railaxed - FRÜHLING 2026

ANDI KNOLL Zur Person Der 1972 in Innsbruck geborene Radio- und Fernsehmoderator kommentiert seit über 25 Jahren den „Euro­ vision Song Contest“ im ORF. Sein Privatleben hält der Medienprofi weitgehend aus der Öffentlichkeit fern. Beruflich scheut er vor keiner Herausforderung zurück – ob beim Testen von Berufen für seine Ö3-Sendung „Knoll packt an“ oder Unfug mit „Work-Bestie“ Mirjam Weichselbraun, wie auf seinen Social-Media-Kanälen zu sehen ist. In Bewegung Musik, Spannung, Unterhaltung Andi Knoll ist ein sympathisches Gegenüber, dessen Stimme Millionen Menschen aus Radio und Fernsehen kennen. Im Mai wird „Mr. Song Contest“ das musikalische Großereignis des Jahres wieder live im ORF kommentieren. Interview – Michaela Hocek angeweile und schlechte Laune? Fehlanzeige. Wie hältst du die Leidenschaft für den Moderatoren- job so konstant? Weil seit 1. April 1994, das war mein erster offizieller Arbeitstag, kein Tag wie der andere ist. Es ist auch nach so langer Zeit jedes Mal frisch und neu. Vor allem habe ich das große Privileg, den Menschen die schönen Dinge des Lebens zu geben: Musik, Spannung, Unterhaltung. Ich muss keine schlechten Nachrichten überbringen. Ich glaube, das färbt auch auf das Gemüt ab. Das Publikum sieht und hört sich nicht satt an dir. Hast du schon mal an Schauspielerei gedacht? Ich habe bei „Schnell ermittelt“ mal eine Leiche gespielt. Für diverse Insta-Reels muss ich immer mal wieder „schauspielern“. Aber generell finde ich, dass es so ziemlich das Gegenteil vom Moderieren ist, wo man ja man selbst bleiben soll. Außerdem sollte man wirklich können, was man macht. Obwohl, mal einen richtig miesen Ty- pen zu spielen, wäre schon auch lustig. Für „Knoll packt an“, das „Weih- nachtswunder“, den „Eurovision Song Contest“, „Dancing Stars“, die Romy-Verleihung etc. bist du häufig unterwegs. Magst du Zugreisen? Ich liebe das Zugfahren. Ich habe gar kein Auto und finde es in der Stadt wahnsinnig sinnlos und über lange Strecken einfach Zeitverschwen- dung, selbst am Steuer zu sitzen. Im Zug kann man z. B. sehr gut Frage­ bögen beantworten und gleich nach- her aufs Klo gehen, ohne Zeit zu ver- lieren. Außer er hat Verspätung, was ja kaum vorkommt ... hüstel. Du siehst sportlich aus: Traust du dir zu, einen passablen Jive aufs Parkett zu legen? Danke für das Kompliment! Ich bin mal mehr, mal weniger sportlich. Beim Tanzen ist es wie bei der Schau- spielerei: Das sollen die machen, die es können. Ich tanze nur mit mir selbst. Herzensprojekt Ö3-Weihnachts- wunder: Du warst zum 11. Mal da- bei. Wie fällt deine Bilanz 2025 aus? Die Spendenbilanz sind 5,5 Millio- nen Euro für Menschen, die voll- kommen unverschuldet und sehr plötzlich in Notlagen kommen. Danke an alle in der Ö3-Gemeinde, die ge- spendet haben. Persönlich war es ein- fach wieder sehr schön, bei diesem zauberhaften, bizarren, wunderbaren Weihnachtszirkus dabei zu sein. Er- neut in Salzburg zu sein, wo alles be- gonnen hat, hat deutlich gemacht, wie viel sich in vielen Bereichen weiterentwickelt hat, wie viel größer es geworden ist, doch im Kern gleich- geblieben ist: Es ist die tollste Radio- sendung, die man machen kann. Wann hat Andi Knoll Sendepause? Wie und wo erholst du dich im Urlaub? Das Schöne an Radio und Fern­ sehen ist ja, wenn die Sendung vor- bei ist, ist erst mal Pause. Ich muss meistens keine langfristigen Projekte mit mir herumtragen, bin relativ bald im Entspannungsmodus. Erholen kann ich mich beim sinnlosen Sachenschauen am Laptop, aber noch besser in den Bergen. Im Sommer zu Fuß, im Winter mit Skiern unten dran ... und einmal im Jahr Italien. Mehr brauch ich nicht, ich bin eh das ganze Jahr unterwegs. Das Jahr ist noch relativ jung. Was wünscht du dir für 2026? „Relativ jung“ ... jetzt habe ich zu- erst geglaubt, du meinst mich. Also ich wünsche mir für 2026 Weltfrieden! Das wünsche ich mir jedes Jahr – hof- fen kann man ja! Und für mich persön- lich, dass alles so bleibt, wie es ist. • 65 64 Foto: Hitradio Ö3/Roman Pfeiffer Interview railaxed Frühling 2026

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