ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
107 Konzern- lagebericht Öst erreichische Bundesbah nen-Holding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 64 Dabei fließen bestehende Analysen wie die seit 2022 laufende Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse, jedoch auch die Analyse klimabedingter Übergangsrisiken und -chancen mit ein. In diesem Prozess wurde der gesamte ÖBB Konzern mit sämtlichen Teilkonzerngesellschaften sowie Teile der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette betrachtet. ESRS E1.IRO-1.20.b Die für das Geschäftsjahr 2025 erstmalig durchgeführte Analyse klimabedingter Übergangsrisiken und -chancen basiert auf den Annahmen und Parametern des Szenarios „Transition“ der österreichischen Umweltbundesamts. Die verwendeten Zeithorizonte der Resilienzanalyse entsprechen denjenigen der Klimarisikoanalyse . Zur Beurteilung der Resilienz des Geschäftsmodells wurde eine Überleitung der identifizierten Bruttorisiken zu den entsprechenden Nettorisiken vorgenommen. Dabei wurde analysiert, in welchem Ausmaß bestehende oder geplante Maßnahmen – insbesondere Klimaschutzmaßnahmen sowie Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel gemäß ESRS zur Reduktion dieser Bruttorisiken beitragen können. Es hat sich gezeigt, dass der Klimawandel zu Veränderungen in wirtschaftlichen, regulatorischen und technologischen Rahmenbedingungen führt. Ergänzend wurden physische Risiken durch häufiger auftretende Extremwetterereignisse identifiziert, die den ÖBB Konzern negativ beeinträchtigen können. Für die als risikobehaftet identifizierten Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten wurden konzernweit spezifische Strategien, Ziele und Maßnahmen gemäß ESRS E1 - 3 und E1 - 4 entwickelt, für deren Umsetzung entsprechende finanzielle Ressourcen vorgesehen sind, sodass der ÖBB Konzern sein Geschäftsmodell an die Folgen des Klimawandels anpassen und gegenüber wesentlichen Klimarisiken resilient bleiben kann. ESRS E1.SBM-3.19.a, b, c, AR.7.b, c Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Die ÖBB haben Strategien (Konzepte), Policies / Regelungen zur Bewältigung der Auswirkungen / Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel definiert. Deren Ziel ist es, diese Themenstellungen zu managen, die Herausforderungen zu bewältigen sowie Verbesserungspotenziale gezielt und strukturiert anzugehen und umzusetzen. Nachfolgend werden die wesentlichsten – zusätzlich zur Konzernstrategie – unterstützenden Strategien / Konzepte und Regelungen angeführt. ESRS E1-2.24, 25 Nr. Konzepte 1) Beschreibung 2 ) E1-K-1 Übergangsplan für den Klimaschutz (vormals ÖBB Klimaschutz- strategie) Klimaschutz ist ein wichtiger Teil der ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie und nimmt damit einen wesentlichen Stellenwert in der Ausrichtung des Unternehmens ein. Das Verständnis der ÖBB zum Thema „Klimaschutz“ inklusive Ziele, Strategien / Geschäftsmodell zur Erreichung der Klimaneutralität 2050, Informationen über Investitionen und auch die wesentlichen Dekarbonisierungshebel sind im ÖBB Übergangsplan für den Klimaschutz dargestellt. E1-K-2 Anpassung an den Klimawandel Der Klimawandel stellt weltweit eine der größten Herausforderungen dar. Klimabedingte Veränderungen beeinflussen eine Reihe von Sektoren, Systemen und Institutionen. Anpassung an den Klimawandel ist Teil der ÖBB Nachhaltigkeitsstrategie. Die zugehörigen strategischen Konzepte betreffen vor allem Infrastruktur und Assets, die für eine sichere Betriebsführung und hohe Streckenverfügbarkeit entscheidend sind. Der Schutz dieser Anlagen und Minimierung von Störungen hat oberste Priorität, um Beeinträchtigungen für Kund:innen und Mitarbeiter:innen zu minimieren. Wichtige Maßnahmen sind Prävention, Monitoring und Frühwarnsysteme. Die Stoßrichtungen wurden im Jahr 2025, wo möglich, weiter konkretisiert und mit zusätzlichen Maßnahmen ergänzt. Dies wird die kommenden Jahre fortgesetzt. E1-K-3 Energiestrategie Die ambitionierten Ziele der Energiestrategie bis 2030+: Durch den Ausbau und die Modernisierung der eigenen Wasser-, Solar-, und Windkraftanlagen soll der Eigenversorgungsgrad beim Bahnstrom in Kooperation mit Partnern von 60 auf 80 % steigen. Außerdem soll die innerbetriebliche Energieeffizienz beispielsweise durch die Modernisierung des Bahnstromnetzes oder die Gebäudeoptimierung um 25 % erhöht werden. Die gesetzten Maßnahmen sollen vor allem dazu beitragen, dem Konzern im Energiebereich mehr Unabhängigkeit zu verschaffen. 1) Strategien / Konzepte werden vom Vorstand der ÖBB-Holding AG beschlossen und finden Anwendung für den gesamten ÖBB Konzern. 2) ESRS 2.MDR-P.65.a, b, c. Weitere Überlegungen zu strategisch relevanten Themen in Bezug auf Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel werden nachfolgend angeführt. Sustainable Finance Mit der Veröffentlichung des Sustainable-Finance-Frameworks (2023, Update 2025) integriert die ÖBB Nachhaltigkeitsparameter in ihre Finanzierungsformen. Dies gilt für kapitalmarktorientierte ÖBB Gesellschaften und stärkt durch Transparenz die Glaubwürdigkeit gegenüber Kapitalgebern. Weitere Details finden sich in Kapitel E.4. Governance Information unter „Unternehmensspezifische Informationen“. LB64 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
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