ÖBB Geschäftsbericht 2022
189 Konzernlagebericht Ausblick 2023 Die Community der ÖBB-Wissenstransfer-Coaches wird laufend erweitert. 2023 werden weitere Wissenstransfer-Coaches ausgebildet, und auch die konzernweite Vernetzung sowie die Vertiefung des Fachwissens werden weiter ausgebaut. Als neues Instrument steht den Führungskräften und Arbeitsteams ab 2023 der sogenannte „Self-Check Wissensmanagement“ zur Verfügung. Dieser kurze Fragebogen fokussiert auf zentrale Bereiche des Wissensmanagements. Auf Basis einer Selbstbewertung werden systematisch Handlungsfelder erhoben. Die Toolbox Wissensmanagement als Ergänzung zum Self-Check unterstützt bei der Ableitung von Maßnahmen. G.16. Wirtschaftsmotor, wertschöpfende Investitionen und zukunftsfähige Finanzierungen Managementansatz Jeder Euro, der in den Bahnausbau fließt, bringt zwei Euro für die Volkswirtschaft. Investitionen in das System Bahn und in die ÖBB sind daher eine besonders nachhaltige Form der Infrastrukturentwicklung mit positiven Effekten für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Von den Investitionen profitieren die unmittelbar beauftragten Unternehmen genauso wie die heimischen Zulieferer und deren Beschäftigte, die wiederum den Konsum ankurbeln. Eine bessere Erschließung von Regionen bedeutet für diese zudem mehr Wohlstand und eine Aufwertung als Wirtschaftsstandort. Und schließlich leisten die ÖBB mit ihrem nachhaltigen Mobilitätsangebot einen Beitrag zur Energiewende. Die ÖBB setzen daher auf die Attraktivierung der Bahn und des öffentlichen Verkehrs und wollen damit einen Mehrwert für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft schaffen. Bis 2040 soll in Österreich mit dem Ausbau der Schieneninfrastruktur, mit der Digitalisierung des Bahnbetriebs und mit modernen Fahrzeugen die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs verdoppelt werden. Das wesentliche Instrument für die Umsetzung ist der Rahmenplan. Als Planungs- und Finanzierungsinstrument des Bundes beinhaltet der Rahmenplan die Darstellung aller Projekte samt deren Investitionssummen ebenso wie die geplanten Aufwände für die Instandhaltung des Schienennetzes und der Infrastruktur. Der Rahmenplan umfasst einen Zeitraum von sechs Jahren und wird jährlich rollierend um ein Jahr ergänzt und angepasst. Näher Informationen zur Unternehmensstrategie befinden sich im Kapitel C.5. Zielsetzungen – Die ÖBB setzen sich zum Ziel, als Mobilitäts- und Logistikanbieter die klare Nummer 1 in Österreich zu bleiben und zu den wesentlichen Playern in Europa zu gehören. – Ziel ist außerdem eine Verdopplung der Leistungsfähigkeit des Systems Schiene bis 2040. Wichtige Kennzahlen auf einen Blick 2021 2022 Investitionen des ÖBB-Konzerns (Mrd. Euro) 3,69 3,92 Investitionen des Teilkonzerns ÖBB-Infrastruktur (Mrd. Euro) 2,86 3,26 Investitionen des Teilkonzerns ÖBB-Personenverkehr (Mio. Euro) 1,414,4 476,7 Investitionen des Teilkonzerns Rail Cargo Austria (Mio. Euro) 110,7 141,6 Highlights 2022 Leistungsfähigkeit der Schiene verdoppeln Die ÖBB sehen in ihrer strategischen Ausrichtung eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit des Systems Schiene bis 2040 vor. Erreicht werden soll dies durch eine Ausweitung auf Seiten der Infrastruktur mit dem Ausbau gemäß Rahmenplan und der Fortführung des zukünftigen Zielnetzes 2040. Zusätzlich dazu wird auf innovative technologische Maßnahmen wie Digitalisierung und Automatisierung gesetzt, aber auch die Nutzung bereits heute vorhandener Restkapazitäten wird voll ausgeschöpft. Seitens des Rollmaterials werden längere und effizient beladene Züge sowie eine höhere Sitzplatzauslastung forciert. Um das Ziel der Verdopplung zu erreichen, wird in einem weiteren Schritt auch der Fahrplan entsprechend angepasst. Das wichtigste Kernwerkzeug zur Umsetzung der Ziele ist der Rahmenplan. Mit dem neuem Rahmenplan 2023 bis 2028 werden jährlich rd. 3,0 Mrd. EUR in die Infrastruktur der Bahn investieren. Eine Vielzahl an Projekten wird bereits bis Anfang der 2030er-Jahre fertiggestellt. Zu den Erfolgsgeschichten zählen unter anderem auch der Ausbau der Weststrecke sowie die Erweiterung der Infrastruktur im Unterinntal. Ein Erfolg, der mit dem Bau des Brenner-Basistunnels oder der im Ausbau befindlichen Südstrecke mit Semmering-Basistunnel und Koralmbahn fortgeführt werden soll. Somit wird eine signifikante Kapazitätssteigerung ermöglicht. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen in die jeweiligen Teilkonzerngesellschaften werden im Kapitel C.4. detaillierter aufgeschlüsselt. GRI 201-4 LB130 |
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