Geschäftsbericht 2025 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 4 Weitere wesentliche Tochtergesellschaften Die Bewirtschaftung von Immobilien sowie die Abwicklung von Immobilienprojekten erfolgen zum Teil in ausgegliederten Projektgesellschaften. Hier sind insbesondere die ÖBB am Hauptbahnhof 2 ProjektentwicklungGmbH & Co KG, die ÖBB- RealitätenbeteiligungsGmbH & Co KG, die Elisabethstraße 7 ProjektentwicklungGmbH & Co KG, die Elisabethstraße 9 ProjektentwicklungGmbH & Co KG, die Gauermanngasse 2–4 ProjektentwicklungGmbH & Co KG, die Operngasse 16 ProjektentwicklungGmbH & Co KG und die Mariannengasse 16–20 ProjektentwicklungGmbH & Co KG hervorzuheben. Die Übertragung des Teilbetriebs Infrastruktur der Graz-Köflacher Bahn und BusbetriebGmbH (GKB) an die ÖBB- Infrastruktur AG auf Basis des GKB-Infrastruktur-Übertragungsgesetzes vom Juli 2023 erfolgte mit Eintragung der Spaltung in das Firmenbuch am 01.07.2024. Im Zuge des Projektes zur organisatorischen Integration wurden alle übernommenen Mitarbeiter:innen 2025 in die relevanten Geschäftsbereiche oder Tochtergesellschaften der ÖBB-Infrastruktur AG eingegliedert. Der für die Integration des Teilbetriebes Infrastruktur der Graz-Köflacher Bahn und BusbetriebGmbH in die ÖBB-Infrastruktur AG gegründete zeitlich begrenzte Geschäftsbereich GKB-Infrastruktur im Ressort Netzausbau und Infrastrukturbereitstellung wurde per 31.12.2025 aufgelöst. Konjunkturelle Rahmenbedingungen Wirtschaftsentwicklung Österreichs Wirtschaft durchlebte das Jahr 2025 in einem Zustand zwischen Optimismus und Befürchtung. Zwar kam es entgegen den ursprünglichen Erwartungen nicht zu einem erneuten BIP-Rückgang. Ein weiteres Rezessionsjahr nach 2023 und 2024 konnte vermieden werden. Mit einem Plus von lediglich 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr war das BIP-Wachstum nach den Abschwüngen der Vorjahre dennoch äußerst verhalten. 1 Positive Impulse kamen einmal mehr vom Privatkonsum, wenngleich angesichts der hohen Inflation deutlich gedämpfter als im Vorjahr. Auch die Stimmung in der Bauwirtschaft drehte im Laufe des Jahres langsam ins Plus. Verantwortlich dafür war nach Auslaufen der sogenannten KIM-Verordnung und einem rückläufigen Zinsniveau erstmals auch wieder der Hochbau. 2 Die Industrie dürfte ebenfalls die Talsohle durchschritten haben, die Produktion legte erstmals nach zwei Jahren wieder zu. Die Wertschöpfung war allerdings angesichts hoher Vorleistungskosten und schwacher Exportentwicklung mit einem Minus von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr ein weiteres Jahr in Folge rückläufig. 3 In der zweiten Jahreshälfte hat sich der Ausblick angesichts rückläufiger Aufträge wieder eingetrübt. Sorgenkind blieb die im Vergleich zum Euroraum deutlich erhöhte Inflationsrate. Während im Euroraum nach mehreren Zinssenkungen der Notenbank das 2 %-Ziel erreicht wurde, betrug die Inflation in Österreich auch 2025 noch 3,5 %. Verantwortlich dafür waren vor allem gestiegene Netzentgelte für Energie sowie die Preise beschäftigungsintensiver Dienstleistungen. Die hohe Inflation wirkt jedenfalls dämpfend auf Österreichs Wettbewerbsfähigkeit. Auch der Ausblick auf 2026 bleibt mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von lediglich 1,2 % verhalten. Selbiges gilt auch für das globale und europäische Umfeld. Ersteres gibt zwar Anlass zur Hoffnung. So haben sich die Weltwirtschaft und insbesondere der Welthandel bereits bisher als erstaunlich robust gegenüber dem Wirrwarr rund um die US-Zölle und entsprechende Gegenmaßnahmen einzelner Staaten bzw. der EU erwiesen. Die Entwicklung des globalen Containerumschlages verlief insgesamt stabil. Zwar kam es in Europa in der zweiten Jahreshälfte 2025 zu einem Einbruch. Dieser war jedoch wohl vor allem Vorzieheffekten angesichts der Trump’schen Ausrufung des sogenannten „Liberation Days“ geschuldet. Mit Jahresende erholte sich der Containerumschlag über Europas Nordhäfen wieder. 4 Auch die Containertransportpreise verzeichneten keine besonderen Ausschläge. 5 Allerdings dürfte die Inflation in den USA als Folge der Zölle ab kommendem Jahr steigen, womit sich insbesondere die Perspektive für die Nachfrage und damit verbunden die europäische Außenwirtschaft weiter verschlechtern könnte. 6 1 WIFO. 2 WIFO. 3 Oxford Economics. 4 RWI / ISL. 5 Trading Economics. 6 IHS.
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