railaxed - SOMMER 2021
29 railaxed Sommer 2021 Fort Klis: die mittel alterliche Festung in der Nähe von Split wurde für Game of Thrones zum Drehort des Fantasy- Stadtstaats Meereen. Kaštel Gomilica: Das im 16. Jhdt. er- baute Kastell bei Split verwandelte sich für Game of Thrones in die Filmkulisse für den Freistaat Braavos. Per Bahn nach Split In Kooperation mit der Slowakischen Bahn bieten die ÖBB eine neue saisonale Nacht- zugverbindung von Wien und Graz nach Split. Der neue Nacht- zug verkehrt als EuroNight von Mitte Juni bis Mitte September zweimal wöchent- lich auf der Strecke Bratislava – Wien – Graz – Split. Alle Infos: nightjet.com Form vor ungefähr zwei Jahrhunderten, als die österreichischen Habsburger Anfang des 19. Jahrhunderts Dalmatien für einige Jahre an Napoleon abtreten mussten. Split stand damals unter dem Kommando von Marschall Auguste de Marmont, an den heute noch die Marmontova Ulica erinnert, eine der schönsten und beliebtesten Shoppingmeilen der Stadt, die nördlich der Riva direkt ent- lang der Mauern der Altstadt verläuft. Einen kleinen Abstecher wert: der alte Fischmarkt gleich neben der Marmontova Ulica in einem Jugendstilgebäude der Jahrhundertwende, in dem täglich ab sechs Uhr morgens klar wird, dass Dalmatien alleine schon für seinen exzellenten Fisch eine Reise wert ist – und genauso für die unzähligen Restaurants und Konobas (=Tavernen), in denen er unver- gleichlich fangfrisch auf den Tellern landet. Auf mythischer Spurensuche Weitaus mehr als Napoleon hat allerdings ein anderer Herrscher die Stadt geprägt: Aurelius Valerius Diocletianus, der als Diokletian und als Römischer Kaiser von 284 bis 305 n.Chr. in die Geschichtsbücher eingegangen ist. In Split baute sich der greise Imperator seinen Alterssitz, in dem er nach seiner freiwilligen Abdankung seine letzten Jahre verbrachte: den weitgehend erhaltenen Diokletianpalast, der heute die Altstadt von Split bildet und der seit 1979 als UNESCO-Weltkulturerbe gilt. Bereits von der Riva aus ist die komplet- te, imposante Südfassade des unmittelbar angrenzenden Palasts zu sehen. Die wahre, gigantische Dimension des Gebäudekom- plexes, der sich einst über rund 30.000 m² erstreckte, erschließt sich allerdings erst bei einem Spaziergang durch das historische Stadtzentrum und noch mehr bei einem Be- such der Kellergewölbe. Die Bezeichnung „Palast“ mag dabei ein wenig irritierend sein, denn in seiner heuti- gen Form ist der Dikoletianpalast, von den Kellern abgesehen, kaum ein geschlossenes Gebäude, sondern bildet im Wesentlichen den alten Stadtkern von Split. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die römischen Überres- te durch weitere Gebäude, Festungselemente und Stadtmauern ergänzt und überbaut und © Fotos: Adobe Stock: tuomaslehtinen (links oben); Kavalenkava (links unten); christopher (Mitte); daliu (rechts)
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