Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 28 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 57 Die Basis für die Ermittlung der Betriebsausgaben bilden die jeweiligen Aufwandsposten gemäß IFRS-Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung. Im Zähler findet sich jener Teil der angeführten Betriebsausgaben, die auf taxonomiefähige und taxonomiekonforme Umsätze entfallen. Der Nenner umfasst alle relevanten Betriebsaufwendungen aus den Kategorien Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung. Der Anteil der taxonomiekonformen Betriebsausgaben bemisst sich für das Geschäftsjahr 2024 auf rd. 56,7 % (Vj: rd. 47,0 %). Den größten Beitrag leistet auch hier nach wie vor die Wirtschaftstätigkeit 6.14. Schienenverkehrsinfrastruktur mit rd. 52,9 % (Vj: rd. 43,5 %). Als taxonomiefähig, aber nicht ökologisch nachhaltig werden rd. 22,6 % (Vj: rd. 29,1 %) der Betriebsausgaben angeführt. Die Betriebsausgaben ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) in Höhe von rd. 56,7 % ergeben sich aus Wartungen und Reparaturen (externe Werkstätten, Material und bezogene Leistungen) und dem daraus resultierenden Personalaufwand. Vermeidung von Doppelzählungen Die identifizierten taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im ÖBB Infrastruktur-Konzern leisten bis auf die Wirtschaftstätigkeit 5.3. Vorbereitung zur Wiederverwendung von Altprodukten und Produktkomponenten aus dem vierten Umweltziel (Kreislaufwirtschaft, CE) zu 100 % einen wesentlichen Beitrag zum ersten Umweltziel (Klimaschutz, CCM). Des Weiteren werden durch die Zuordnung der Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften im Konzern zu einer konkreten Wirtschaftstätigkeit aus der EU-Taxonomie-VO ebenfalls Doppelzählungen vermieden. Durch einzelne Prüfschritte wurde gewährleistet, dass die Wirtschaftstätigkeiten im Bereich Umsatz, CapEx und OpEx voneinander abgrenzbar sind und Doppelzählungen vermieden werden. Wesentlichkeiten Bei der Herleitung der Werte zur Ermittlung der taxonomierelevanten Kennzahlen wurde die Grundgesamtheit betrachtet und analysiert. Die Betriebsausgaben für die Wirtschaftstätigkeiten des ÖBBInfrastruktur-Konzerns können nicht als „nicht erheblich” für das Geschäftsmodell angesehen werden, somit wurde diese Erleichterungsbestimmung nicht in Anspruch genommen, mit Ausnahme der Wirtschaftstätigkeit 5.3 und 6.5. Die Betriebsausgaben in Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 5.3. Vorbereitung zur Wiederverwendung von Altprodukten und Produktkomponenten (Kreislaufwirtschaft, CE) werden als nicht erheblich angesehen, da die damit verbundenen Umsatzerlöse rd. 0,01% des taxonomiefähigen Gesamtumsatzes entsprechen. Die Betriebsausgaben in Zusammenhang mit der Wirtschaftstätigkeit 6.5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen werden ebenfalls als nicht erheblich angesehen, da die damit verbundenen Umsatzerlöse rd. 0,09 % vom taxonomiefähigen Gesamtumsatz entsprechen. In den Folgejahren wird die Auswirkung der Kennzahlen aus dieser Tätigkeit auf Basis des Verhältnisses zum Gesamtumsatz erneut geprüft und gegebenenfalls berichtet. E1 Klimawandel E1 Übersicht Übersicht der tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen: Unterthema Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Aus- wirkung bzw. Risiko / Chance Zeithorizont Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen Anpassung an den Klima- wandel E1-F-1 Schäden am Streckennetz durch Extremwetterereignisse führen zu Umsatzeinbußen und erhöhten Kosten für Reparaturen Risiko Mittelfristig E1-F-2 Anpassungsmaßnahmen führen zu erhöhten Kosten Risiko Kurzfristig E1-F-3 Steigerung der Klimaresilienz führt zu geringeren Investitionskosten Chance Langfristig 57
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