ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Magazin

Für ein stabiles Morgen 14 EXTREMWETTER. Das Jahrhunderthochwasser im September 2024 hat die ÖBB massiv getroffen und verursachte Schäden in Millionenhöhe. Nur dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeiter:innen, die oftmals auch selbst betroffen waren, ist es zu verdanken, dass der Bahnverkehr in Österreich so schnell wieder aufgenommen werden konnte. A ufgrund der starken Regenfälle und Stürme, die in den kommenden Tagen in Österreich erwartet werden, sprechen die ÖBB eine wetterbedingte Reisewarnung für Freitagfrüh, den 13. September 2024, bis voraussichtlich Sonntagabend, den 15. September 2024, aus. Die ÖBB ersuchen Fahrgäste, nicht dringend notwendige Reisen innerhalb dieses Zeitraums auf einen anderen Tag zu verschieben.“ Die Meldung der ÖBB am Donners- tag, dem 12. September 2024, verhieß nichts Gutes. Doch welche Auswir- kungen das herannahende Italientief „Anett“ tatsächlich haben würde, konnte sich zu diesem Zeitpunkt in Österreich niemand vorstellen. Allein in Nieder- österreich fielen in den folgenden fünf Tagen zwischen 360 und 400 Liter Regen pro Quadratmeter – so viel wie sonst in einem halben Jahr. Oberstes Ziel: Sicherheit von Fahrgästen und Teams Die ÖBB hatten sich bestmöglich auf dieses Extremwetterereignis vorbereitet. Einsatzteams wurden in Alarmbereit- schaft versetzt und Vorkehrungen ge- troffen, um noch vor Einsatz des Regens Gleise und Anlagen zu sichern. Oberstes Ziel war dabei der Schutz der Fahrgäste und der Mitarbeiter:innen. Erste Strecken sind unterbrochen Ein rabenschwarzer Freitag, der 13., brachte dann sintflutartige Regenfälle im Flachland, Schneestürme in den Bergen, dazu Murenabgänge und Hangrut- schungen. Bäume wurden ausgerissen, Mensch und Natur waren dem Unwetter oft machtlos ausgeliefert. Bei den ÖBB waren zuerst die Nachtzugverbindungen über die Tauern und der inneralpine Verkehr betroffen. In Niederösterreich und Oberösterreich mussten vorsorglich Verkehrssperren verhängt werden. Um den öffentlichen Verkehr auf- rechtzuerhalten und die Fahrgäste an ihr Ziel zu bringen, wurde auf Hochtou- ren daran gearbeitet, alle verfügbaren Busressourcen für einen Schienenersatz- verkehr zu organisieren. Aber auch der Postbus hatte – vor allem im Osten – mit dem Jahrhunderthochwasser zu kämpfen. Denn auch auf den Straßen > Team ÖBB im Ausnahmeeinsatz

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