ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

117 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 74 E2 Umweltverschmutzung Der Sektor Verkehr ist in Österreich für rd. 16 % der Feinstaub-PM10-Emissionen und für rd. 50 % der Stickstoffoxidemissionen (Teil der klassischen Luftschadstoffe) verantwortlich 41 . Zusätzlich zu den Treibhausgasemissionen (Hinweis: THG-Emissionen siehe Kapitel E.2. Umweltinformation unter „E1 Klimawandel“ werden auch klassische Luftschadstoffe emittiert. Diese entstehen im ÖBB Konzern vorrangig durch Schienen-, Bus- und innerbetrieblichen Verkehr mit Diesel sowie durch fossile Heizanlagen (fossile Brennstoffe). Die ÖBB wollen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie alle umwelt- und gesundheitsbelastenden Emissionen reduzieren. Da der Schienenverkehr künftig weiter zunimmt, sollen wirkungsvolle Maßnahmen Belastungen für Anrainer:innen und Natur minimieren und gleichzeitig Komfort und Sicherheit für Kund:innen verbessern. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Die allgemeine Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, finanzieller Risiken und Chancen ist umfassend in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet und kann bei Bedarf in diesem Abschnitt nachgelesen werden. Zur Bewertung der Auswirkungen sowie der finanziellen Chancen und Risiken zum Thema „Umweltverschmutzung“ analysierten die ÖBB Mitte 2024 die Umweltauswirkungen für ausgewählte Standorte und innerhalb der Geschäftstätigkeiten des Konzerns. Dabei dienten die Standortgröße sowie frühere Vorfälle von Umweltverschmutzung als entscheidende Kriterien. In der Analyse wurden potenzielle Schadstoffaustritte in Luft, Wasser und Boden sowie der Einsatz von Chemikalien einschließlich besorgniserregender und besonders besorgniserregender Stoffe, betrachtet. Die Basis bildete die Arbeit der Umweltmanager:innen und Sicherheitsfachkräfte, die regelmäßig Gefahrenstoffe auf umweltfreundlichere Alternativen prüfen und entsprechende Betriebsanweisungen erstellen. Durch regelmäßige Audits wird die korrekte Handhabung dieser Stoffe sichergestellt. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess trägt dazu bei, Umweltrisiken zu minimieren. ESRS E2.IRO-1.11.a Im Herbst 2024 wurden externe Stakeholder:innen mit Fachwissen im Bereich Umweltverschmutzung wie beispielsweise Vertreter:innen aus Wissenschaft und Forschung, Schutzgebietverwaltungen und NGOs mit themenspezifischem Fachwissen einbezogen. Sie erhielten einen Onlinefragebogen und konnten darin ihre Einschätzung zu den Auswirkungen, Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit der ÖBB abgeben. Ein internes Update der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde 2025 durchgeführt, die zugehörigen Ergebnisse finden sich in der unten angeführten Tabelle. ESRS E2.IRO-1.11.b Nach den Vorgaben der ESRS werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung negativer Auswirkungen auf Umweltverschmutzung im Bericht nicht als „positive Wirkung“ ausgewiesen, sondern als präventive oder mindernde Maßnahmen dargestellt. Aus der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben sich die folgenden wesentlichen tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern ergeben: Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeit- horizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette (WK) bei Auswirkungen 3) Unterthema: Luftverschmutzung E2-A-1 Durch die Verbrennung von erdölbasierten Energieträgern beim Heizen von Gebäuden sowie im Straßen- und Schienenverkehr entstehen Luftschadstoffe. Negativ Kurzfristig Eigene Geschäftstätigkeiten Standort: Züge am Schienen- wie auch Busse am Straßenverkehrsnetz (Auswirkung nicht standortgebunden) sowie Gebäude 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat zu geringfügigen Anpassungen (Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance, Zeithorizont und Angaben zur Wertschöpfungskette) im Vergleich zum Vorjahr geführt. ESRS 2.SBM-3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Die Konzepte zur wesentlichen Auswirkung E2-A-1 werden in Kapitel E.2. Umweltinformation unter „E1 Klimawandel“ bei der Dekarbonisierungsstrategie angeführt, da die Reduktion von CO 2 -Emissionen unmittelbar mit der Verringerung von Luftschadstoffen, die die Umwelt belasten, verbunden ist. 41 Quellen: Umweltbundesamt, VCÖ 2025; VCÖ zum Weltumwelttag: Verkehr ist in Österreich weiterhin ein großes Umweltproblem – Mobilität mit Zukunft LB74 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

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