Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 35 Fairer Wettbewerb und Transparenz Der ÖBB Infrastruktur-Konzern bekennt sich ohne Einschränkung zum fairen Wettbewerb und achtet die rechtlichen Rahmenbedingungen des freien Wettbewerbs. Die Gesellschaften haben bei ihren Geschäftstätigkeiten das nationale Kartellrecht sowie das nationale Sonderwettbewerbsrecht zu beachten. Unlautere Geschäftspraktiken, Preisabsprachen oder Marktmanipulation werden nicht toleriert. Die Einhaltung dieser Standards wird durch interne Compliance-Systeme, regelmäßige Schulungen für Mitarbeiter:innen sowie durch externe Prüfungen sichergestellt. Verantwortung in der Besteuerung Der ÖBB Infrastruktur-Konzern trägt als einer der größten Arbeitgeber Österreichs wesentlich zum Steueraufkommen bei und bekennt sich zu einer verantwortungsvollen Steuerpolitik. Steuervermeidung oder aggressive Steuerplanung werden abgelehnt. Sämtliche Steuerzahlungen erfolgen gemäß den geltenden Gesetzen und in dem Land, in dem die wirtschaftliche Wertschöpfung stattfindet. ESRS 2 GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung Das Chancen- und Risikomanagement stellt ein zentrales Instrument der Unternehmenssteuerung dar und begleitet wesentliche Geschäftsprozesse sowie Finanzpositionen innerhalb des ÖBB Infrastruktur-Konzerns. Dabei werden identifizierte Risiken und Chancen kontinuierlich bewertet, um gezielte Steuerungsmaßnahmen zu ermöglichen. Die Prozesse des Chancen- und Risikomanagements sind durch konzernweite Richtlinien und ein verbindliches Management-Handbuch geregelt. Risiken werden nur eingegangen, wenn ihre Auswirkungen abschätzbar sind, einen Mehrwert für das Unternehmen bieten und innerhalb der klar definierten Risikotragfähigkeits- bzw. akzeptanzgrenzen liegen. Die Prüfung, Konsolidierung und Aggregation der Chancen und Risiken erfolgen zentral, ebenso wie die regelmäßige Berichterstattung an die Unternehmensführung. Gemeinsam mit den Ergebnissen der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse bilden diese die Grundlage für bereits im Fokus stehende Schwerpunktthemen sowie die Grundlage der Berichtspflichten zur Nachhaltigkeit. Die im Zuge der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelten ESG- Chancen und -Risiken wurden, so sie als relevant eingeschätzt wurden, in das ERM-System integriert – sofern sie nicht ohnehin schon im Bestandsinventar des ERM abgebildet waren. Weitere Informationen zur Verbindung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse und dem Risikomanagement des ÖBB Infrastruktur-Konzerns finden sich in Unterkapitel ESRS 2 IRO-1 . Die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer:innen der ÖBB Infrastruktur- Konzerngesellschaften sind sich der Verantwortung für ein angemessenes internes Kontrollsystem (IKS) bewusst und setzen die entsprechenden Maßnahmen um. Ein konzernweit gültiger Mindeststandard stellt die einheitliche Implementierung des IKS sicher. Zur kontinuierlichen Verbesserung werden bei Bedarf Projekte durchgeführt, um das IKS weiterzuentwickeln und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen. Das IKS umfasst die Identifikation, Analyse, Bewertung, Steuerung, Überwachung, Dokumentation und Kommunikation relevanter Prozesse, Risiken und Kontrollen. Die internen Kontrollsysteme für die Erstellung der Nichtfinanziellen Erklärung sind im konzernweiten IKS integriert. Der Fokus liegt auf der Sicherstellung der internen Datenvollständigkeit, -integrität und -verfügbarkeit. Die zentrale Risikoplattform dient der Diskussion von Chancen und Risiken im Hinblick auf deren Zusammenhänge, der Plausibilisierung von Bewertungsansätzen, der Analyse von Wechselwirkungen, dem Informations- und Erfahrungsaustausch und ggf. der Koordination bereichs- und gesellschaftsübergreifender Chancen- und Risikosteuerung. Eine langjährig etablierte Risikomanagementsoftware unterstützt den gesamten Risikomanagementprozess. Alle identifizierten Risiken werden regelmäßig qualitativ und quantitativ hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellen Auswirkungen bewertet. Dabei erfolgt eine Synchronisation mit den Planungsprozessen, um eine aktuelle und realistische Einschätzung der Chancen und Risiken jeweils in Relation zum aktuellsten Planwert sicherzustellen. Sämtliche Risiken werden gemäß risikopolitischer Grundsätze, die in der Konzernrichtlinie verankert sind, gezielt gesteuert, um deren potenzielle Auswirkungen zu minimieren.
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