ÖBB Geschäftsbericht 2022
121 Konzernlagebericht Die wichtigsten Stakeholder:innen der ÖBB GRI 2-29 Die ÖBB sind Österreichs größter Mobilitätsdienstleister und zugleich ein Unternehmen von öffentlichem Interesse. Mit ihren Verkehrsdienstleistungen bewegen sie viele Menschen und Güter in Österreich und Europa. Daher gibt es viele Berührungspunkte mit für die Stakeholder:innen relevanten Themenstellungen wie zum Beispiel Klimaschutz, leistbare und zuverlässige Infrastruktur, Finanzmarkt etc. Für die ÖBB umfasst der Begriff Stakeholder:innen viele unterschiedliche Anspruchsgruppen. Ein Teil der Stakeholder:innengruppen (nämlich die Mitarbeiter:innen) befindet sich innerhalb des ÖBB-Konzerns. Darüber hinaus gibt es externe Stakeholder:innen. Eine Einbindung, ein enger Kontakt sowie ein aktiver Dialog mit den Stakeholder:innen sind gerade für ein öffentliches, für Wirtschaft und Bevölkerung besonders relevantes Unternehmen wie die ÖBB wichtige Kriterien für langfristigen Erfolg. – Wichtige externe Anspruchsgruppen der ÖBB sind u. a. Fahrgäst:innen, Geschäftskund:innen, Investor:innen, Eigentümervertreter:innen, Politik und Regulierer, Lieferant:innen, , Vertreter:innen der österreichischen Wirtschaft und Industrie, andere Bahn-, Mobilitäts- und Transport- / logistikunternehmen, Interessensvertreter:innen spezifischer Kundengruppen (z. B. Fahrrad, ..) – Wichtige interne Anspruchsgruppen der ÖBB sind Mitarbeiter:innen, Führungskräfte und Aufsichtsratmitglieder:innen, Betriebsrät:innen Ein regelmäßiger, transparenter und offener Austausch mit möglichst vielen Anspruchsgruppen ist die Basis für Vertrauen, das wiederum eine Voraussetzung für ein gemeinsames nachhaltiges Handeln ist. Die ÖBB betreiben diesen Dialog aktiv und nutzen für den Kontakt zu ihren Stakeholder:innen eine Vielzahl von Dialogplattformen und Initiativen. Dabei wird besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt, für jede Anspruchsgruppe die jeweils besonders relevanten Aspekte zu thematisieren, um so den offenen Dialog zu fördern. Je intensiver der Kontakt, je früher die Ansichten der Stakeholder:innen wahrgenommen werden können, desto besser können die ÖBB ihre Planungen und Handlungen darauf abstimmen und die unterschiedlichen Interessen miteinander in Einklang bringen. Der Austausch schafft die Grundlage für das gegenseitige Verständnis. Dieser Konsens ist wiederum für die gesellschaftliche Akzeptanz des unternehmerischen Handelns förderlich. Die ÖBB sind offen für neue Impulse von außen, die es ihnen ermöglichen, ganz im Sinne ihrer Strategie nachhaltig zu handeln. Die ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie und deren 17 Bausteine GRI 2-22 Im Jahr 2020 wurden die 17 Nachhaltigkeitsbausteine des ÖBB-Konzerns festgelegt. Ausgehend von den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse 2018 und den Sustainable Development-Goals der Vereinten Nationen (SDGs) wurden 17 ௗ Bausteine f ü r die neue Ö BB Nachhaltigkeitsstrategie hergeleitet und definiert. Die Abbildung zur ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie gibt einen Überblick über die Verschränkung der 17 Nachhaltigkeitsbausteine innerhalb des „Drei-Säulen-Modells“. Die unterschiedlichen Größen der Kreise zeigen die Wirkungsdimensionen der Bausteine für die ÖBB und verdeutlichen die aktuelle Wesentlichkeit (Datengrundlage bildet die aktualisierte Wesentlichkeitsanalyse von 2021) der jeweiligen Nachhaltigkeitsthemen für den ÖBB-Konzern, insbesondere im Kontext zu Chancen und Risiken. Die Darstellung der Zusammenhänge der 17 ௗ Ö BB Nachhaltigkeitsbausteine mit den Themen der Wesentlichkeitsanalyse ist im GRI-Inhaltsindex (ab 148) ersichtlich. LB62 |
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