ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
125 Konzern- lagebericht ÖBB Energieintensität auf der Grundlage der Nettoumsatzerlöse In der nachfolgenden Tabelle wird die Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren angeführt. Diese Angaben wurden aus dem Gesamtenergieverbrauch und den Nettoumsatzerlösen aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren abgeleitet. Klimaintensive Sektoren gemäß ESRS sind jene Sektoren, die in den Abschnitten A bis H und in Abschnitt L (gemäß der Definition in der Verordnung (EU) 2022 / 1288) aufgeführt sind. ESRS E1-5.41 Energieintensität pro Nettoumsatzerlös in klimaintensiven Sektoren 1) 2024 2023 Gesamtenergieverbrauch aus Aktivitäten in klimaintensiven Sektoren in MWh 3.687.116,3 3.518.410,6 Umsatzerlöse (Nettoeinnahmen) in klimaintensiven Sektoren in Mio. EUR 5.467,5 4.779,5 Energieintensität 674,4 736,2 1) Folgende klimaintensiven Sektoren wurden herangezogen: Abschnitt C – Herstellung von Waren, Abschnitt D – Energieversorgung, Abschnitt F – Baugewerbe / Bau, Abschnitt H – Verkehr und Lagerei, Abschnitt L – Grundstück und Wohnungswesen. ESRS E1-5.40, AR 36; ESRS E1-5.42. Die Umsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren im Jahr 2024 (5.467,5 Mio. EUR) unterscheiden sich nur geringfügig von den Gesamtumsatzerlösen des Abschlusses des ÖBB Konzerns (5.707 Mio. EUR). ESRS E1-5.43.AR.38 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie Gesamtemissionen Die ÖBB geben detaillierte Angaben zu ihren THG-Bruttoemissionen, diese umfassen einerseits die Aufteilung auf Scope 1-, 2- und 3-Emissionen. Zusätzlich findet sich in den unten angeführten Tabellen eine detaillierte Aufschlüsselung der Treibhausgasemissionen nach den Bereichen ÖBB Konzern Inland und ÖBB Konzern Ausland, sowie nach den spezifischen Dekarbonisierungsbereichen des ÖBB Konzerns. Darüber hinaus werden auch wichtige Geschäfts- und Themenfelder innerhalb der THG-Bilanzierung des ÖBB Konzerns berücksichtigt. Die Angaben in der auf den nächsten Seiten dargestellten THG-Bilanz beziehen sich auf alle vollkonsolidierten Gesellschaften der ÖBB. Es liegt keine operative Kontrolle verbundener Unternehmen vor. Die THG-Emissionen von Equity-Beteiligungen werden unter Scope 3.15 berichtet. ESRS E1-6.50 Bei der Berechnung der THG-Emissionen werden die Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien des Unternehmensstandards des THG-Protokolls beachtet. Die angewendeten Emissionsfaktoren zur Bewertung der eingesetzten Energiemengen in den ÖBB Dekarbonisierungsbereichen Mobilität und Gebäude (im Inland = AT und im Ausland) werden grundsätzlich vom Österreichischen Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt. Für den Bahnstrom in Österreich erfolgt eine jährliche Berechnung des Emissionsfaktors aufgrund der vom Wirtschaftsprüfer bestätigten Herkunftsnachweise. Dabei sind die Emissionsfaktoren so aktuell wie möglich – beim Bahnstrom in Österreich beziehen sie sich auf Strom-Mix Daten aus 2023. Zudem beziehen sich die Emissionsfaktoren auf CO 2 -Äquivalente, damit wird die Klimawirkung der unterschiedlichen THG-Emissionen berücksichtigt. Darüber hinaus wurden die vom IPCC veröffentlichten Werte für das Erderwärmungspotenzial (Global Warming Potential, GWP) zur Berechnung der CO 2 -Äquivalente für Emissionen verwendet. Weiters betreiben die ÖBB keine Anlagen, die dem regulierten Emissionshandelssystem unterliegen. ESRS E1-6.44.AR.39.a, b, c, d; ESRS E1-6.48.b.AR.44.a Bei der Berechnung der Scope 2-THG-Emissionen wird sowohl die Location-based als auch die Market-based Methode zur Berechnung angewendet. Bahnstrom und Drehstrom, die sowohl im Bereich Mobilität als auch im Bereich Gebäude / Betriebsanlagen in Österreich zur Anwendung kommen, stammen zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Rund 65 % des Bahnstroms stammen aus Eigenversorgung (Eigenerzeugung und Erzeugung durch langfristig gebundene Partner) – der Rest (rd. 35 %) wird auf dem Strommarkt zugekauft und mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. Der Drehstrom in Österreich wird zu 100 % Strommarkt zugekauft und ebenfalls mit Herkunftsnachweisen hinterlegt. ESRS E1-6.49.a, b, AR.45.d Die Emissionsfaktoren zur Berechnung der Scope 3-THG-Emissionen der ÖBB stammen grundsätzlich aus dem Umweltbundesamt. Die gesamten Scope 3-THG-Emissionen wurden auf Basis der 15 Scope 3-Kategorien überprüft, wobei die signifikanten Emissionen ermittelt und unter Verwendung geeigneter Emissionsfaktoren berechnet oder geschätzt wurden. Im Herbst 2024 wurde das gesamte Scope 3-Inventar geprüft. Die Aktualisierung der Scope 3-THG-Emissionen in jeder signifikanten Kategorie erfolgt jährlich. Für das Berichtsjahr 2024 wurden 13 % an Primärdaten zur Berechnung der Scope 3-Emissionen verwendet. Berichterstattungsgrenzen und Berechnungsmethoden zu den Scope 3-Kategorien berücksichtigen vollkonsolidierte Unternehmen und bei Scope 3.15 Equity-Beteiligungen. In der nachstehenden Tabelle wird die Liste der Scope 3-THG-Emissionen, die in das Inventar aufgenommen bzw. ausgeschlossen wurden, dargestellt. Zusätzlich dazu beinhaltet diese Aufstellung Informationen zu den Berechnungsmethoden. Bei der Berechnung der Scope 3-Emissionen wurden biogene CO 2 -Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette ebenfalls berücksichtigt, wobei aus Scope 1 durch Holzpellets im Jahr 2024 10,90 t CO 2 -Emissionen entstanden sind. Zur Berechnung der Scope 3-Emissionen der ÖBB wurden keine erworbenen, verkauften oder übertragenen CO 2 -Gutschriften berücksichtigt. ESRS E1-6.51.AR.46; ESRS E1-6.48.AR.43.c LB88 |
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