ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

119 Konzern- lagebericht Öste rreichische Bundesbah nen-Holding Aktiengesellscha ft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 76 Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeit- horizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette (WK) bei Auswirkungen 3) Unterthema : Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts E4-A-1 Verbreitung von invasiven, gebietsfremden Arten durch den Transport von Gütern auf der Schiene, entweder am Transportgut oder am Transportmittel. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten E4-A-2 4) Aufgrund von Flächeninanspruchnahme (Versiegelung durch die Errichtung von Verkehrsinfrastruktur, Bürostandorten, Werkstätten etc.) erfolgt eine permanente oder temporäre Lebensraumveränderung und Biodiversitätsverlust. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte WK Unterthema: Auswirkungen auf den Zustand der Arten E4-A-3 Durch den Bahnbau und -betrieb (Vogelanprall, Tierkollision auf Gleisen, Elektrokution) gibt es direkte negative Auswirkungen auf die Fauna. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte WK E4-A-4 Durch die Errichtung und den Betrieb von Verkehrsinfrastruktur (Barrierewirkung) wie Eisenbahninfrastrukturanlagen, Energieerzeugungs- und -übertragungsanlagen werden Lebensräume für verschiedene Tiere zerschnitten und zerstört. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte WK Unterthema: Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand der Ökosysteme E4-A-2 4) Aufgrund von Flächeninanspruchnahme (Versiegelung durch die Errichtung von Verkehrsinfrastruktur, Bürostandorten, Werkstätten etc.) erfolgt eine permanente oder temporäre Lebensraumveränderung und Biodiversitätsverlust. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte WK 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48 c. 2) Die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat zu geringfügigen Anpassungen (Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance, Zeithorizont und Angaben zur Wertschöpfungskette) im Vergleich zum Vorjahr geführt. ESRS 2.SBM-3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. 4) Mehrfachnennung der Auswirkung in der Tabelle, da Auswirkung für mehrere Unterthemen wesentlich ist. Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell Für den ÖBB Konzern wurde eine Bewertung der Resilienz des Geschäftsmodells und der Strategie gegenüber Risiken im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen durchgeführt. Für die Bewertung wurde der LEAP-Ansatz (Locate, Evaluate, Assess, Prepare) 42 gemäß ESRS herangezogen. Die Basis bildet die Doppelte Wesentlichkeitsanalyse einschließlich der getroffenen Annahmen und Zeithorizonte. Sie umfasst die ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen der eigenen Tätigkeiten sowie der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Weitere Informationen dazu finden sich in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ . Diese Angaben sind auch in der Nichtfinanziellen Erklärung des Lageberichts der ÖBB-Infrastruktur AG enthalten. Zusätzlich dazu wurde im Anschluss eine vertiefende Recherche vorgenommen. Für den Teilkonzern ÖBB Infrastruktur wurden zusätzlich Erkenntnisse aus den Stakeholder:inneninterviews der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse mit Fachexpert:innen im Bereich Biodiversität berücksichtigt. Es wurden keine wesentlichen negativen Auswirkungen für betroffene Gemeinschaften in Bezug auf spezifische Standorte sowie Ökosystemdienstleistungen festgestellt. ESRS E4- 1.13.a, b, c, d, f, 17.e Im ersten Schritt wurden 2025 die relevanten Standorte des ÖBB Konzerns (inkl. Teilkonzern ÖBB Infrastruktur, bereits 2024) definiert und die wesentlichen Auswirkungen der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse betrachtet. Dabei wurden die jeweiligen Abhängigkeiten analysiert, welche in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ ausgewiesen sind. Es wurden für den ÖBB Konzern keine wesentlichen Abhängigkeiten in direktem Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen festgestellt. Ökosystemdienstleistungen sind für den ÖBB Konzern und damit auch für die Bewertung der Abhängigkeiten nicht wesentlich und wurden dementsprechend nicht weiter betrachtet. Im Zuge der Analyse wurde eine Auswirkung als relevant identifiziert: Durch den Transport auf der Schiene kann es unmittelbar zur unabsichtlichen Verbreitung invasiver, gebietsfremder Arten kommen, welche entweder am Transportgut oder am Transportmittel mitgetragen werden. Eine detailliertere Analyse ist aufgrund nicht vorhandener Daten nicht möglich. Es werden keine konkreten Strategien und Konzepte zu dieser Auswirkung erarbeitet oder angeführt. Zusätzlich wurden für den Teilkonzern ÖBB Infrastruktur Abhängigkeiten in Verbindung mit dem Klimawandel erkennbar, welche thematisch durch Angaben in der Nichtfinanziellen Erklärung des Lageberichts der ÖBB-Infrastruktur AG in Kapitel E.2. Umweltinformationen unter „E1 Klimawandel“ abgedeckt sind. ESRS E4-2.17.a, b 42 Der LEAP-Ansatz ist eine vierstufige Methode: 1. Ermittlung wesentlicher Standorte in Bezug auf Biodiversität (Locate), 2. Bewertung der Auswirkungen der Standorte (Evaluate), 3. Beurteilung der Risiken und Chancen bezüglich Biodiversität (Assess), 4. Entwicklung von Strategien und Maßnahmen (Prepare). LB76 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz