ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

Konzernabschluss 240 Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 48 Die Zugänge zu den Sachanlagen aufgrund erstkonsolidierter Unternehmen und Abgänge aus Entkonsolidierungen werden in gesonderten Zeilen im Anlagenspiegel dargestellt. Weitere Angaben zum Konsolidierungskreis sind in Erläuterung 2 enthalten. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2025 exklusive Nutzungsrechte betragen rd. 4.313,0 Mio. EUR (Vj: rd. 4.583,9 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Rahmenplanprojekte und Investitionen in die Südstrecke, Investitionen in Bahnhofsum- und -neubauten, Ausbauarbeiten im Großraum Wien und Investitionen in den Ausbau der Weststrecke sowie Anschaffung von Fahrpark. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen in Bau. Bei den Umbuchungen handelt es sich einerseits um die aus dem Posten „Anlagen in Bau“ auf die spezifischen Anlagenkonten umgebuchten Werte für fertiggestellte Anlagen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte und andererseits um von oder zu den Bilanzposten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ (Erläuterung 19) sowie von oder zu den „Vorräten“ (Erläuterung 21) umgegliederte Werte. Im Geschäftsjahr aktivierte der ÖBB Konzern gemäß den Regelungen des IAS 23 Zinsen auf Herstellungskosten qualifizierter Vermögenswerte in Höhe von rd. 177,0 Mio. EUR (Vj: rd. 153,4 Mio. EUR). Der zugrunde liegende Fremdkapitalzinssatz beträgt rd. 2,3 bis 2,9 %, (Vj: 2,2 bis 2,9 %). Von den Bundeszuschüssen wurde ein Betrag von rd. 156,2 Mio. EUR (Vj: rd. 136,0 Mio. EUR) als Kostenbeitrag für aktivierte Zinsen erfasst. Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen sind in Höhe von rd. 40,5 Mio. EUR angefallen (Vj: rd. 29,2 Mio. EUR), wobei sich diese aus der Verschrottung und dem Abbruch von Vermögenswerten, dem Verkauf von Fahrzeugen und sonstiger Betriebsausstattung sowie Abgänge im Zusammenhang mit Neuinvestitionen und Abtretungen ins öffentliche Gut ergaben. Die Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und von zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte betragen rd. 29,0 Mio. EUR (Vj: rd. 35,4 Mio. EUR) und betreffen insbesondere Liegenschaftsverkäufe und Verkäufe von Fahrzeugen. In beiden Geschäftsjahren wurden Entschädigungsbeiträge im unwesentlichen Umfang vereinnahmt. Sachanlagen mit folgenden Buchwerten dienen zur Besicherung von Finanzschulden und unterliegen einer Beschränkung der Verfügungsrechte: Beschränkung von Verfügungsrechten als Sicherheiten für Schulden begeben in Mio. EUR 2025 2024 2025 2024 Fahrpark 115,7 119,3 31,1 57,5 Sonstige technische Anlagen und Maschinen 0,0*) 0,0*) 0,0 0,0 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) 0,0*) 0,0*) 0,0 0,0 *) Kleinstbetrag. Es bestehen Abnahmeverpflichtungen für Vermögenswerte, insbesondere aufgrund offener Bestellobligi von rd. 5.019,3 Mio. EUR (Vj: rd. 4.747,3 Mio. EUR). Weitere Angaben zu Schätzungsänderungen werden unter Erläuterung 3 gemacht. Wertminderungen Der erzielbare Betrag aller CGU des ÖBB Konzerns wird durch den Nutzungswert repräsentiert. Der erzielbare Betrag für die CGU Cargo beträgt zum Bilanzstichtag rd. 1.061,4 Mio. EUR (Vj: rd. 1.111,6 Mio. EUR) und für die CGU Intermodal rd. 180,8 Mio. EUR (Vj: rd. 145,4 Mio. EUR). Die Parameter zur Berechnung des Nutzungswertes sind in Erläuterung 3 ersichtlich. Weitere Angaben zum Firmenwert werden unter Erläuterung 15 gemacht. 2025 musste aufgrund der negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, vor allem in den Geschäftsfeldern Agrar und Einzelwagen die Planannahmen in der Wertminderungsprüfung angepasst werden, womit in der CGU Cargo der erzielbare Betrag der CGUs gegenüber dem Vorjahres-Wertminderungstest gesunken ist. Nach der durchgeführten Wertminderungsprüfung für die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte mit den geänderten Plandaten ergab sich im Geschäftsjahr 2025 ein Wertminderungsbedarf der CGU Cargo von rd. 81,1 Mio. EUR (Vj: keiner), der in voller Höhe dem Firmenwert zugeteilt wurde, womit dieser komplett abgeschrieben ist. Die Werthaltigkeitsprüfung der CGU Intermodal führte in beiden Berichtsjahren zu keinem Abwertungsbedarf.

RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz