ÖBB Geschäftsbericht 2022

281 Konzernabschluss 29.2. Risikoarten Finanzrisiken sind wie folgt definiert: – 29.2.a. Zinsrisiko – 29.2.b. Währungsrisiko – 29.2.c. Kreditrisiko – 29.2.d. Liquiditätsrisiko – 29.4. Commodity-Risiken (Strompreisschwankungen) 29.2.a. Zinsrisiko Risiken aus Zinssatzänderungen stellen Risiken für die Ertragskraft und den Wert des ÖBB-Konzerns dar und können in folgenden Erscheinungsformen auftreten: – Zinszahlungsrisiko (erhöhter Zinsaufwand aufgrund der Marktentwicklung) – Barwertrisiko (Wertänderung des Portfolios) Risiken aus Marktzinsänderungen können das Finanzergebnis des ÖBB-Konzerns aufgrund der gegebenen Bilanzstruktur beeinflussen. Es gilt daher, mögliche Marktzinsschwankungen über ein bestimmtes Niveau hinaus zum Beispiel mit dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente einzuschränken, um deren Einfluss auf die Ergebnisentwicklung gering zu halten. Der Abschluss geeigneter derivativer Finanzinstrumente zum Management von Zinsrisiken (Zinsswaps) basiert auf Portfolioanalysen und -empfehlungen seitens der ÖBB-Holding AG und entsprechenden Entscheidungen der Tochterunternehmen. Der ÖBB-Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen Schuldenstruktur werden bei Bedarf Zinsderivate eingesetzt, um die Risikostrategie möglichst effizient umzusetzen. Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente 31.12.2022 in Mio. EUR in Mio. EUR Finanzielle Vermögenswerte 167,0 13,5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1,0 4,5 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0,9 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 152,1 31,0 Gesamt 321,0 49,0 Finanzverbindlichkeiten 28.959,5 296,5 davon gegenüber Bund (OeBFA) 11.916,4 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 Gesamt 28.959,5 296,5 Finanzinstrumente (kurz- und langfristig) fixverzinsliche Finanzinstrumente variabel verzinsliche Finanzinstrumente 31.12.2021 in Mio. EUR in Mio. EUR Finanzielle Vermögenswerte 181,4 15,6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,5 5,1 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0,7 0,0 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 28,0 99,6 Gesamt 210,6 120,3 Finanzverbindlichkeiten 27.118,4 262,8 davon gegenüber Bund (OeBFA) 9.086,8 0,0 Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 4,6 Gesamt 27.118,4 267,4 Die Grundgeschäfte wurden unter Bedachtnahme auf die abgeschlossenen Derivate (Sicherungsinstrumente) als fix oder variabel verzinste Finanzinstrumente klassifiziert. Weltweit wird eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze vorgenommen, einschließlich des Ersatzes einiger „Interbank Offered Rates” (IBORs) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze (als „IBOR-Reform” bezeichnet). Es besteht Ungewissheit über den Zeitpunkt und die Methoden des Übergangs. Der EURIBOR ist weiterhin uneingeschränkt als Referenzzins verwendbar. Dies ermöglicht es den Marktteilnehmern, den EURIBOR weiterhin für bestehende Verträge zu verwenden. Der ÖBB-Konzern geht davon aus, dass der EURIBOR auf absehbare Zeit (zumindest bis 2025) als Referenzzinssatz bestehen bleiben wird.

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