität auf der Grundlage der Nettoumsatzerlöse In der nachfolgenden Tabelle wird die Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren angeführt. Diese Angaben wurden aus dem Gesamtenergieverbrauch und den Nettoumsatzerlösen aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren abgeleitet. Klimaintensive Sektoren gemäß ESRS sind jene Sektoren, die in den Abschnitten A bis H und in Abschnitt L (gemäß der Definition in der Verordnung EU 2022 / 1288) angeführt sind. ESRS E1-5.41 Energieintensität pro Nettoumsatzerlös in klimaintensiven Sektoren *) 2025 2024 Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren in MWh 3.768.555,6 3.687.116,3 Umsatzerlöse (Nettoeinnahmen) in klimaintensiven Sektoren in Mio. EUR 5.852,2 5.467,5 Energieintensität 644,0 674,4 *) Folgende klimaintensiven Sektoren wurden herangezogen: Abschnitt C – Herstellung von Waren, Abschnitt D – Energieversorgung, Abschnitt F – Baugewerbe / Bau, Abschnitt H – Verkehr und Lagerei, Abschnitt L – Grundstück und Wohnungswesen. ESRS E1-5.40, AR 36; ESRS E1-5.42. Die Umsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren im Jahr 2025 (rd. 5.852,2 Mio. EUR) unterscheiden sich nur geringfügig von den Gesamtumsatzerlösen des Abschlusses des ÖBB Konzerns (rd. 6.155,5 Mio. EUR). ESRS E1-5.43.AR.38 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie Gesamtemissionen Die ÖBB weisen ihre THG-Bruttoemissionen getrennt nach Scope 1-, Scope 2- und Scope 3-Emissionen aus. Die Angaben in den nachfolgenden Tabellen umfassen alle vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und sind nach In- und Ausland sowie nach Dekarbonisierungsbereichen aufgeschlüsselt. Es liegt keine operative Kontrolle verbundener Unternehmen vor. Die THG-Emissionen von Equity-Beteiligungen werden unter Scope 3.15 berichtet. ESRS E1-6.50 Bei der Berechnung der THG-Emissionen werden die Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien des Unternehmensstandards sowie des GHG-Protokolls beachtet. Die angewendeten Emissionsfaktoren zur Bewertung der eingesetzten Energiemengen in den ÖBB Dekarbonisierungsbereichen Mobilität und Gebäude (im Inland = AT und im Ausland) werden grundsätzlich vom österreichischen Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt. Für den Bahnstrom in Österreich erfolgt eine jährliche Berechnung des Emissionsfaktors aufgrund der vom Wirtschaftsprüfer bestätigten Herkunftsnachweise. Dabei sind die Emissionsfaktoren so aktuell wie möglich. Beim Bahnstrom in Österreich beziehen sie sich auf Strom-Mix-Daten aus 2024. Zudem beziehen sich die Emissionsfaktoren auf CO 2 -Äquivalente. Damit wird die Klimawirkung der unterschiedlichen THG-Emissionen berücksichtigt. Darüber hinaus wurden die vom IPCC veröffentlichten Werte für das Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) zur Berechnung der CO 2 -Äquivalente für Emissionen verwendet. Weiters betreiben die ÖBB keine Anlagen, die dem regulierten Emissionshandelssystem unterliegen. ESRS E1-6.44.AR.39.a, b, c, d; ESRS E1-6.48.b, AR.44.a Bei der Berechnung der Scope 2-THG-Emissionen wird sowohl die Location-based als auch die Market-based Methode zur Berechnung angewendet. Bahnstrom und Drehstrom, die sowohl im Bereich Mobilität als auch im Bereich Gebäude in Österreich zur Anwendung kommen, stammen zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Rund 60 % des Bahnstroms stammen aus Eigenversorgung (Eigenerzeugung und Erzeugung durch langfristig gebundene Partner). Der Rest (rd. 40 %) wird auf dem Strommarkt zugekauft und mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. Der Drehstrom in Österreich wird zu 100 % auf dem Strommarkt zugekauft und ist ebenfalls mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. ESRS E16.49.a, b, AR.45.d | LB69
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