railaxed - HERBST 2023

W er Lust auf einen Job mit Sinn, Entlohnung über dem Kollektiv­ vertrag, Auszahlung der geleisteten Überstunden, 38,5-Stunden-Woche und einem verlässlichen Dienstplan hat, spitze nun die Ohren: Wir investieren kräftig in die Zukunft und bilden in den kommenden fünf Jahren 2.000 Lokführer:innen aus. Alle zwei Wochen starten neue, bezahlte Kurse mit Theorie­ einheiten, Training am Fahrsimulator und später unter Anleitung im echten Fahrbetrieb. Nach 52 Wochen und bestandener Prüfung geht’s dann richtig los! Pro Jahr nutzen 400 Menschen die Möglichkeit auf diesen coolen Job. Bei uns im größten Klimaschutzunternehmen Öster- reichs zu arbeiten, hat aber noch weitere Vorteile: Wie alle ÖBB Mitarbeiter:innen be- kommen auch Lokführer:innen zahlreiche berufliche Perspektiven und Entwicklungs- möglichkeiten im Konzern geboten und ge- nießen attraktive Sozialleistungen und Angebote zur Gesundheitsförderung und -prävention. • R ote Berge auf weißem Hintergrund: Speziell für Tirol wurde ein individuelles Design für den Cityjet Desiro ML (MainLine) entwickelt, das sich auch auf den Sitzen wiederfindet. Die ersten von insgesamt 20 modern ausgestatteten Zügen sind ab Oktober auf der Strecke zwischen Innsbruck und Kufstein im Einsatz. Es folgen nach und nach weitere Strecken wie die zwischen Landeck und Innsbruck sowie ab 2024 die Strecke zwischen Wörgl und Salzburg in beide Richtungen. • Joboffensive: Mit 10.000 PS ans Ziel Neue Cityjet-Garnituren für Tirol ÖBB News Selbständig arbeiten, Verantwortung übernehmen und einen wichtigen Beitrag leisten: Lokführer:innen haben es drauf! Die Zukunft fährt Bahn W ie werden wir uns in Öster- reich in 100 Jahren fort- bewegen? Natürlich ist eine solche Frage nicht wissenschaftlich präzise zu beantworten. Man kann aller- dings aus verkehrswissenschaft- licher Sicht mögliche Szenarien analysieren und einschätzen, wie zukunftstauglich sie sind. Diesen Versuch unternahm das Forschungs- team um Prof. Günter Emberger vom Institut für Verkehrswissen- schaften im Auftrag der ÖBB. Unter die Lupe wurden dabei sowohl Fortbewegungsarten, die es immer schon gab (etwa der Fußmarsch), als auch Science-Fiction-artige Varianten, etwa Hyperloops oder der Transport per Flugdrohne, genommen. Geeignete Transportmittel Nach einer umfassenden Bewertung verschiedener Transportmethoden kamen die Forschenden zu folgen- dem Ergebnis: Für Wege, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen kann, wird es auch in Zukunft keine bessere Alternative geben. Großes Potenzial sieht man auch im öffentlichen Personennah- verkehr und der konventionellen Eisenbahn für mittlere und lange Distanzen. Schlechtere Noten stellt das Team dem Auto aus – und zwar unabhängig von der Antriebsart: Energiebedarf, Flächenverbrauch und Kosten sind vergleichsweise hoch. Ähnlich schlecht schneidet das Flugzeug ab – modernere Ansätze wie Drohnen oder Hyperloops erhalten sogar noch negativere Bewertungen. „Der derzeitige Erfolg des KFZ- und des Flug­ verkehrs liegt vor allem darin begründet, dass diese jahrzehnte- lang politisch gefördert wurden, indem externe Kosten der All- gemeinheit aufgebürdet wurden. Dieses umweltschädliche und sozial ungerechte System ist in Zeiten der drohenden Klimakatastrophe nicht mehr aufrechtzuerhalten“, so Emberger. • Mehr Kapazität auf Schiene U nsere Antwort auf die steigende Bereitschaft der Österreicher:innen, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klima- schutz zu leisten, ist eindeutig: Weitere Doppelstockzüge aus der bestehenden Rahmenvereinbarung mit dem Fahrzeug- hersteller Stadler wurden bestellt – 14 sechsteilige Railjets für den Fernverkehr und 21 vierteilige Cityjets für den Nah­ verkehr mit einem Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro. Schon 2026 sollen die ersten Railjet Doppelstockzüge auf der Weststrecke im Einsatz sein. Mit Fertig- stellung des Semmering-Basistunnels ist auch der Einsatz auf der Südstrecke geplant. Komfort auf Schiene Der neue Railjet Doppelstockzug ermög- licht durch seine Bauweise einen rascheren und komfortableren Fahrgastwechsel dank Niederflur und ist mit dem beschleuni­ gungsstarken Triebwagen für den ge- planten Einsatz auf Fernverkehrsstrecken mit häufigeren Halten bestens geeignet. Er überrascht zudem mit einem modernen Innendesign, bequemen Sitzen, Catering- Zonen mit Automaten für Snacks und Getränke, Steckdosen inkl. USB-Anschluss in jeder Sitzplatzreihe, gratis WLAN und dem Onbord-Portal ÖBB Railnet. Außerdem sind die neuen Züge mit einem modernen Reisendeninformationssystem mit Echtzeit- informationen auf den Monitoren, Klimaautomatik sowie Videoüberwachung ausgestattet. Für Reisende mit ein- geschränkter Mobilität stehen im Mittel- wagen der Garnituren auch eigene Rollstuhlstellplätze mit höhenverstellbaren Seitenwandtischen zur Verfügung. „Nur mit diesen Verkehrsträgern ist das Mobilitäts- bedürfnis der Men- schen weltweit klima-, ressourcen- und sozial gerecht zu befriedigen.“ Prof. Günter Emberger über die Kombination aus aktiver Mobilität (Zufußgehen und Fahrrad) und öffentlichem Verkehr. 72 73 railaxed Herbst 2023 Fotos: OBB/Parzer (großes Foto), OBB/Willinger (kleines Foto) Traumjob gefällig? Mehr zum Thema gibt’s in unserem Jobporträt auf den Seiten 68 bis 70 sowie unter karriere.oebb.at . Fotos: OBB/Stadler Rail (Foto oben), ÖBB/Andreas Scheiblecker (Foto unten)

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