railaxed - HERBST 2021

17 railaxed Herbst 2021 Gassen statt Massen: Ob per pedes oder dem Leih-Fahrrad, die Genter Innenstadt erkundet man umweltfreundlich und flexibel. Die „Blumen- stadt“ – so wird Gent auch gerne genannt – wird ihrem Namen auf dem kunterbun- ten Kouter be- sonders gerecht. Bootsbühne „OdeGand“ ist ein Musikfestival entlang der Genter Binnengewässer. So können wir vom einen zum nächsten Konzert schippern und alle Musiksparten entdecken – von Jazz bis Klassik. Abends wird dann ein atemberau- bend schönes Spektakel an der Gras- und Korenlei genossen. odegand.gent von mehr als fünfzig farbenfrohen Wand- gemälden, die dem belgischen Faible fürs Gezeichnete huldigen. Die Wandbilder sind im Stadtzentrum und in den umliegenden Gebieten verteilt, man begibt sich also auf eine bunte, lange und amüsante Schatzsu- che. Eine andere originelle Art, die Stadt zu erobern, ist das „Tram-Erlebnis“: Dazu müssen Sie lediglich eine der umgebauten Straßenbahnen besteigen, denn diese sind fahrende Restaurants mit Gourmet-Menüs von lokalen Spitzenköch:innen. Auch dem liebsten Gemüse der Flamen sollte man sich getrost hingeben. Ob gedünstet, sautiert oder gegrillt: Chicorée zergeht immer auf der Zunge. Der Zeitpunkt für eine Verkostung ist im Herbst genau richtig, denn die Chicorée- Saison beginnt im Oktober. Wenn Sie kulina- rische Souvenirs dann auch gleich mit nach Hause nehmen möchten, empfehlen wir die Shops „Frederic Blondeel“ für handgemachte Schokolade, „Maison Dandoy“ für die besten Spekulatius-Kekse und „Beer Mania“ für eine enorme Auswahl an lokalen Bieren. Aber Brüssel – das ist auch Entspannung pur. Die Stadt ist mit Grünflächen und Parks übersät, darunter auch der pittoreske „Bois de la Cambre“. Das Herzstück des bekannten Naherholungsgebiets ist ein kleiner See im Zentrum der Parkanlage – gerade im Herbst lässt es sich dort vortrefflich lustwandeln. Oder man mietet sich ein Rad: Bei angemes- senem Tempo lässt sich der Weg zwischen dem historischen Stadtzentrum, dem Euro- päische Viertel und den umliegenden Ge- meinden leicht mit Wadenkraft zurücklegen. Sogar der Kanal ist da kein Hindernis: Man kann sein Bike an Bord des „Waterbus“, eine Art städtisches Fährschiff, bringen und eine Reise durch die zahlreichen Überbleibsel der industriellen Vergangenheit der Stadt antreten. Gent ist genial Weiter geht’s ins nur einer Stunde entfernte Gent: Die größte Universitätsstadt Belgiens bietet Kultur pur und schafft es mit Leich- tigkeit, den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart zu schlagen. Knapp 10.000 kulturhistorisch wertvolle Gebäude gibt es hier – sicherlich zu viele, um sie alle bei einer Rundreise zu entdecken. Zu den Must-Sees von Gent zählt die St.-Bavo-Kathedrale samt dem mystischen Genter Altar. Dieser gilt als eines der komplexesten Werke des Mittel- alters und fasziniert Besucher:innen aus der ganzen Welt. Gleich neben der Kathedrale erhebt sich das Wahrzeichen der Stadt: Der Belfried, ein 95 Meter hoher Turm, der zu © Fotos: ÖBB / Marek Knopp (linke Seite); Adobe Stock / Ekaterina Belova (rechts oben)

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