Nachhaltigkeitsbericht 2024 – ÖBB-Infrastruktur AG
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft NB 70 ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft Konzernlagebericht | Konzernabschluss 99 Da das Recycling beispielsweise immer einen gewissen Materialverlust bedingt, ist die Einsparung des Primärmaterials im ersten Moment geringer. Es stellt jedoch es die Grundlage der Substitution dar und aufgrund der wesentlichen Mengen, die beispielsweise über eine Verwertung von Beton oder Bodenaushub wieder eingebaut werden, entsteht ein dementsprechend signifikanter Beitrag. Die ÖBB-Infrastruktur AG als Abfallbesitzerin bzw. Abfallersterzeugerin hat im Bereich der Kreislaufwirtschaft infolge der Systemgrenzen nur bedingt Einfluss auf den Umgang mit Abfall. Im Zuge der Umsetzung von Neubau- und / oder Instandhaltungsvorhaben erfolgt der Umgang mit Abfällen innerhalb des ÖBB Infrastruktur-Konzerns im Rahmen der technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Sofern keine direkte Wiederverwendung innerhalb eines Vorhabens erzielt werden kann, erfolgt mit der expliziten Beauftragung zur umweltgerechten Verwertung oder Beseitigung ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Kreislaufwirtschaft (Inputmaterial) in Österreich. Entsprechend dem Abfallwirtschaftsgesetz sowie angrenzenden Gesetzgebungen wie der Deponieverordnung wird somit die Abfallhierarchie bestmöglich durch die Geschäftstätigkeiten unterstützt, wobei die ÖBB-Infrastruktur AG als Inputgeberin für nachgelagerte Verwertungsprozesse zu sehen ist. Die Zielsetzungen im Bereich Kreislaufwirtschaft tragen dennoch zu einer Förderung der Abfallwirtschaft innerhalb der beschriebenen Möglichkeiten bei. Inwiefern ein Beitrag gegeben ist, kann aus der Zuweisung der R-Grundsätze der Kreislaufwirtschaft und damit der Zielsetzungen zu den Stufen der Abfallhierarchie abgeleitet werden (siehe nachstehende Grafiken). Dabei können im Sinne der Abfallwirtschaft vor allem die Stufen der Abfallvermeidung unterstütz werden. Wie bereits im Abschnitt E5-1 beschrieben, zeichnet sich der Beitrag zur Kreislaufwirtschaft der ÖBB-Infrastruktur AG vor allem durch die dementsprechende Beschaffung, Instandhaltung und Wiederverwendung von Material aus. Dieser Umstand wird durch den Beitrag zu den Materialnutzungsraten, wie in oben stehender Überleitung dargestellt, unterstrichen. Dabei stehen vor allem längere Nutzung auch durch ausgereifte bedarfsorientierte Instandhaltungsstrategien sowie Wiederverwendung im Fokus, wodurch Einfluss auf die Abfallvermeidung besteht. Eine Darstellung der Zusammenhänge in Kombination mit dem Beitrag der Zielsetzungen aus E5-3 ist in der unten stehenden Grafik abgebildet. Die Darstellung zeigt den wesentlichen Beitrag der gesetzten Kreislaufwirtschaftsziele der ÖBB- Infrastruktur AG und deren Beitrag zu den R-Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft sowie der Abfallhierarchie. 99
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