ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
125 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 82 Flächenbilanz des Teilkonzerns ÖBB Infrastruktur *) in km² 2025 2024 Veränderung Veränderung in % Gesamtfläche 190,8 190,8 0 0 Verwaltete Nettogrundfläche aller Gebäude (inkl. Verkehrsstationen) 8,3 8,5 -0,2 -2 Nettogrundfläche der Gebäude (ohne Verkehrsstationen) 2,5 2,6 -0,1 -4 Sonstige Freiflächen (Gärten, Wiesen, Böschungen etc.) 6,5 6,7 -0,2 -3 Park & Ride-Anlagen 1,4 1,3 0,1 8 *) Unternehmensspezifische Angaben in Zusammenhang mit IRO E4-A-1 nach ESRS 2.SBM-3.48.h. Der Teilkonzern ÖBB Infrastruktur muss aufgrund eisenbahnrechtlicher Verpflichtungen für den sicheren Bahnbetrieb die Gleisanlagen möglichst frei von Vegetation halten. Um negative Umweltauswirkungen zu minimieren, wird mittels Grünerkennung nur tatsächlich vorhandener Pflanzenbewuchs behandelt. Zudem wird an nicht chemischen Verfahren zur Vegetationskontrolle geforscht. Kennzahlen im Hinblick auf chemische Vegetationskontrolle 1) 2025 2024 Veränderung Veränderung in % Menge an eingesetzten Wirkstoffen pro Jahr in kg 7.113 2) 1.288 5.825 452 Auf Vegetation kontrollierte Gleiskilometer 9.155 8.020 1.135 14 Auf Vegetation kontrollierte Flächen in ha 6.277 5.496 781 14 Behandelter Anteil der kontrollierten Flächen 31 % 30 % 1 3 1) Unternehmensspezifische Angaben in Zusammenhang mit IRO E4-A-2 nach ESRS 2.SBM-3.48.h. 2) 2025 wurde der neue Wirkstoff Pelargonsäure eingesetzt. Dieser zeichnet sich durch eine sehr rasche biologische Abbaubarkeit aus. Durch die reine Kontaktwirkung auf die Pflanzen sind wesentlich höhere Aufwandsmengen im Vergleich zu systemischen Herbiziden für die Behandlung erforderlich. E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Die Kreislaufwirtschaft gewinnt in den ÖBB zunehmend an Bedeutung, um Ressourceneffizienz zu steigern und Umweltbelastungen zu reduzieren. Durch Maßnahmen wie Materialwiederverwendung, Reparaturen und nachhaltige Beschaffung integriert der Konzern kontinuierlich die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft (KLW) in seine Prozesse. Dies trägt dazu bei, die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit langfristig zu sichern und gleichzeitig die Effizienz sowie Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Die allgemeine Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen wird gesamthaft in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet und können bei Bedarf in diesem Abschnitt nachgelesen werden. ESRS E5.IRO-1.11.a Zur Ermittlung wesentlicher Auswirkungen sowie finanzieller Risiken und Chancen wurden im Jahr 2024 neben ÖBB Expert:innen auch ausgewählte Stakeholder:innen über einen Onlinefragebogen zu den potenziellen Auswirkungen von E5 auf die Geschäftstätigkeit der ÖBB befragt. Ergänzend dazu fand im Herbst 2024 ein Stakeholder:innen-Round- Table mit relevanten Branchenvertreter:innen statt, um vertiefende Informationen zu sammeln und zu diskutieren. Die ÖBB Expert:innen analysierten die potenziellen und tatsächlichen Umweltauswirkungen, Risiken und Chancen der Geschäftstätigkeiten mit Fokus auf den Ressourcenzufluss sowie den -abfluss einschließlich Abfällen. ESRS E5.IRO-1.11.a, b Das folgende Kapitel stellt die Konzepte, Ziele und Maßnahmen vor, mit denen der Konzern negative Auswirkungen reduziert und positive Effekte fördert. Nach den Vorgaben der ESRS werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung negativer Auswirkungen auf „Kreislaufwirtschaft“ im Bericht nicht als „positive Wirkung“ ausgewiesen, sondern als präventive oder mindernde Maßnahmen dargestellt. Aus der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben sich die folgenden wesentlichen tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern ergeben: LB82 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
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