Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 19 B. Bericht über d ie voraussichtliche Entwicklung und d ie Risiken des Unternehmens B.1. Voraussichtliche Entwicklung Rahmenplan 2025 bis 2030 Die ÖBB-Infrastruktur AG investiert in den nächsten Jahren rd. 19,7 Mrd. EUR in ein modernes Eisenbahnnetz. Damit kann der eingeschlagene Investitionskurs in nachhaltige, attraktive Mobilität abgesichert werden. Die Zeitpläne der Projekte wurden dem aktuellen Stand der Projektentwicklung angepasst und fortgeschrieben. Die bereits in Umsetzung befindlichen Tunnelvorhaben, wie die 2025 in Betrieb gegangenen Koralmbahn (mit dem Koralmtunnel), der Semmering-Basistunnel sowie der Brenner-Basistunnel werden mit Hochdruck für die Kund:innen weitergeführt. Auch andere hochprioritäre Vorhaben wie beispielsweise der weitere viergleisige Ausbau der Weststrecke (insbesondere rund um Linz) und die Modernisierung der S-Bahn in Wien bleiben auf Schiene. Erforderliche Neuaufnahmen in den Rahmenplan wurden so gestaltet, dass es zu geringen finanziellen Auswirkungen im Rahmenplanzeitraum kommt. Die wesentlichen Neuaufnahmen in den Rahmenplan sind die weitere Linienverbesserung im Bereich Pass Lueg (Phase 2), Investitionen für den neuen europäischen Zugfunkstandard FRMCS sowie Planungen für Vorhaben zur Umsetzung des Zielnetz 2040 wie beispielsweise die Planung für den viergleisigen Ausbau Bruck – Graz und dem viergleisigen Ausbau zwischen Wels und Lambach. Um einen fairen Beitrag zur Budgetkonsolidierung zu leisten, hat die ÖBB-Infrastruktur AG zielgerichtete Adaptierungen vorgenommen, die möglichst wenig Qualitätseinbußen für Fahrgäste mit sich bringen. Ziel war es, mit einem geringeren Budget die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Das bedeutet konkret, dass manche Projekte später oder über einen längeren Zeitraum hinweg umgesetzt werden. Sie wurden auf Abhängigkeiten zu anderen Projekten – also auf ihre Gesamtwirkung im Bahnnetz – überprüft und dementsprechend auf der Zeitachse verschoben. Zielnetz Das Zielnetz 2040 legt einen grundlegenden Plan für den Ausbau der heimischen Bahninfrastruktur in den kommenden rd. 15 Jahren dar. Dabei handelt es sich beim Zielnetz 2040 noch nicht um eine konkrete Planung und Finanzierung einzelner Projekte, wie sie im Rahmenplan verankert werden, sondern um eine strategische Leitlinie für die über den Rahmenplan hinausgehende längerfristige Entwicklung des Bahnnetzes. Im Jahr 2024 wurde der Fachentwurf abgeschlossen, öffentlich präsentiert und seitens des BMIMI (vormals: BMK) einem öffentlichen Stellungnahmeprozess zugeführt. Der Fachentwurf für das Zielnetz 2040 und ergänzende Unterlagen wie der umfangreiche Methodenbericht zur gesamtwirtschaftlichen Nutzen-Kosten-Analyse sind auf der Webseite des BMIMI veröffentlicht.
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