ÖBB Geschäftsbericht 2025 – Gesamtbericht
Streckenführung mit den Regionen ab- seits der West- und Südstrecke. Er ist das Bindeglied, das den inneralpinen Raum erschließt und ein Taktverkehr, der für alle da ist: Anwohner:innen, Tourist:in- nen, Pendler:innen. IR-Züge zählen zum Fernverkehr – Sitzplätze können reserviert werden, an Bord gibt es eine Snack-Zone und die Tarife entsprechen dem Fernverkehr, gleichzeitig erfüllen sie eine wichtige regionale Funktion. Ihre Haltemuster orientieren sich stärker an den Bedürfnis- sen der Regionen und ersetzen teilweise sogar bestehende Nahverkehrsverbin- dungen. Bindeglied im Alpenraum Fünf große IR-Linien vernetzen den inneralpinen Raum im Stunden- bzw. Zweistundentakt: IR Ennstal, IR Pyhrn, IR Aichfeld, IR Pinzgau, IR Mur-Drau. Obwohl Tirol nicht direkt an der Ko- ralmbahn liegt, bringt das neue Inter- regio-Netz sogar auch hier spürbare Verbesserungen: mehr Komfort, kürzere Reisezeiten und eine attraktive Alterna tive zum Auto – ein wichtiger Beitrag zur Mobilitätswende in der Region. Durch die IR-Linie „Ennstal“ gibt es zwischen Innsbruck und Graz künf- tig sieben Direktverbindungen pro Tag und Richtung im Zweistundenrhythmus – bisher waren es täglich nur zwei. Die Züge fahren auf der bekannten Strecke über das Ennstal, Bischofshofen und Zell am See nach Wörgl und weiter nach Innsbruck. Für Fahrgäste aus dem Bezirk Kitzbühel gibt es damit zusätzliche Di- rektverbindungen nach Innsbruck. Durch den IR „Pinzgau“, der zwischen Wörgl und Salzburg zeitlich versetzt zweistünd- lich ebenfalls durch das Brixental fährt, sowie die S8 (Wörgl – Zell am See) ergibt sich ein dichtes Schienenangebot in der Region mit direkten Anbindungen in drei Landeshauptstädte (Innsbruck, Salzburg und Graz). Auch auf der Tauernstrecke gibt es viel Neues: Über 100 Jahre lang verkehr- ten die Züge hier im Zweistundentakt, nun fahren sie im Stundentakt. Seit Mitte Dezember sind Fernverkehrszüge auf der Strecke zwischen Graz und Salzburg über Klagenfurt unterwegs, damit gibt es jede Stunde einen Direktzug zwischen Villach und Salzburg. Neue Verbindungen für den Nahverkehr im Süden Im Rahmen des integrierten Taktfahr- plans in Kärnten fungieren Spittal‑Mill- stättersee, Villach Hbf, Klagenfurt Hbf und St. Paul im Lavanttal als zentrale Knotenpunkte, die Nah‑ und Fernver- kehr nahtlos miteinander verbinden. In der Steiermark werden mit der neuen S1 (Mürzzuschlag – Bruck/Mur – Spielfeld) die bisherigen Linien S1, S5 und S9 zu- sammengeführt. Damit entstehen durch- Wien St. Pölten Lienz Villach ld (1-h-Takt*) al (2-h-Takt) (2-h-Takt) u (2-h-Takt) rau (1-h-Takt) Fernverkehrslinien zwischen Bruck a. d. Mur und Graz Salzburg Bischofshofen Schwarzach-St. Veit Selzthal Wörgl Innsbruck Klagenfurt Maribor Bruck a. d. Mur Leoben Graz Linz Im ÖBB Personenverkehr läuft bis 2030 ein Investitionspaket in Höhe von rund 6,1 Milliarden Euro mit über 330 neuen, modernen Zügen. Wien St. Pölten Bregenz Lienz Villach IR Aichfeld (1-h-Takt*) IR Ennstal (2-h-Takt) IR Pyhrn (2-h-Takt) IR Pinzgau (2-h-Takt) IR Mur-Drau (1-h-Takt) sonstige Fernverkehrslinien * 2-h-Takt zwischen Bruck a. d. Mur und Graz Salzburg Bischofshofen Schwarzach-St. Veit Selzthal Wörgl Innsbruck Klagenfurt Maribor Bruck a. d. Mur Leoben Graz Linz Ein Netz, das alle abholt Seit dem 14. Dezember fahren Interregio-Züge im 1- bzw. 2-Stunden-Takt etwa zwischen Graz und Linz, Graz nd Innsbruck sowie Graz und Maribor. Zug um Zug in die Zukunft 22
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