ÖBB Geschäftsbericht 2023

Konzernabschluss 264 Die Zugänge zu den Sachanlagen aufgrund erstkonsolidierter Unternehmen und Abgänge aus Entkonsolidierungen werden in gesonderten Zeilen im Anlagenspiegel dargestellt. Die Zugänge der Nutzungsrechte Grundstücke und Bauten im Geschäftsjahr 2022 betreffen in Höhe von rd. 162,9 Mio. EUR die Anmietung einer Immobilie in der Lassallestraße. Die Zugänge im Geschäftsjahr 2023 exklusive Nutzungsrechte betragen rd. 4.068,4 Mio. EUR (Vj: rd. 3.346,3 Mio. EUR) und betreffen im Wesentlichen Rahmenplanprojekte und Investitionen in die Südstrecke, Investitionen in Bahnhofsum- und -neubauten, Ausbauarbeiten im Großraum Wien und Investitionen in den Ausbau der Weststrecke sowie Anschaffung von Fahrpark. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Bauten, technische Anlagen und Maschinen sowie Anlagen in Bau. Bei den Umbuchungen handelt es sich einerseits um die aus dem Posten „Anlagen in Bau“ auf die spezifischen Anlagenkonten umgebuchten Werte für fertiggestellte Anlagen des Sachanlagevermögens und der immateriellen Vermögenswerte und andererseits um von oder zu den Bilanzposten „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ sowie von oder zu den „Vorräten“ (Erläuterung 21) umgegliederte Werte. Zu den Angaben zu Schätzungsänderungen wird auf Erläuterung 3 unter „Einschätzungen der Nutzungsdauern der Sachanlagen und immateriellen Vermögens- werte“ verwiesen. Im Geschäftsjahr aktivierte der ÖBB-Konzern gemäß den Regelungen des IAS 23 Zinsen auf Herstellungskosten qualifizierter Vermögenswerte in Höhe von rd. 136,4 Mio. EUR (Vj: rd. 113,8 Mio. EUR). Der zugrunde liegende Fremdkapitalzinssatz beträgt rd. 2,0 bis 2,5 %, (Vj: 2,0 %). Von den Bundeszuschüssen wurde ein Betrag von rd. 125,0 Mio. EUR (Vj: rd. 104,2 Mio. EUR) als Kostenbeitrag für aktivierte Zinsen erfasst. Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen sind in Höhe von rd. 31,8 Mio. EUR angefallen (Vj: rd. 25,2 Mio. EUR), wobei sich diese aus der Verschrottung und dem Abbruch von Vermögenswerten, dem Verkauf von Fahrzeugen und sonstiger Betriebsausstattung sowie Abtretungen ins öffentliche Gut ergaben. In beiden Geschäftsjahren wurden Entschädigungs- beiträge im unwesentlichen Umfang vereinnahmt. Sachanlagen mit folgenden Buchwerten dienen zur Besicherung von Finanzschulden und unterliegen einer Beschränkung der Verfügungsrechte: Beschränkung von Verfügungsrechten als Sicherheiten für Schulden begeben in Mio. EUR 2023 2022 2023 2022 Fahrpark 134,8 125,7 60,7 353,2 Sonstige technische Anlagen und Maschinen 0,0 *) 0,0 *) 0,0 0,0 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA) 0,0 *) 0,0 0,0 0,0 *) Kleinstbetrag. Es bestehen Abnahmeverpflichtungen für Vermögenswerte, insbesondere aufgrund offener Bestellobligi von rd. 1.919,2 Mio. EUR (Vj: rd. 2.962,3 Mio. EUR). Weitere Angaben zu Schätzungsänderungen werden unter Erläuterung 3 gemacht. Wertminderungen und Wertaufholungen Teilkonzern ÖBB-Personenverkehr In der Berichtsperiode 2023 wurde durch das Management für die CGU Postbus ein Indikator für eine mögliche Wertminderung identifiziert, weshalb eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt wurde, die jedoch zu keiner Wertminderung geführt hat. Teilkonzern Rail Cargo Group Die Werthaltigkeitsprüfungen führten 2023 im Gegensatz zum Vorjahr zu keinem Wertminderungsbedarf. Der erzielbare Betrag der CGU Cargo, der CGU Intermodal sowie der CGU TS-HU wird durch den jeweiligen Nutzungswert repräsentiert. Der erzielbare Betrag für die CGU Cargo beträgt 2023 rd. 1.106,8 Mio. EUR (Vj: rd. 1.090,7 Mio. EUR), für die CGU Intermodal rd. 141,1 Mio. EUR (Vj: rd. 137,1 Mio. EUR) und für die CGU TS-HU rd. 27,2 Mio. EUR (Vj: n.a.). Die Parameter zur Berechnung des Nutzungswertes sind in Erläuterung 3 ersichtlich. 2022 mussten aufgrund der anhaltend negativen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen infolge des Ukrainekriegs die Planannahmen in der Wertminderungsprüfung angepasst werden, womit in der CGU Cargo und der CGU Intermodal der erzielbare Betrag der CGUs gegenüber dem Vorjahres-Wertminderungstest gestiegen ist. Nach der durchgeführten Wertminderungsprüfung für die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte mit den geänderten Plandaten ergab sich im Geschäftsjahr 2022 ein Wertminderungsbedarf der CGU Cargo von rd. -28,2 Mio. EUR. Die Werthaltigkeitsprüfung der CGU Intermodal führte 2022 zu keinem Abwertungsbedarf. Weitere Angaben zum Firmenwert werden unter Erläuterung 15 gemacht.

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