ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

105 Konzern- lagebericht ÖBB Dekarbonisierungsbereiche (qualitativ) Ziele Gesamtziel ÖBB Konzern (versus 2022) Mobilität Net-Zero (Klimaneutralität) 2050 (AT: 2035) 1) Gebäude Net-Zero (Klimaneutralität) 2050 (AT: 2035) 1) Scope 3 Net-Zero (Klimaneutralität) 2050 1) Net-Zero (- 90 % gegenüber dem Basisjahr 2022) bzw. Klimaneutralität (Ausgleich der Restemissionen) in den Bereichen Mobilität und Gebäude in Österreich bis 2035 als Zielbeitrag zum nationalen Ziel der Klimaneutralität 2040. ÖBB Dekarbonisierungsbereiche (quantitativ) Basisjahr 2022 Zwischenziel 2030 1) Ziel für Inland (AT) 2035 2) Ziel ÖBB Konzern 2050 2) Mobilität (Scope 1 und 2) THG-Emissionen in tsd. Tonnen CO 2 eq ges. | Inland 3) 310 | 226 180 | 131 23 4) 31 4) Gebäude und Betriebsanalgen (Scope 1 und 2) THG-Emissionen in tsd. Tonnen CO 2 eq ges. | Inland 3) 54 | 49 31 | 28 5 4) 5 4) Scope 3 THG-Emissionen in tsd. Tonnen CO 2 eq ges. 2.400 1.392 240 4) 1) Soll: laut SBTi sektorübergreifenden Reduktionspfad - 42 % versus 2022. 2) Soll: laut SBTi sektorübergreifenden Reduktionspfad - 90 % versus 2022. 3) Scope 2 im Inland (AT): Market-based. 4) In den Zieljahren 2035 für das Inland (Bereiche Mobilität und Gebäude / Betriebsanlagen) und 2050 für ÖBB Konzern (In- und Ausland) besteht zusätzlich das Ziel der Klimaneutralität (Netto Null = Abbau / Ausgleich der Restemissionen). Anmerkung: Der Bezugswert zum Dekarbonisierungsbereich Mobilität (Scope 1 und 2) im Basisjahr 2022 steigt durch die Einbeziehung von Arverio Deutschland GmbH geringfügig an. Die Anpassung der Zieldarstellung im Übergangsplan erfolgt 2025. Ein Zielabgleich der quantitativen Zielsetzungen des ÖBB Konzerns erfolgt jährlich nach Abfrage / Bewertung der in die finanziellen Planungen eingebetteten Klimaschutzmaßnahmen. ESRS E1-1.16.h Maßnahmen zum Klimaschutz und damit zur Reduktion von Treibhausgasen wurden im ÖBB Konzern jedoch bereits vor dem nun aktuellen Basisjahr 2022 gesetzt. Damit haben die ÖBB erste große THG-Reduktionen in Österreich schon im Jahr 2018 erzielen können. Neben der expliziten Aufnahme / Nennung der Elektrifizierungsprojekte des ÖBB Schienennetzes im Rahmenplan wurde damals mit der Umstellung von Bahnstrom und Drehstrom auf 100 % erneuerbare Energien in den Jahren 2018 und 2019 rund ein Drittel der Emissionen von 2017 eingespart. Die THG- Reduktion von 2017 auf 2019 erfolgte trotz Steigerung der Fahrgastzahlen auf der Schiene von 8,5 %. Als einer der First Mover wäre für die ÖBB daher ein deutlich früheres Basisjahr (< 2016) zur Bemessung bzw. Darstellung der gezielten Dekarbonisierungsmaßnahmen der ÖBB heranzuziehen. Gemäß den European Sustainability Reporting Standards und den Vorgaben im Thema „Klimawandel“ (ESRS E1) dürfen Basisemissionen bzw. Referenzzielwerte zwar angepasst werden, um in der Vergangenheit erzielte THG-Reduktionsmaßnahmen abzubilden. Das Unternehmen darf laut ESRS E1 dabei aber keine Emissionsreduktionen vor dem Jahr 2020 berücksichtigen. Die in den Jahren 2018 und 2019 von den ÖBB erzielten ersten großen Reduktionen an THG-Emissionen (rd. 100.000 t im Bereich Mobilität und rd. 25.000 t im Bereich Gebäude – beides bezieht sich auf Scope 2) – können somit nicht zur Bemessung der künftigen Reduktionspfade herangezogen werden; zugleich bekräftigen sie das bisherige Engagement der ÖBB in Sachen Klimaschutz. Energie – Erneuerbare Energien Erneuerbare Energien sind das Rückgrat der Klimaschutzstrategie der ÖBB in Österreich. Der Bahnstrom der ÖBB (Strom für den Betrieb der Züge) wurde 2018 auf 100 % erneuerbare Energie umgestellt – im Jahr 2019 auch der 50-Hz- Drehstrombereich für die Stromversorgung der Gebäude und Betriebsanlagen. Weniger Abhängigkeiten vom Strommarkt und den künftigen Energiebedarf vermehrt aus Eigenversorgung abzudecken, sind die Ziele der neuen Energiestrategie der ÖBB, die im Juni 2023 präsentiert wurde. Das Ziel bis 2030 lautet, den Eigenversorgungsgrad beim Bahnstrom (inkl. Partnern) durch den Ausbau und die Modernisierung der eigenen Wasser-, Solar-, und Windkraftanlagen von 60 auf 80 % zu steigern und gleichzeitig die innerbetriebliche Energieeffizienz um 25 % zu erhöhen. LB68 |

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