ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Konzernabschluss
Konzernabschluss 270 Saldierungen Saldiert werden Buchwertabgänge und Erlöse aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten und werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sowie Swapzinsen mit dem originären Zinsaufwand (Erläuterung 29). Bei Dienstleistungskonzessionen (IFRIC 12), bei denen Forderungen aus Bestellerentgelten in Höhe der Leasingzahlungen an Erfüllung statt an den Fahrzeugvermieter abgetreten werden, werden weder Leasingverbindlichkeiten noch daraus entstehende Forderungen erfasst (Erläuterung 3). Zudem werden Aufwendungen und Erträge aus der Strukturierung und Profilierung des Stromeinkaufs (Anpassung an das Bedarfsprofil) sowie aus der Ausgleichsenergie saldiert dargestellt. Konzentration von Risiken Zu den Bilanzstichtagen bestand keine besondere Abhängigkeit von einzelnen konzernfremden Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern, deren plötzlicher Ausfall den Geschäftsbetrieb maßgeblich beeinträchtigen könnte. Des Weiteren besteht keine Konzentration von Personaldienstleistungen oder Anbietern sonstiger Dienstleistungen, Franchise- und Lizenzrechten oder sonstiger Rechte, auf die der ÖBB Konzern angewiesen ist und deren plötzlicher Wegfall den Geschäftsbetrieb ernsthaft gefährden könnte. Der ÖBB Konzern veranlagt liquide Mittel bei Kredit- und Finanzinstituten mit guter Bonität. Hinsichtlich der von der Republik Österreich gewährten Finanzierungen und Zuschüsse sowie Zuschussvereinbarungen wird auf die Ausführung unter Erläuterung32 verwiesen. Ukrainekrise – finanzielle Auswirkungen Aufgrund des Krieges in der Ukraine kam es während des Jahres 2022 zu enormen Preissprüngen auf den Energiemärkten, die zu einem noch nie dagewesenen Allzeithoch führten. Seitdem ging das allgemeine Preisniveau auf den Energiemärkten zurück, verblieb dennoch im Geschäftsjahr 2024 auf einem im Vergleich zur Zeit vor dem Allzeithoch hohen Niveau. Mögliche künftige Auswirkungen der Ukrainekrise auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ist die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mittelbar betroffen. Die mittelbare Betroffenheit ergibt sich aus gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, Änderungen der Zinslandschaft und der Wechselkurse sowie bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von CGUs. Zudem ergaben sich aufgrund der hohen Inflationsraten durch tarifliche Vereinbarungen Kostensteigerungen bei den Personalaufwendungen. Zum ÖBB Konzern gehört ein Tochterunternehmen der Rail Cargo Group mit Sitz in Russland, bei dem sich die Umsatzerlöse aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit vermindert haben. Daraus ergeben sich für den ÖBB Konzern allerdings keine wesentlichen Auswirkungen. Es könnten bilanzielle Verluste aus einer Endkonsolidierung des dort ansässigen Tochterunternehmens entstehen, sollte eine Beherrschung aufgrund der Einschränkung substanzieller Rechte nicht mehr vorliegen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird allerdings von einer Beherrschung durch den ÖBB Konzern ausgegangen. Wesentliche Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste aus Forderungen in diesen Ländern mussten zum Stichtag nicht gebildet werden, ebenso wie auf nichtfinanzielle Vermögenswerte keine Wertminderungen notwendig waren. Kein Tochterunternehmen des ÖBB Konzerns hat seinen Sitz in der Ukraine.
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