railaxed - FRÜHLING 2026
„Wohin, kleines Pony?“ nur auf dem zehnten und damit letzten Platz, war Udo Jürgens 1964 und 1965 mit Rang sechs und vier schon erfolgreicher – ehe er 1966 mit dem gefühlvollen Liebeslied „Merci, Chérie“ den ersten Platz belegte. Es sollten 48 (!) Jahre vergehen, ehe wir über den nächsten Triumph jubeln durften: Conchita Wursts Song „Rise Like a Phoenix“ erinnerte 2014 an einen James-Bond-Song: Sieg Nummer zwei! Außerdem setzte die bärtige Dragqueen, Kunstfigur des ehemaligen „Starmania“-Teil- nehmers Tom Neuwirth, ein Statement für Toleranz und Diversität. Ihr Triumph hat mein Leben verändert: Ich bin Teil der „Eurovision Song Contest“-Bubble und habe dadurch viele Freund:innen kennengelernt. Das habe ich ihr bei einem unserer vielen Treffen auch schon einmal gesagt – da flossen dann auch ein paar Tränen … Abgesehen vom dritten Sieg Österreichs (JJ, 2025) gilt: Wo Licht ist, ist auch Schatten. So ist Österreich das erste Land, das als Gastgebernation null Punkte bekommen hat! Getroffen hat es 2015 The Makemakes: Bei „I Am Yours“ sprang der Funke nicht über. Großer Jubel: JJ holte 2025 mit „Wasted Love“ den dritten Sieg für Österreich! Knallig zieht: Käärijä gewann 2023 das Publikumsvoting und landete schließlich mit „Cha Cha Cha“ auf dem zweiten Rang. Dragqueens treffen auf Diktatoren: Let 3 aus Kroatien lieferten 2023 eine schrille Show, 13. Platz! Viele prominente Sänger:innen feierten beim „Eurovision Song Contest“ ihren Durchbruch oder traten bereits als Superstars an – nicht immer erfolgreich. Hier eine kleine Auswahl an bekannten Musiker:innen, deren Teilnahme womöglich überrascht! Eurovision STAR Contest ✰ Domenico Modugno , Italien: 3. Platz mit „Nel blu dipinto di blu“ (1958) , weltbekannt unter „Volare“ und 6. Platz „Ciao, ciao bambina” (1959) ✰ Rudi Carrell , Niederlande: 12. Platz mit „Wat een geluk“ (1960) ✰ Nana Mouskouri , Luxemburg: 8. Platz mit „À force de prier“ (1963) ✰ France Gall , Luxemburg: 1. Platz mit „Poupée de cire, poupée de son“ (1965) ✰ Vicky Leandros , Luxemburg: 4. Platz mit „L’amour est bleu“ (1967) und 1. Platz mit „Après toi“ (1972) ✰ Cliff Richard , Vereinigtes Königreich: 2. Platz mit „Congratulations“ (1968) ✰ Julio Iglesias , Spanien: 4. Platz mit „Gwendolyne“ (1970) ✰ ABBA , Schweden: 1. Platz mit „Waterloo“ (1974) ✰ Olivia Newton-John , Vereinigtes Königreich: 4. Platz mit „Long Live Love“ (1974) ✰ Céline Dion , Schweiz: 1. Platz mit „Ne partez pas sans moi“ (1988) ✰ Toto Cutugno , Italien: 1. Platz mit „Insieme: 1992“ (1990) ✰ Katrina and the Waves , Vereinigtes König- reich: 1. Platz mit „Love Shine a Light“ (1997) ✰ No Angels , Deutschland: 23. Platz mit „Disappear“ (2008) Bonnie Tyler , Vereinigtes Königreich: 19. Platz mit „Believe in Me“ (2013) M it einer Besucher:innenzahl von zuletzt 500.000 Menschen bei dazugehörigen Events in der Host City, rund 166 Millionen TV-Zuse- her:innen und über 1,8 Milliarden Video-Views auf Social Media ist der „Eurovision Song Contest“ eines der international reichweitenstärksten Musik- und TV-Events. Als nationaler Mobilitätspartner des „Eurovision Song Contests 2026“ bringen die ÖBB Fans aus ganz Europa klimafreundlich nach Wien. Als Markenbotschafterin wird eine eigens gebrandete Lok auf Schiene sein. United by Music – moved by ÖBB Måneskin , Italien: 1. Platz mit „Zitti e buoni“ (2021) Blue , Vereinigtes Königreich: 11. Platz mit „I Can“ (2011) Skurril geht immer Mehr ist mehr, so viel ist klar. Waren die Anfänge des „Eurovision Song Contest“ in den 1950ern und 1960ern noch sehr angepasst, wurde vor allem in den letzten Jahrzehnten gerne geklotzt statt gekleckert. Besonders in Erinnerung blieben mir die Auftritte von Lordi 2006 (1. Platz, Finnland – Masken zum Fürchten!), Erika Vikman 2025 (11. Platz, Finnland), Bambie Thug 2024 38 railaxed Frühling 2026 Fotos: EBU/Alma Bengtsson (Foto links), EBU (Foto rechts oben und rechts Mitte), ÖBB (Illustration) Fotos: EBU/Sander Hesterman (großes Foto oben), EBU (kleines Foto oben und Foto unten)
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