Geschäftsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 228 29.2.a. Zinsrisiko Risiken aus Zinssatzänderungen stellen Risiken für die Ertragskraft und den Wert des ÖBB Infrastruktur-Konzerns dar und können in folgenden Erscheinungsformen auftreten: – Zinszahlungsrisiko (erhöhter Zinsaufwand aufgrund der Marktentwicklung) – Barwertrisiko (Wertänderung des Portfolios) Risiken aus Marktzinsänderungen können das Finanzergebnis des ÖBB Infrastruktur-Konzerns aufgrund der gegebenen Bilanzstruktur beeinflussen. Es gilt daher, mögliche Marktzinsschwankungen über ein bestimmtes Niveau hinaus zum Beispiel mit dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente einzuschränken, um deren Einfluss auf die Ergebnisentwicklung gering zu halten. Der Abschluss geeigneter derivativer Instrumente zum Management von Zinsrisiken (Zinsswaps) basiert auf Portfolioanalysen und -empfehlungen seitens der ÖBB-HoldingAG und entsprechenden Entscheidungen der Gesellschaften des Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur AG. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate eingesetzt, um die Risikostrategie möglichst effizient umzusetzen. Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) 31.12.2024 in Mio. EUR Buchwert Financial In- struments (siehe Erläuterung 29.5) nichtzinssensitive Finanzinstrumente fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte 217,5 23,9 193,6 0,0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 220,8 220,8 0,0 0,0 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 60,0 60,0 0,0 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 35,1 0,0 0,0 35,1 Gesamt 533,4 304,7 193,6 35,1 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 252,7 113,1 104,5 35,1 Finanzverbindlichkeiten 31.458,0 325,7 31.060,0 72,3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.262,1 1.262,1 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 67,0 61,0 0,0 6,0 Gesamt 32.787,1 1.648,8 31.060,0 78,3 davon gegenüber dem Bund (OeBFA) 11.916,4 0,0 19.999,4 0,0 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 203,8 131,5 0,0 72,3 Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) 31.12.2023 in Mio. EUR Buchwert Financial In- struments (siehe Erläuterung 29.5) nichtzinssensitive Finanzinstrumente fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte 263,6 79,1 184,5 0,0 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 281,5 281,5 0,0 0,0 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 34,3 34,3 0,0 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25,3 0,0 0,0 25,3 Gesamt 604,7 394,9 184,5 25,3 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 262,2 62,2 103,9 25,2 Finanzverbindlichkeiten 29.153,2 617,5 28.241,8 293,9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.216,9 1.216,9 0,0 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 358,5 353,3*) 0,0 5,2*) Gesamt 30.728,6 2.187,7*) 28.241,8 299,1*) davon gegenüber dem Bund (OeBFA) 11.916,4 0,0 11.916,4 0,0 davon gegenüber verbundenen Unternehmen 396,4 102,5 0,0 293,9 *) Angepasste Vergleichswerte. Bei den nichtzinssensitiven Finanzinstrumenten handelt es sich um unverzinste Posten. Weltweit wird eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze vorgenommen, einschließlich des Ersatzes einiger „Interbank Offered Rates“ (IBORs) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (als „IBOR-Reform“ bezeichnet). Es besteht Ungewissheit über den Zeitpunkt und die Methoden des Übergangs. Der EURIBOR ist weiterhin uneingeschränkt als Referenzzins verwendbar. Dies ermöglicht es den Marktteilnehmern, den EURIBOR weiterhin für bestehende Verträge zu verwenden. Der ÖBB Infrastruktur-Konzern geht davon aus, dass der EURIBOR auf absehbare Zeit (zumindest bis 2025) als Referenzzinssatz bestehen bleiben wird.
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