ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

Zug um Zug in die Zukunft 20 E inmal alles neu: Mit Inbetriebnah- me der Koralmbahn und des neuen Interregio-Angebots musste ein neues Fahrplankonzept für die Südstre- cke entwickelt werden – ein Konzept, das für viele Jahre funktioniert und alle Regionen abholt. Das Ergebnis: 30 Pro- zent mehr Angebot im Fernverkehr mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025. Zu den größten Neuerungen zählt die RJX-Verbindung Graz – Klagenfurt mit einer Fahrzeit von nur 41 Minuten. Die Reisezeit zwischen Wien und Klagen- furt verkürzt sich um 45 Minuten. Tags- über geht es alle 30 Minuten direkt von Wien nach Graz. Aber auch Italien rückt näher: Ziele wie Venedig (07:10 statt 07:40 Stunden) und Triest (06:38 statt 09:18 Stunden) sind von Wien aus deut- lich schneller erreichbar. Die geplante Eröffnung des Sem- mering-Basistunnels im Dezember 2029 wird weitere und noch schnellere Verbindungen auf der Südstrecke eröffnen. „Mit dem ausgeweite- ten Fernverkehr haben wir das größte und beste Taktangebot. Niemand fährt so oft in den Sü- den wie die ÖBB“, fasst es ÖBB CEO Andreas Matthä zusammen. Anschluss an den integrierten Taktfahrplan Damit bieten die ÖBB österreichweit ein dichtes Netz und abgestimmte Anschlüs- se an den integrierten Taktfahrplan. Ziel dieses Systems ist eine klare, verlässliche Struktur: Züge fahren regelmäßig zur gleichen Minute, Anschlüsse greifen in- einander und Reisen werden planbarer. Für Fahrgäste bedeutet das mehr Kom- fort bei der Planung und bessere Um­ steigemöglichkeiten im gesamten Netz. Die Weststrecke und mit Eröffnung der Koralmbahn nun auch die Südstrecke bilden das Rückgrat des nationalen und internationalen Fernverkehrs. Ein leistungsfähiges Netz braucht je- doch mehr als nur Hauptachsen – es braucht Verbindun- gen, die auch die Regionen dazwischen erschließen. Die Geburtsstunde des Interregio Genau hier setzt das moderne Inter- regio-Konzept an. Durch die neue Streckenführung über die Koralmbahn werden zentrale Fernverkehrsströme um- gelenkt: Regionen südlich von Bruck an der Mur, etwa rund um den Neumarkter Sattel, wären ohne ein zusätzliches Angebot weniger direkt angebunden. Die Antwort darauf ist das Interregio- Liniennetz für den inneralpinen Bahn- verkehr, ein Konzept, an dem zehn Jahre gefeilt wurde. Der Interregio (IR) ist die optimale Verknüpfung der neuen Mit dem Fahrplanwechsel 2025 haben die ÖBB ihr Angebot im Fernverkehr um rund 30 Prozent erhöht. Durchgetaktet – regional, national, international NEUE VERBINDUNGEN. Seit Eröffnung der Koralmbahn geht es mit hohem Tempo in den Süden. Aber auch die inneralpinen Regionen werden abgeholt: Das neue Interregio- Konzept vernetzt die großen Bahnhöfe und sichert die Anbindung an die West- und Südstrecke. > Bahnbrechende Verbindungen Die fünf großen IR-Linien Enns- tal, Pyhrn, Aichfeld, Pinzgau und Mur-Drau vernetzen nicht nur den inneralpinen Raum im Stunden- bzw. Zweistundentakt, sie sichern auch die Anbindung an die West- und Süd­ strecke.

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