railaxed – HERBST 2026
SIMON SCHWARZ & MANUEL RUBEY Zu den Personen Jüngst mit dem österreichischen Filmpreis als bester Schauspieler im Film „Perla“ ausgezeichnet, stand Simon Schwarz diesen Sommer mit seinem „Partner in Crime“ Manuel Rubey für den Film „Halbweg“ vor der Kamera, der 2027 im ORF gezeigt wird. Besonders freuen sie sich auf den Start ihres Kabarettprogramms „Liebe“. Premiere wird am 7. Jänner im Wiener Stadtsaal gefeiert, bevor die beiden durch Österreich und Deutschland touren. Alle Termine im Überblick: schwarzundrubey.com In Bewegung Menschen analysieren unsere Filme im Zug Manuel Rubey und Simon „Black“ Schwarz sind kongeniale Partner, wenn es um Kreativität, Freundschaft, Klamauk und auch ernste Themen geht. Kabarett, Schauspiel, Podcast: Im Interview geben die sympathischen Multitalente Einblicke in ihren beruflichen und privaten Alltag. Interview – Michaela Hocek uer Podcast „Schwarz & Rubey“ erfreut sich zunehmender Beliebt- heit. Ihr selbst scheint es manchmal nicht glauben zu können. Wie hat das „Witzeln und Philosophieren on air“ begonnen? Manuel: Wir wollten einfach mehr Zeit miteinander verbringen. Da wir beide viel arbeiten, kam ich auf die Idee, gemeinsam ein Kabarettpro- gramm zu machen. Als wir dann an einem schönen Frühlingstag mit dem Hund spazieren waren, fragte ich Simon. Er sagte unter einer Bedingung zu: „Dann musst du mit mir einen Podcast machen.“ Es war also ein klas sischer Kuhhandel. Außerdem hätten wir im Podcast auch darüber sprechen können, wenn uns das Schreiben des Programms nicht geglückt wäre. „Gegensätze ziehen sich an“ oder „Gleich und gleich gesellt sich gern“: In welchem Sprichwort erkennt ihr euch eher wieder? Simon: Beides trifft zu. Obwohl wir äußerlich recht unterschiedlich sind, finden wir uns eher im zweiten wieder. Wir teilen viele altmodische Dinge und Werte wie z. B. Höflichkeit oder Pünkt- lichkeit – deswegen fahren wir übrigens auch lieber mit den ÖBB als mit der DB. In den wesentlichen Dingen sind wir ei- ner Meinung. Sonst wäre es unmöglich, so viel Zeit miteinander zu verbringen. Bei eurer Freundschaft und be- ruflichen Verflechtung hat man oft das Gefühl, dass kein Blatt zwischen euch passt. Wie gehen eure Familien damit um? Manuel: Gut. Wir haben tolle Familien. Letztens kam es aber zu einer skurrilen Situation. Ich gratulierte dem Ehepaar Schwarz-Makarová zum Hochzeitstag und bekam die Antwort: „Danke, aber mein Mann verbringt diesen wieder einmal mit dir.“ Grundsätzlich sind unsere Familien daran gewöhnt, dass unser komischer Beruf auch komische zeitliche Gesetzmäßigkeiten hat. Im Moment sind wir ihnen besonders dankbar, weil wir auch noch jede freie Minute an unserem neuen Programm „Liebe“ arbeiten, das am 7. Jänner Premiere hat. Ihr seid ja begeisterte Öffi- und Bahnfahrer. Wie oft seid ihr auf Schienen unterwegs? Simon: Wir reisen zu Dreharbeiten und auf Tour gerne mit den ÖBB. Also ziemlich oft. Lustig, abstrus, unerwartet: Was habt ihr mit Fans auf Reisen erlebt? Manuel: Es gibt zwei Szenarien. Entweder die Leute reden uns an. Oder Simon redet die Leute an. So erleben wir die schönsten, berührendsten und absurdesten Reisegeschichten. Un angenehm ist, dass wir schon öfter „heimlich“ gefilmt wurden. Oder dass Menschen im offenen Abteil glauben, wir hören sie nicht, wenn sie ein wenig zu laut unsere Filme analysieren. Anfang nächsten Jahres geht ihr mit eurem neuen Programm „Liebe“ auf Tour. Wie lange hat die Geburt gedauert? Simon: Es war diesmal ein sehr lan- ger Weg. Wir haben drei Jahre daran gearbeitet, bis wir herausgefunden haben, welchen Aspekt der Liebe wir erzählen wollen. Nun denken wir, dass wir einen sehr berührenden Zugang gefunden haben, aber mehr wollen wir noch nicht verraten, weil die Menschen ja neugierig werden sollen. Was macht eine richtig gute Liebeserklärung aus? Manuel: Da müssen wir leider noch drei weitere Jahre arbeiten, bis wir das wissen. Aber sie sollte humorvoll sein. • E 65 64 Foto: Ingo Pertramer Interview railaxed Herbst 2026
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