ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Konzernabschluss
301 Konzern- abschluss C. SONSTIGE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 28. Eventualverbindlichkeiten und langfristige Verpflichtungen 28.1. Eventualverbindlichkeiten 2024 2023 in Mio. EUR in Mio. EUR Eventualverbindlichkeiten 52,3 17,7 Gesamt 52,3 17,7 Die angegebenen Eventualverbindlichkeiten betreffen Garantien und ungewisse Schulden, wobei der Umfang der Mittelabflüsse vom künftigen Geschäftsverlauf des ÖBB Konzerns abhängig ist. Bei den Eventualverbindlichkeiten handelt es sich mit rd. 0,1 Mio. EUR (Vj: rd. 0,4 Mio. EUR) um Eventualverbindlichkeiten aus Beteiligungen. Zum 31.12.2024 wurden zusätzliche Bankgarantien in Höhe von rd. 34,1 Mio. EUR begeben. 28.2. Langfristige Verpflichtungen Die ÖBB-Infrastruktur AG hat drei Strombezugsverträge mit Lieferanten abgeschlossen, die Laufzeiten bis 2027, 2029 und 2042 haben; für einen Teil einer Bahnstromlieferung läuft der Vertrag auf Bestandsdauer der Anlagen. Insgesamt werden jährlich 170 MW im Rahmen dieser Verträge bezogen. Die Bewertung mit den relevanten Preisen zum 31.12.2024 oder den durchschnittlichen Preisen 2024 (falls diese für die Preisfindung relevant sind) hat eine voraussichtliche Verpflichtung für 2025 in Höhe von rd. 172,3 Mio. EUR (Vj: rd. 215,4 Mio. EUR) und bis zum Ende der Laufzeit eine Gesamtverpflichtung in Höhe von rd. 437,3 Mio. EUR (Vj: rd. 768,9 Mio. EUR) ergeben. Die Gesamtverpflichtung umfasst nicht den Jahresbetrag in Höhe von rd. 68,8 Mio. EUR (Bestandsdauer der Anlagen, Vj: rd. 68,3 Mio. EUR), da nicht bekannt, ist wie lange die Anlagen beim Lieferanten noch in Betrieb sein werden. Diese Verpflichtung schwankt mit der Strompreisentwicklung. 29. Finanzinstrumente 29.1. Risikomanagement Der ÖBB Konzern unterliegt Markt- (Zins- und Währungsrisiko), Kredit- (Bonität der Vertragspartner) und Liquiditätsrisiken. Finanzielles Risikomanagement wird als Management von Marktrisiken angesehen und bedeutet die ökonomisch orientierte Steuerung der Portfolios der Einzelgesellschaften im Hinblick auf die Entwicklung von Zinsen, Währungen und Commodities. Der ÖBB Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente, um diese Risiken wirtschaftlich abzusichern. Derivative Finanzinstrumente werden nur unter Bezugnahme auf ein Grundgeschäft abgeschlossen. Kernaufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung und Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Risikobegrenzung bedeutet nicht die völlige Ausschließung finanzieller Risiken, sondern eine sinnvolle Steuerung jederzeit quantifizierter Risikopositionen innerhalb eines konkret vorgegebenen Handlungsrahmens. Die ÖBB-HoldingAG, die Finanzgeschäfte mit Ausnahme von Sicherungsinstrumenten für Commodities im Namen und auf Rechnung ihrer Tochterunternehmen nur nach deren Zustimmung und Auftrag durchführt, hat ein risikoorientiertes Kontrollumfeld geschaffen, das unter anderem Richtlinien und Abläufe für die Beurteilung von Risiken, die Genehmigung, das Berichtswesen und die Überwachung von Finanzinstrumenten umfasst. An oberster Stelle steht bei sämtlichen Finanzaktivitäten der Schutz des Vermögens des ÖBB Konzerns. Die im ÖBB Konzern eingesetzten Derivate sind nicht strukturierte Standardabsicherungsgeschäfte (Devisentermin- geschäfte und Rohstoffswaps) mit einem Nominale von rd. 466,7 Mio. EUR (Vj: rd. 468,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2024 wurden Rohstoffswaps mit einem Nominale von rd. 38,3 Mio. EUR für die Lieferjahre 2025 und 2026 (Vj: rd. 41,0 Mio. EUR für die Lieferjahre 2024 und 2025) abgeschlossen. 29.2. Risikoarten Finanzrisiken sind wie folgt definiert: – 29.2.a. Zinsrisiko – 29.2.b. Währungsrisiko – 29.2.c. Kreditrisiko – 29.2.d. Liquiditätsrisiko – 29.4. Commodity-Risiken (Strompreisschwankungen)
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