ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Magazin

3 Vorstand & Aufsichtsrat ÖBB GESCHÄFTSBERICHT 2024 Vorwort des Vorstands Mit voller Kraft für ein stabiles Morgen. Die ÖBB blicken 2024 auf ein weiteres Geschäftsjahr in turbulenten Zeiten zurück: ungünstige Rahmenbedingungen wie eine schwache Wirtschaftslage, weiterhin hohe Energiepreise sowie eine Hochwasser- katastrophe in nie da gewesenem Ausmaß. Trotz aller Herausforderungen ist es uns jedoch gelungen, das Konzernergebnis mit rund 114 Millionen Euro stabil zu halten. Diese Stabilität ist insbesondere in Krisenzeiten wichtig. Ein Highlight des vergangenen Geschäftsjahres ist ein erneuter Rekord bei den Fahrgastzahlen: Über eine halbe Milliarde Menschen sind mit den ÖBB gereist – in Bus und Zug. Im Jahresverlauf wurden neue Regional- und Fernverkehrszüge eingeflottet, darunter auch der neue Nightjet. Weniger positiv fällt die Bilanz mitunter hinsichtlich der Qualität im Zugverkehr aus. Unsere Ziele bei Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit konnten wir angesichts von immer noch zu wenig Rollmaterial, Baustellen im In- und Ausland und eingeschränkter Verfügbarkeit der Infrastruktur leider nur bedingt erfüllen. Der Güterverkehr war durch die Rezession und durch die Folgen des Jahrhunderthochwassers besonders stark gefordert. Nichtsdestotrotz konnte die Versorgungssicherheit immer gewährleistet werden. Abgesehen von der rekordverdächtig raschen Sanierung der Weststrecke nach dem verheerenden Hochwasser im September, werden die bauliche Fertigstellung der Koralmbahn und der finale Durchschlag im Semmering-Basistunnel wohl in die Geschichtsbücher der ÖBB-Infrastruktur AG eingehen. Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird auf der neuen Südstrecke ein neues Zeitalter der Mobilität eingeläutet: Graz – Klagenfurt in 45 Minuten mit dem Zug wird unschlagbar sein. Unsere oberste Priorität in diesem Jahr liegt daher darin, die Leistungsfähigkeit im Personen- und Güterverkehr wie auch auf unserer Infrastruktur zu stabilisieren und uns mit voller Kraft auf die Eröffnung der Koralmbahn vorzubereiten. Darüber hinaus gilt es, weitere Vorkehrungen für künftige Naturkatastrophen zu treffen, um mehr Resilienz ins System Bahn zu bringen. Denn dies ist, neben der betrieblichen Performance und unserem steten Kund:innenfokus, die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum und die Mobilitätswende. Danke an alle Mitarbeiter:innen! Der Ausfall der neuen Weststrecke hat – neben vielen anderen Herausforderungen – alle Mitarbei- ter:innen im Konzern gefordert: Strecken und Bahnhöfe mussten sozusagen über Nacht saniert, neue Zugumläufe für den Personen- und den Güterverkehr geplant und Kund:innen speziell serviciert werden. Eine Mega-Aufgabe, die nur durch den Einsatz des gesamten ÖBB Teams gemeistert werden konnte. Dafür möchten wir allen Kolleg:innen herzlichst danken! Mag. a Manuela Waldner Mitglied des Vorstands (CFO) ÖBB-Holding AG Ing. Mag. (FH) Andreas Matthä Vorstandsvorsitzender ÖBB-Holding AG

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