ÖBB Geschäftsbericht 2022

106 Konzernlagebericht Die strategische Ausrichtung Das Strategische HR-Management versteht sich gemeinsam mit allen Teilgesellschaften des ÖBB-Konzerns als strategisch- generalistisch ausgerichteter Berater und Sparringpartner für Vorstandsmitglieder und Führungskräfte. Des Weiteren ist das Strategische HR-Management in Zusammenarbeit mit den HR-Expert:innen der ÖBB-Business Competence Center GmbH (BCC) ein professioneller Dienstleister für die Mitarbeiter:innen. Im Zuge der Transformation zu einem gemeinsamen, schlanken HR-Management wird das Leistungsportfolio radikal hinterfragt. Durch den Einsatz von digitalen Technologien können administrative Aufgaben reduziert werden. Das öffnet Räume, um stärker gestaltend und proaktiv zu arbeiten. Recruiting und Sourcing, Personalentwicklung, Kultur und Führung, Arbeitsfähigkeit und Gesundheit, Normen und Arbeitsrecht, Inklusion und Diversity sowie HR-Services benennt alle Fachthemen des HR-Managements. Entlang dieser Säulen bereitet sich das Strategische HR-Management auf die Zukunft und den bevorstehenden Generationenwechsel vor. Stellhebel dafür sind Lean-Administration, Vereinfachung von Governance-Regeln, Employee- und Management- Selfservices sowie Digitalisierung / Automatisierung. Mit seiner Arbeit leistet das Strategische HR-Management einen wesentlichen Beitrag zur Innen- und Außenwahrnehmung des ÖBB-Konzerns – bei Mitarbeiter:innen bzw. potenziellen Bewerber:innen. Damit leistet das Strategische HR- Management einen wesentlichen Beitrag, dass die ÖBB ein attraktiver Arbeitgeber sind und auch als solcher auftreten. Eine starke HR-Organisation im Sinne von „OneHR“ ist zur Bewältigung der bevorstehenden Herausforderungen wichtiger denn je. Nur gemeinsam, Führungskräfte und Mitarbeiter:innen, schaffen wir es, den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen („OneHR“ – „OneÖBB“). COVID-19 Im Jahr 2022 wurde die erfolgreiche Arbeit der konzernweiten COVID-19-Task-Force fortgesetzt. Ein wichtiges Instrument zur Festlegung von Maßnahmen im ÖBB-Konzern ist weiterhin die ÖBB-Corona-Ampel. Sie sieht umfassende COVID-19- Schutzmaßnahmen wie Hygiene- und Abstandsregeln sowie Homeoffice vor. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber ist es dem ÖBB-Konzern außerdem ein großes Anliegen, allen Mitarbeiter:innen ein umfassendes COVID-19-Testangebot zur Verfügung zu stellen. Dieses beinhaltet ein weitreichendes PCR-Testangebot inklusive sogenannter Gurgeltests sowie auch Antigentests. Die ÖBB betreiben mehrere COVID-19-Teststraßen in ganz Österreich. Zusätzlich orientiert sich das Handeln der ÖBB in der anhaltenden Pandemie am Variantenmanagementplan (VMP) der Bundesregierung vom 27.07.2022. Dieser sieht vier Prinzipien der Pandemiebekämpfung vor, die, im Zusammenspiel mit der ÖBB Corona-Ampel, auf die ÖBB umgelegt werden. HR 2025 2021 wurde mit „HR 2025“ ein Programm initiiert, um den Anstoß für einen mehrjährigen Transformationsprozess zu geben. Wesentliche Zielsetzung war die Neuausrichtung von ÖBB HR nach dem Business-Partner:innen-Modell. Durch dieses Programm wurden vier Handlungsfelder (Projekte) definiert: HR Organisation und Prozesse, Arbeitsfähigkeit und Nachhaltigkeit, Sourcing, Recruiting und Onboarding sowie Attraktiver Arbeitgeber und Diversity. Im Rahmen dieser Handlungsfelder wurde und wird auf inhaltlicher, prozessualer und organisatorischer Ebene gearbeitet, um auf der einen Seite einen weiteren Schritt in der erfolgreichen Bewältigung des Fachkräftemangels sowie der Fluktuation und des Generationenwandels zu setzen und auf der anderen Seite den Sprung in eine Welt hoher digitaler Durchdringung zu schaffen. 2022 wurde das Programm um die beiden Projekte „Lösungscenter Inclusion & Diversity“ und „Personalentwicklung“ erweitert. Das Projekt HR Organisation und Prozesse beschäftigt sich mit der Neuausrichtung der HR-Organisation des ÖBB- Konzerns nach dem Business-Partner:innen-Modell gemäß Dave Ulrich sowie mit der Digitalisierung von HR-Prozessen. Auf diesem Weg ist die Ausrichtung entlang des Business-Partner:innen-Modells gelungen. Recruiting, Gesundheitsmanagement und Arbeitsrecht wurden erfolgreich an einer Stelle im Konzern gebündelt. Ein neues HR- Business-Partner:innen-Rollenbild wurde erarbeitet sowie ein modulares Qualifizierungsprogramm konzipiert. Erste Prozesse rund um die administrative Abarbeitung von Personalthemen wurden erfolgreich digitalisiert. Das Projekt Arbeitsfähigkeit und Nachhaltigkeit griff die zentrale Frage auf, wie es ÖBB Mitarbeiter:innen ermöglicht werden kann, möglichst lange gesund ihrer Arbeit nachzugehen. Die Neuaufstellung der Gesundheitsorganisation stand hierbei im Mittelpunkt. Dabei wurde die Grundlage für den Aufbau eines evidenz- und KPI-geleiteten Gesundheits- managements gelegt. Das Projekt Sourcing, Recruiting und Onboarding beschäftigte sich mit der Frage, wie die richtigen Mitarbeiter:innen zur richtigen Zeit ins Unternehmen geholt werden können. Recruiting-Standards, -Prozesse und -Schnittstellen wurden definiert. Grundsätze für die konzernale Zusammenarbeit und das Onboarding wurden erarbeitet und ein strukturiertes Active-Sourcing aufgebaut. | LB47

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