ÖBB Geschäftsbericht 2023
Konzernabschluss 252 COVID-Pandemie und Ukrainekrise – finanzielle Auswirkungen Mit 01.07.2023 wurden alle Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus aufgehoben, die COVID-Pandemie ist damit überwunden. Die wesentlichsten Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind im Folgenden ausgeführt. Bis zum Bilanzerstellungszeitpunkt hat der ÖBB-Konzern COVID-19-Investitionsprämien in Höhe von rd. 7,0 Mio. EUR (Vj: rd. 7,0 Mio. EUR) erhalten und bilanziell erfasst. Die Investitionszuschüsse werden hauptsächlich für die Neuanschaffung von Fahrpark sowie Hard- und Software verwendet. Aufgrund der Aussetzung des Infrastrukturbenutzungsentgelts für das Netz der ÖBB-Infrastruktur AG in Höhe von rd. 85,9 Mio. EUR, sie wurden diese aufgrund § 42 BBG durch den Bund refundiert und erhöhen die sonstigen betrieblichen Erträge. 2023 kam es zu keinen Reduktionen bzw. Refundierungen. Refundierungsbeträge aufgrund von Absonderungsbescheiden gemäß Epidemiegesetz für freigestellte Mitarbeiter:innen mit Risikoattest gemäß ASVG und für Mitarbeiter:innen in Kurzarbeit wurden in Höhe von rd. 6,4 Mio. EUR (Vj: rd. 16,6 Mio. EUR) erhalten und in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Aufgrund des Krieges in der Ukraine kam es während des Jahres 2022 zu enormen Preissprüngen auf den Energiemärkten, die Ende August zu einem noch nie dagewesenen Allzeithoch führten. Seither ging das allgemeine Preisniveau zurück, verblieb dennoch im Geschäftsjahr 2023 auf einem im Vergleich zur Vor- Corona-Phase hohen Niveau. Mögliche künftige Auswirkungen der Ukrainekrise auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine ist die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mittelbar betroffen. Die mittelbare Betroffenheit ergibt sich aus gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen, Änderungen der Zinslandschaft und der Wechselkurse sowie bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von CGUs. Zudem ergaben sich aufgrund der hohen Inflationsraten durch tarifliche Vereinbarungen Kostensteigerungen bei den Personalaufwendungen. Zum ÖBB-Konzern gehört ein Tochterunternehmen der Rail Cargo Group mit Sitz in Russland, bei dem sich die Umsatzerlöse aufgrund der eingeschränkten Geschäftstätigkeit vermindert haben. Daraus ergeben sich für den ÖBB-Konzern allerdings keine wesentlichen Auswirkungen. Es könnten bilanzielle Verluste aus einer Endkonsolidierung des dort ansässigen Tochterunternehmens entstehen, sollte eine Beherrschung aufgrund der Einschränkung substanzieller Rechte nicht mehr vorliegen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird allerdings von einer Beherrschung durch den ÖBB-Konzern ausgegangen. Wesentliche Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste aus Forderungen in diesen Ländern mussten zum Stichtag nicht gebildet werden, ebenso wie auf nichtfinanzielle Vermögenswerte keine Wertminderungen notwendig waren. Kein Tochterunternehmen des ÖBB-Konzerns hat seinen Sitz in der Ukraine.
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