ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 156 E. Nichtfinanzielle Erklärung E.1. Allgemeine Angaben E.2. Umweltinformationen E.3. Soziale Informationen E.4. Governance Informationen E.5. ESRS-Index Österreichische Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft Konzernabschluss | Konzernlagebericht 113 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten Die Gesamtanzahl der arbeitsbezogenen Vorfälle in Bezug auf Diskriminierung einschließlich Belästigung, betrug zum Stichtag 31.12.2025 für den ÖBB Konzern fünf (Vj: 3). 2025 wurde erstmals die Gesamtzahl der Beschwerden aus den unterschiedlichsten Kanäle (z. B. Gleichbehandlungsbeauftragte, Whistleblower:innenplattform, psychologische Helpline etc.) erhoben. Die Gesamtzahl der Kontaktaufnahmen mit Beschwerden bezüglich Diskriminierung betrug zum Stichtag 31.12.2025 für den ÖBB Konzern 88 (Vj: 72). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist sowohl auf die erweiterte Datengrundlage als auch auf andere Faktoren – wie etwa eine steigende Awareness und damit verbundene höhere Meldeaktivität – zurückzuführen. Im Berichtszeitraum ist es zu keinen (Vj: 0) wesentlichen Geldbußen, Sanktionen oder Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit den beschriebenen, arbeitsbezogenen Vorfällen und Beschwerden gekommen. ESRS S1-17.103.a, b, c Im Berichtszeitraum gab es keine (Vj: 0) schwerwiegenden Vorfälle und keine (Vj: 0) wesentlichen Geldbußen, Sanktionen oder Schadenersatzzahlungen innerhalb der eigenen Belegschaft hinsichtlich Menschenrechte. Weiterführende Informationen zum Umgang des ÖBB Konzerns zum Thema „Menschenrechte“ finden sich in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Governance“ bei „Soziale Mindestschutzstandards“ . ESRS S1-17.104.a, b S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, ist der ÖBB Konzern nicht nur auf das Know-how, die Motivation und das Engagement seiner eigenen Mitarbeiter:innen angewiesen, sondern auch auf die Arbeitskräfte entlang der Wertschöpfungskette. Hohe Standards in der Zusammenarbeit sind dabei entscheidend, um gute Ergebnisse zu erzielen und die Qualität des Konzernangebots zu sichern. Strategie Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen Die Einbeziehung der Interessen, Standpunkte und Rechte der Verbraucher:innen und Endnutzer:innen wird in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen“ dargestellt. ESRS S2.SBM-2 Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Die ÖBB berücksichtigen bei der Beschaffung von Dienstleistungen und Produkten soziale Grundsätze und ökologische Kriterien. Diese fließen individuell maßgeschneidert und rechtssicher in Ausschreibungsbestandteile ein. Die allgemeine Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen ist in Kapitel E.1. Allgemeine Angaben unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet. Nach den Vorgaben der ESRS werden Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung negativer Auswirkungen auf „Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“ im Bericht nicht als „positive Wirkung“ ausgewiesen, sondern als präventive oder mindernde Maßnahmen dargestellt. Aus der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse haben sich die folgenden wesentlichen tatsächlichen oder potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern ergeben. Ergänzend erfolgt eine Risikoanalyse auf Basis des Unternehmensstandorts und des Branchenrisikos der Lieferanten. Im Verlauf des weiteren Kapitels werden Konzepte, Maßnahmen und Ziele erläutert, wie der ÖBB Konzern auf die identifzierten IRO reagiert, um negative Effekte zu vermindern und positive zu verstärken. Die untenstehenden Ausführungen gelten für ÖBB Standorte in ganz Österreich. Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette (WK) bei Auswirkungen 3) Unterthema: Arbeitsbedingungen S2-A-1 Lücken in den rechtlichen Vorgaben bzw. der Umsetzung der rechtlichen Vorgaben, können zu unethischem Verhalten, beispielsweise der Ausbeutung von Arbeitskräften in der Lieferkette des ÖBB Konzerns führen. (potenziell) Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und teilweise nachgelagerte WK S2-A-2 Geringe Transparenz im Hinblick auf den konkreten Fragenkatalog von externen Nachhaltigkeitsbeurteilungen sowie die gegebenen Antworten der Lieferanten führen zu unzureichender Nachvollziehbarkeit und dadurch zu weniger wirkungsvollen Maßnahmen, die der ÖBB Konzern in der Lieferkette umsetzen kann. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und teilweise nachgelagerte WK 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Die Aktualisierung der Doppelten Wesentlichkeitsanalyse hat zu geringfügigen Anpassungen (Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance, Zeithorizont und Angaben zur Wertschöpfungskette) im Vergleich zum Vorjahr geführt. ESRS 2.SBM-3.48.g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c.; ESRS S2.SBM-3.11.e | LB113
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz