ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht

Konzernlagebericht 134 E.  Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 91 Doppelzählungen wurden vermieden, da ein durchgehender Abgleich mit dem finanziellen Beschaffungsvolumen erfolgte, sodass jeder Materialzufluss nur einmal bewertet und erfasst wurde. Aufgrund externer Quellen zur Berechnung von wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkten und Materialien erfolgte keine weitere Differenzierung dieser Begrifflichkeiten. ESRS E5-4.AR.25 Ressourcenabflüsse – Abfälle Die nachfolgende Abfalltabelle enthält alle wesentlichen Abfallströme des ÖBB Konzerns. Dazu zählen insbesondere Abfälle aus Bauprojekten (Erneuerung, Neubau, Ausbau), betrieblichen Tätigkeiten, kommunalen Bereichen sowie Metallabfälle , die sektorspezifisch relevant sind. Die Entsorgung erfolgt über Einzel-, Rahmen- oder Bauverträge. Besonders wichtig sind dabei die betriebseigenen Deponien, die Abfälle aus Großprojekten wie dem Semmering-Basistunnel oder der Koralmbahn unter optimaler Reduktion von Transportwegen und Emissionen aufnehmen. ESRS E5-5.38.a Über 94 % der Abfallmenge entfallen auf die ÖBB-Infrastruktur AG, vor allem durch Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Im Jahr 2025 wurden rund 3,24 Mio. t Abfall erzeugt (-8 % / Vj: 3,51), davon 1,05 Mio. t (+18 % / Vj: 0,89) recycelt. Der Großteil entfällt auf nicht gefährlichen Abfall mit 3,21 Mio. t, davon stammen 96 % aus Bautätigkeiten. Diese Menge sank gegenüber 2024 um -8 % auf 3,08 Mio. t. Der Gesamtanteil gefährlicher Abfälle liegt bei 0,03 Mio. t (Vj: 0,03 Mio. t). Die gesunkenen Mengen an deponiertem Material sind auf natürliche Schwankungen bei großen Infrastrukturprojekten (z. B. Tunnelbau) zurückzuführen. Rund 51 % der Bauabfälle wurden einer Beseitigung zugeführt und 98 % des deponierten Abfalls auf betriebsfremde Deponien verbracht. Die Entsorgung erfolgt über die ÖBB-Environmental Services & Logistics GmbH sowie die ÖBB- Immobilienmanagement GmbH für kommunale Abfälle. Bei Großprojekten wird die Entsorgung über Bauverträge geregelt. Die Datenerhebung erfolgt jährlich über interne Systeme wie das Umweltinformationssystem, die Abfallwirtschafts- plattform und gesetzliche Meldeverfahren (z. B. EDM, ALSAG). Eine genaue Beschreibung der Methodik zur Datenerhebung lautet wie folgt: Der ÖBB Konzern dokumentiert Abfallart, -menge, -herkunft und -verbleib gemäß § 17 AWG 2002 über interne Prozesse und Systeme (Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Umweltinformationssystem, Meldungen im elektronischen Datenmanagement-Umwelt Österreich, Meldungen gemäß dem Altlastensanierungsgesetzes etc.). Die abfallrechtliche Verantwortung endet mit der Übergabe an befugte Sammler und Behandler, die für die weitere Verwertung oder Beseitigung zuständig sind. Die Datenerfassung variiert je nach Verbleib: – Betriebseigene Deponien: Erfassung durch externe Deponieaufsichten und Eingangskontrollen – Bauverträge: Projektleitungen erhalten Nachweise vom Auftragnehmer, prüfen diese und übermitteln sie zur Systemeingabe – Interne Leistungsverträge mit ÖBB-Environmental Services & Logistics GmbH: Datenübernahme erfolgt automatisiert; wo dies nicht möglich ist, wird das Vieraugenprinzip angewendet Die ÖBB-Immobilienmanagement GmbH erfasst für jedes Objekt die Anzahl und Größe der Abfallbehälter sowie die Entleerungsintervalle, sofern keine Verträge mit ÖBB-Environmental Services & Logistics GmbH bestehen. Die Daten werden systematisch eingegeben und stichprobenweise durch Umweltkoordinator:innen und Abfallbeauftragte plausibilisiert. Auffälligkeiten werden zur Klärung weitergeleitet. Konzernweit besteht eine einheitliche Zuordnung von Abfallschlüsselnummern zu Abfallströmen und Verfahren, um eine korrekte Berichterstattung sicherzustellen. Alle abfallbezogenen Daten sind digital verfügbar. Der in der Abfalltabelle angeführte Abfall setzt sich folgendermaßen zusammen: ESRS E5-5.40 Abfallzusammensetzung des ÖBB Konzerns 1) 2) Chemische Umwandlungs- und Syntheseprodukte Metalle Kunststoffe und Gummis Oxide, Hydroxide, Salzabfälle Kunststoffe und Metalle Säuren, Laugen, Konzentrate Lösemittel, Farben, Lacke, Klebstoffe, Kitte und Harze Textilien Abfall mit hohem biogenem Anteil Wasser Material größtenteils fossilen Ursprungs (Mineralöl und Kohle) Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel sowie pharmazeutische Erzeugnisse und Desinfektionsmittel Material mineralischen Ursprungs (exkl. Metalle) 1) ESRS E5-5.38.b. 2) Die Abfallzusammensetzung wird anhand der Abfallschlüsselnummern gemäß der österreichischen Abfallverzeichnisverordnung (AVVO) eruiert. Jede Abfallschlüsselnummer wird einer Materialkategorie zugeordnet, welche an die Abfallgruppen der AVVO angelehnt ist. | LB91

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