railaxed - FRÜHLING 2024
Přemysl im Jahr 1226 gegründet wurde, absolute Pflicht. Das unterirdische Netz, das bis ins 14. Jahrhundert zurückdatiert, misst 27 Kilometer und wartet stellenweise mit vier Stockwerken auf. Anschließend kann man sich durch die malerischen Gassen mit ihren gut erhaltenen Bürgerhäusern vorbei an der 800 Jahre alten Kathedrale St. Nikolaus, dem gotischen Rathausturm, dem massiven Wolfsturm und der romanischen Rotunde St. Katharina treiben lassen. Auf keinen Fall entgehen lassen sollte man sich den Nationalpark Thayatal (Podyjí). Er ist rund 40 Kilometer lang und bildet ein tief eingeschnittenes, canyonartiges Tal. Zum Abschluss verraten wir noch ein Detail für Feinschmecker:innen: Wer Essig- und Salzgurken liebt, ist in dieser Ecke Süd- mährens genau richtig. Denn die Znaimer Gurken sind das berühmteste landwirt- schaftliche Produkt der Stadt. Mehrere kleinere Hersteller:innen in der Region sorgen dafür, dass die Tradition des speziel- len Einlegens nicht ausstirbt. Der Gemüse- sorte wird alljährlich ein eigenes Gurkenfest gewidmet, das heuer am 2. August über die Bühne gehen wird. • Tipp Nach Břeclav gelangt man ab Wien Hbf 13-mal täglich in knapp einer Stunde mit dem Railjet oder Eurocity, ab Graz gibt es sieben Railjet Direktverbindungen. Außerdem fahren REX- Züge über Wien Florids- dorf nach Břeclav und Znaim. Von dort geht's dann mit Umstieg weiter nach Valtice und Mikulov. Tipp: Zwischen Břeclav und Lednice pendelt von 4. Mai bis 7. September an den Wochenenden ein Nostalgiezug. Südmähren eignet sich ideal zum Radfahren: Gut beschriftete Routen führen entlang von Schlössern, durch den Nationalpark Thayatal und in unzählige geschichtsträchtige Städte. Valtice 26 27 railaxed Frühling 2024 Fotos: Shutterstock/Petr Pajpach (oben), Jizni Morava (unten) Fotos: Max-Mauthner_Gesäuse (großes Foto), Andreas Hollinger_Gesäuse (kleines Foto) Wander:innen, Canyoning-Fans und Kulturaffine finden in der Region jeweils ihr Platzerl für eine erfüllende Auszeit inmitten atemberaubender Landschaft. Text – Christine Buchinger ie wilden Wasser von Salza und Enns treffen im steirischen Gesäuse auf mächtige Berge und Felswände, auf ein Stift und zwei Burgen, auf einen National- park, Natur- und Geopark sowie ein Wildnis- gebiet. Es ist eine Region, in der Besucher:in- nen sowohl Augenweiden und Orte zum Austoben finden können wie auch Kultur- schätze und Plätze der Ruhe. Flora, Fauna, Stille und Berge: Im Gesäuse gibt es viel zu entdecken. Denn rund um das GeoDorf Gams hat UNESCO die Region zum „Global GeoPark“ und Teil des Welterbes ernannt. Dies ist das Prädikat für Gebiete mit reichem geologischen Erbe wie die Steirische Eisenwurzen. Im Nationalpark ragen indes die Gipfel der Hochtorgruppe wie die Zacken einer Krone in den Himmel hinauf. Entlang der Berge und Täler der Enns tummeln sich neben Canyoning-Fans und Kajaker:innen am Wasser auch viele seltene Pflanzen und Insekten, die weltweit einzigartig sind. Zwei weitere Unikate: der größte Urwaldrest des Alpen- bogens im UNESCO-Welterbe Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal sowie eines der letzten Hochmoore der Alpen, das besucherfreund- liche Pürgschachen Moor bei Ardning. Wer die Region ohne Wanderschuhe er- kunden möchte, der findet im Benediktiner- stift Admont samt weltgrößter Klosterbib- liothek ein architektonisches Kleinod, das heuer noch dazu 950-jähriges Jubiläum feiert. Von den Burgen Strechau und Gallenstein aus bieten sich atemberaubende Ausblicke, das Forstmuseum „Silvanum“ und das Köhler- zentrum Hieflau laden ein zur Zeitreise.• D Nationalpark um 113 Hektar erweitert Rechtzeitig zu seinem 21. Jubiläum brachten die ÖBB 113 Hektar neue Flächen in das rund 12.000 m 2 große Naturschutzgebiet ein. Damit wurden die letzten beiden „weißen Flecken“ Hartelsgraben und Bruckstein im Inneren des National- parks erschlossen. Anreise Ab Wien geht es an Wochenenden und Feiertagen zweimal täglich ins Gesäuse, freitags außerdem per Schnellzug – mit Retourverbindung am Sonntag. Am Wochen- ende fährt verdichteter Regionalverkehr in der Region mit zwei Direktverbindungen ab Attnang-Puchheim. Ab Liezen gelangt man täglich per Linienbus ins Gesäuse. Infos: oebb.at/gesaeuse Schnell mal ins ... Gesäuse
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