railaxed – SOMMER 2026

Ein wechselndes Angebot an heimischen Filmen, Serien und Dokumentationen steht Reisenden im Railjet bzw. Cityjet kostenlos via „ÖBB Railnet (Regio)“ zur Verfügung. Für Unterhaltung und Informa- tionen einfach am Smart- phone, Tablet oder Note- book während der Fahrt ins WLAN „ÖBB“ einloggen und auf railnet.oebb.at gehen. Film ab! Sehen Kurztipps Kriegserklärung Kampfbereit: In der dritten Staffel von „House of the Dragon“ (ab 22. Juni auf Sky) eskaliert der „Dance of the Dragons“ zu einem offenen Krieg zwischen den „Grünen“ und den „Schwarzen“. Zwiegespalten Spin-off: Vielen aus dem Yellow- stone-Uni- versum bereits bekannt, erhält die „Dutton Ranch“ eine eigene Serie auf Paramount+. Darin suchen Beth und Rip eine gemeinsame Zukunft. Echte Pioniere Familienserie: In „Unsere kleine Farm“ kämpft sich die Familie Ingalls ab 9. Juli auf Netflix durch den unwirtlichen US-amerikanischen Westen und zeigt das harte Leben im Frontier-Gebiet. Unterhaltung im Zug Gerlinde Vierziger Filmspuren Klischee widerlegt Stark. Dass der erste Eindruck oft trügen kann, zeigt die Filmreihe „Legally Blonde“. Darin beweist die scheinbar oberflächliche Elle Woods ihrem Freund, dass sie nicht nur hübsch, sondern auch clever ist, indem sie sich an der renommierten Harvard Law School einen Namen macht. In der neuen Serie „Elle“ verfolgen wir das Leben der unkonventionellen Frau in ihren High-School-Jahren und können hautnah miterleben, welche Erlebnisse sie zur ikonischen Filmfigur formten. Dabei wird rasch klar, und diesen Gedanken nehme ich persönlich nur zu gerne aus der Serie mit, dass wir uns immer gegen Vorurteile durchsetzen müssen – und zwar indem wir unsere Kritiker:innen durch unser Handeln eines Besseren belehren. Fazit: eine herrliche Coming-of-Age-Story. Fotos: Apple TV (großes Bild), Prime Video (Bild rechts), 2023 Home Box Office, Inc. All rights reserved. (Cover links unten), Paramount+ (Cover Mitte unten), Eric Zachanowich/Netflix (Cover rechts), © Blagovesta Bakardjieva, carolineseidler.com (Bild äußerst rechts unten) Eine Meisterin der Täuschung Ausgetrickst. Die abgebrühte „Lucky“ hat eine komplizierte Vergangenheit. In einer kriminellen Familie auf­ gewachsen, ist der Weg in ein Leben als Trickbetrügerin schon früh vor­ gezeichnet. Im Grunde ihres Herzens möchte die junge Frau jedoch ein ehrliches Leben führen. Als der letzte große Coup schiefgeht, findet sie sich plötzlich im Fadenkreuz von skrupel­ losen Gangsterbossen und einer Schar FBIAgenten wieder. Zudem meldet sich wiederholt ihr schlechtes Ge­ wissen. Kann sich Lucky letztendlich eine bessere Zukunft erkämpfen? Zum Cast gehören neben Anya TaylorJoy auch Annette Bening und Timothy Olyphant. Die rasante und spannende CrimeThrillerSerie startet am 15. Juli auf Apple TV. • Anya TaylorJoy als Trickbetrügerin in „Lucky“ (Apple TV). Sachbuch- Tipp! Lesen Über den Tellerrand geblickt Roman. Oz lebt mit ADHS, tut sich schwer beim Lernen und ist einfach anders. Eines Tages, auf dem Heimweg von der Schule, hat er sehr mit sich zu kämpfen. Ihm ist wirklich etwas äußerst Blödes passiert und so wünscht er sich zumindest eine kleine Katastrophe, damit der Brief, den er seiner Mutter von der Lehrerin über­ geben muss, keine große Beachtung findet. Zu Hause angekommen, ist dann tatsächlich etwas geschehen. Ann ist völlig aus dem Häuschen, denn die ZillyOma, die in den Bergen lebt, ist verschwunden ... Birgit Birnbacher beschreibt in „Sie wollen uns erzählen“ (Zsolnay) mit viel Einfühlungsvermögen die Geschichte von Oz und den Heraus­ forderungen seines Alltags. • Eine Straße, viele Leben Mit seinem neuen Roman bricht Robert Seethaler Erzählstrukturen auf. Er verfolgt keinen klassi- schen Erzählstrang, son- dern lässt die Bewoh- ner:innen der Heidestraße mit all ihren unterschiedlichen Stimmen und Gedanken sprechen – und zeichnet doch ein großes, ganzes Bild, nämlich das vom Leben. (Verlag Claassen) Kathi liest Vom ( nicht ) Gehen Wer wie ich i m Besitz eines Hundes ist, erreicht locker eine Schrittanzahl im gesundheits­ fördernden Bereich. Auf einem Pilgerweg nach Rom gelingt das erst recht, man bekommt jedoch vor lauter Schritten mitunter schmerzhafte Fußerweiterungen in Form von Blasen, aber auch Horizonterweiterungen – was mein Bahnkollege Jürgen Bozsoki in „Mission PetrusMarsch“ unter­ haltsam schildert. Einen Fuß vor den anderen setzen zu können, ist Viola Decker, Protago­ nistin in Ursula Poznanskis Thriller „Das Signal“, nach einem Unfall nicht mehr möglich – ihr wird ein Bein amputiert. Ihr Mann Adam küm­ mert sich rührend, weckt jedoch bald Violas Misstrauen. Unentdeckt von den Argusaugen einer wort­ kargen Pflegerin beschafft sich Viola durch GPSTracker Infos über Adams Aufenthaltsorte. Rasch wird klar: Der Mann lügt, dass sich die Balken biegen. Ein Thriller, der so spannend ist, dass es sich negativ auf die Schrittbilanz auswirkt – man klebt bis zur letzten Zeile auf der Couch. Ursula Poznanski Das Signal (Droemer Knaur) Katharina Helm Foto: Erika Mayer (großes Bild), Zsolnay (Cover oben), Claassen (linkes Bild unten), Zsolnay (Sachbuch) Mit einem 40 Jahre alten VW-Bus von Wien nach China und zurück? „Falter“-Reporter Lukas Matzinger hat dieses Abenteuer gewagt und beschreibt in „Ohne Kalaschnikow schlaf ich schlecht“ (Zsolnay) eine ein- zigartige Reise mit unvorher- sehbaren Begegnungen. Ins Reich der Mitte 60 61 railaxed Sommer 2026

RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz