Nachhaltigkeitsbericht – Executive Summary 2025

12 ÖBB-Infrastruktur AG Dekarbonisierung und Klima­ übergangsplan Der ÖBB Infrastruktur-Konzern arbeitet kontinuierlich an der Reduktion der eigenen Treibhausgasemissionen und verfolgt eine breit angelegte Dekarbo- nisierungsstrategie, die auf mehreren wirkungsvollen Hebeln basiert. Entlang von Dekarbonisierungspfaden in den Bereichen Mobilität, Gebäude (und Be- triebsanlagen) sowie Scope 3 plant der ÖBB Infrastruktur-Konzern schrittweise Reduktionsmaßnahmen. Maßnahmen Zentrale Hebel bei den direkten Scope 1- und den indirekten Scope 2-Treibhaus­ gasemissionen sind unter anderem die Dekarbonisierung und Elektrifizierung der Schienen- und Straßenflotte sowie die Dekarbonisierung der Wärme­ bereitstellung der Gebäude und Betriebs- anlagen. Eine im Konzern abgestimmte Dekarbonisierungsstrategie sieht eine kontinuierliche Dekarbonisierung des Straßenfuhrparks vor. Darüber hin- aus werden bei den schienengebun- denen Fahrzeugen in den nächsten Jahren Hochleistungsinstandhaltungs­ fahrzeuge, Servicejets, Schotterwagen sowie Verschubloks mit einem Elektro- Hybrid-Antrieb eingesetzt. Durch diese Beschaffungen können bestehende dieselbetriebene Fahrzeuge ersetzt und so künftig eine wesentliche Reduktion des Treibstoffverbrauchs erreicht werden. Im Gebäudebereich wurden der Ausstieg aus Heizöl bis 2030 und der Ausstieg aus Fossilgas bis 2034 als Schwerpunkte zur Dekarbonisierung definiert. Bestehende Heizanlagen werden sukzessive umgerüstet. Um die Dekarbonisierung der Betriebs­ anlagen voranzutreiben, wurde der Ausstieg aus Erdgasweichen- heizungen bis 2030 beschlossen. Darüber hinaus leistet der ÖBB Infrastruktur-Konzern durch die Bereitstellung und den Einsatz von 100 Prozent erneuerbaren Energien im System Bahn sowie die Elektrifizierung des Strecken­ netzes einen wichtigen Beitrag zur CO₂-Bilanz des ÖBB Konzerns und damit zur Erreichung von dessen Klimazielen. Maßnahmen zur Steigerung der Energie- effizienz tragen zusätzlich zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei. Ein bedeutender Dekarbonisie- rungshebel im Bereich Scope 3 liegt im Einsatz emissionsreduzierter Baustoffe, insbesondere bei Beton und Stahl, welche wesentliche Treiber der Scope 3-Emis- sionen darstellen. Durch Marktstudien, Pilotprojekte und interne Beschaffungs- vorgaben werden klimafreundlichere Materialvarianten systematisch in Bau- und Instand- haltungsprojekte integriert. Gleich- zeitig unterstützt eine optimierte Bauausführung – etwa durch materialeffiziente Konstruktionen – die Einsparung von Primärrohstoffen und Emissionen. All diese Maßnahmen greifen ineinander, um Treibhaus- gasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erfassen und zu reduzieren. WASSERSTOFF­ BASIERTE SCHIENE. ÖBB und voestalpine verlegen weltweit erste wasserstoffbasierte Schiene, ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität Scope 1, 2 und 3 Scope 1 Emissionen umfassen alle direkten Treibhausgas- emissionen eines Unternehmens v. a. aus Verbrennungsprozessen (beispielsweise Verbrennung von Treibstoffen oder Erdgas). Scope 2 Emissionen beinhal- ten indirekte Treibhausgas­ emissionen, die durch die Erzeugung leitungsgebundener Energieträger entstehen – also von eingekauftem Strom, Dampf, Wärme oder Kälte. Scope 3 Emissionen umfassen alle anderen indirekten Treib­ hausgasemissionen, die entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens verursacht werden (beispielsweise durch beschaffte Waren und Dienstleistungen oder bei der Abfallentsorgung). >

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