ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
133 Konzern- lagebericht Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 90 Im Berichtszeitraum 2025 wurden nachstehend genannte wesentliche Ressourcenzuflüsse ermittelt: Ressourcenzufluss 1) 2025 2024 Veränderung 2) Gesamtgewicht der verwendeten Produkte und Materialien in Tonnen 2.875.988,1 3) 3.328.686,5 3) -13,6 % davon Produkte 4) in Tonnen 1.536.676,0 3) 1.934.454,2 3) -20,6 % davon technische Materialien 4) in Tonnen 1.333.828,5 3) 1.388.331,6 3) -3,9 % davon biologische Materialien 4) in Tonnen 5.483,6 5.900,6 -7,1 % Anteil biologischer Materialien, die zertifiziert nachhaltig beschafft wurden und für die Herstellung der Produkte sowie Dienstleistungen der ÖBB verwendet wurden in Prozent 0,2 0,1 0,1 % Gewicht der zur Herstellung der Produkte und Dienstleistungen verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien in Tonnen 30.893,6 3) 26.701,6 3) 15,7 % Gewichtsanteil in Prozent 1,1 0,8 0,3 % 1) ESRS E5-4.31.a, b, c. 2) Aufgrund von variierendem Projektgeschehen und Teuerungen kommt es bei den Materialzuflüssen zwischen den Berichtsjahren zu Schwankungen von über 5 %. 3) Die angegebenen Massen enthalten Schätzungen, welche von Unsicherheiten behaftet sind. 4) Produkte umfassen alle anderen wesentlichen Ressourcenzuflüsse exkl. des technischen und biologischen Materials; technisches Material umfasst Grundstoffe (vgl. engl. Primary Commodities), die unbearbeitete oder lediglich geringfügig bearbeitete Güter sind; biologisches Material bezeichnet organische Stoffe, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden und aus land- bzw. forstwirtschaftlicher Produktion stammen. Die Berechnung des Massenzuflusses erfolgt aus unterschiedlichen Quellen. Die Methodik kann dabei in Activity-based (Ermittlung auf Basis der tatsächlich beschafften technischen Mengen) oder Spend-based (Umrechnung von finanziellem Beschaffungsvolumen einzelner Warengruppen in repräsentative Massenanteile) unterschieden werden. ESRS E5-4.32 Über 90 % der Ressourcenzuflüsse im Konzern werden durch die ÖBB-Infrastruktur AG beschafft. Die Berechnung erfolgte überwiegend Activity-based auf Basis des Rahmenplans, dem zentralen Finanzierungsinstrument für Neubau- und Instandhaltungsprojekte. Zur Verknüpfung der Finanzmittel mit den verbauten Mengen wurden Daten aus den zuständigen Geschäftsbereichen herangezogen, wobei der SCHIG-Bericht der Schieneninfrastruktur- Dienstleistungsgesellschaft mbH als Grundlage diente. Dieser enthält die geplanten Massen für die Geschäftsjahre 2022, 2023 und 2024. Für 2025 wurden die Mengen inflationsbereinigt aus dem Durchschnitt der Vorjahre fortgeschrieben, da zum Zeitpunkt der Berichtslegung noch keine vollständigen Daten vorlagen. Der Tunnelbau zählt aufgrund der benötigten Tunnelschalen und Bauelemente zu den wesentlichsten Treibern des Massenbedarfs. Die entsprechenden Mengen wurden direkt aus den zuständigen Bereichen erhoben. ESRS E5-4.32 Für direkt beschaffte Materialien wie Schienenstahl, Schwellen und Oberbauschotter wurden SAP-Daten verwendet. Damit konnten über 86 % der Massenbilanz auf Basis tatsächlicher Mengen erfasst werden. Für diesen Anteil kann daher von einer hohen Genauigkeit der Daten ausgegangen werden. Die Weiterentwicklung der Massenerfassung ist laufend geplant. Bezüglich biologischer Materialien sind Holzschwellen als wesentliches Produkt zu nennen. Sie werden zu 100 % PEFC- oder FSC-zertifiziert beschafft. Ihr Anteil an der Gesamtmasse spielt jedoch eine untergeordnete Rolle. ESRS E5-4.32 Im Hinblick auf die weiteren Teilkonzerne wurden ebenfalls SAP-Daten für die Activity-based-Berechnung von beschafften Straßenfahrzeugen, Güterwagen und Betriebsstoffen zur Berechnung herangezogen. Dem Ressourcenzufluss in Zusammenhang mit Schienenfahrzeugen wurde die Anzahl der gelieferten Fahrzeuge zugrunde gelegt, da es zwischen Bestellung und Lieferung zu einem signifikanten zeitlichen Versatz kommen kann. ESRS E5-4.32 Alle weiteren Investitionen außerhalb der direkten Beschaffung von Fahrzeugen, Betriebsstoffen oder Infrastrukturmaßnahmen wurden finanzmittelbasiert bewertet. Die Bewertung erfolgte analog zur Spend-based-Methode des GHG-Protokolls. Die verbleibenden Investitionstätigkeiten wurden einzeln analysiert und mit einem repräsentativen Massefaktor hochgerechnet. Dieser Ansatz betrifft rund 14 % der Massen im Berichtsjahr 2025 (Vj: 16 %). Die Daten weisen eine mäßige Genauigkeit auf, da die verwendeten Massefaktoren sowie die Kostenstrukturen variieren. Die Berechnungslogik soll in den kommenden Jahren weiter vertieft und regelmäßig aktualisiert werden. ESRS E5-4.32 Für die Berechnung der wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien wurde eine Recherche durchgeführt. Sie bezog sich auf Beton, (Schienen-)Stahl, Kupfer, Aluminium, Schienen- und Straßenfahrzeuge. Grundlage waren Daten verarbeitender Unternehmen. Die identifizierten Quoten wurden auf die erhobenen Materialmengen angewandt und hochgerechnet. Die Daten weisen bedingt durch starke Schwankungen bei den Sekundärmaterialquoten einzelner Produkte sowie deren Verfügbarkeit eine hohe Ungenauigkeit auf. ESRS E5-4.32, AR.25 Für den Bahnkörper unter dem Planum wurde ein durchschnittlicher Wert der Erdmassenbewegungen auf Basis von Expert:inneneinschätzungen und internen Auswertungen angenommen. Die Mengen orientieren sich an den umgesetzten Projektgrößen. Aufgrund der individuellen Gegebenheiten der einzelnen Projekte ist die Genauigkeit mäßig, da ein Mittelwert immer einen Abschlag darstellt. ESRS E5-4.32 LB90 | E.2. EU-Taxonomie E1 Klimawandel E2 Umweltverschmutzung E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
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