ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

107 Konzern- lagebericht – Gezielte THG-Reduktionen bei weiteren Scope 3 – Teilkategorien (wirkt vor allem auf Scope 3) Wesentliche Klimaschutzmaßnahmen: ‡ Reduktion von brennstoff- und energiebezogenen Emissionen ‡ Reduktion von Emissionen aus Abfallbehandlung / -entsorgung ‡ Reduktion aus Transport / Verteilung vorgelagert Mit gezielten Investitionen unterstützen die ÖBB die Umsetzung des Übergangsplans. Investitionspläne der Teilkonzerne bzw. Gesellschaften werden jährlich im Zuge der Budget- / Mittelfristplanungen abgefragt (Budgetplanung für das jeweils nächste Jahr / Mittelfristplanung für weitere 5 Jahre). ESRS E1-1.16.c Nachstehend ist ein Auszug aus dem geplanten Investitionsvolumen mit Bezug auf die skizzierten Klimaschutzmaßnahmen dargestellt: – ÖBB-Infrastruktur AG: Investitionen in nachhaltige und erneuerbare Energieerzeugung 2014 bis 2030: rd. 1,6 Mrd. EUR – ÖBB-Infrastruktur AG: Ausstieg aus Heizöl und Fossilgas rd. 80 Mio. EUR von 2025 bis 2030 – ÖBB-Personenverkehr AG: Gesamtinvestitionsvolumen in neue, moderne, energieeffiziente Flotte 2024 bis 2030 (Nahverkehr, Fernverkehr, Fahrzeugein- und -umbauten): rd. 6 Mrd. EUR – Österreichische Postbus AG investiert 2025 bis 2026 rd. 66 Mio. EUR in E- und H 2 -Busse (alternative Antriebe) Der ÖBB Konzern berichtet seit 2021 nach der EU-Taxonomie-Verordnung, nähere Informationen finden sich in Kapitel E.2 „Umweltinformationen“ unter „Freiwillige Umsetzung der EU-Taxonomie-Verordnung im ÖBB Konzern“. Die Evaluierung der taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten erfolgte für alle sechs Umweltziele, wobei mit den Wirtschaftstätigkeiten des ÖBB Konzerns der wesentliche Beitrag in den Umweltzielen Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft geleistet wird. In Bezug auf die zentralen Leistungsindikatoren der taxonomiekonformen CapEx bzw. CapEx-Pläne werden folgende nachstehende Wirtschaftstätigkeiten der ÖBB als taxonomiekonform für das Berichtsjahr 2024 eingestuft. Bei der Bewertung wurden „Ermöglichende Tätigkeiten“ und „Übergangstätigkeiten“ zusätzlich als taxonomiekonform betrachtet. ESRS E1-1.16.c – Herstellung von Schienenfahrzeugkomponenten – Code CCM 3.19.: 96 % (Vj: 97 %) – Stromerzeugung mittels Photovoltaiktechnologie – Code CCM 4.1.: 100 % (Vj: 100 %) – Stromerzeugung aus Windkraft – Code CCM 4.3.: 100 % (Vj: 100 %) – Stromerzeugung aus Wasserkraft – Code CCM 4.5.: 100 % (Vj: 100 %) – Übertragung und Verteilung von Elektrizität – Code CCM 4.9.: 100 % (Vj: 100 %) – Speicherung von Strom – Code CCM 4.10.: 100 % (Vj: 100 %) – Personenbeförderung im Eisenbahnfernverkehr – Code CCM 6.1.: 99,9 % (Vj: 99,9 %) – Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr – Code CCM 6.2.: 85 % (Vj: 93 %) – Personenbeförderung im Orts- u. Nahverkehr, Personenkraftverkehr – Code CCM 6.3.: 79 % (Vj: 84 %) – Schieneninfrastruktur – Code CCM 6.14.: 87 % (Vj: 89 %) Der KPI OpEx gesamt in Mio. EUR wird jährlich ermittelt und in Kapitel E.2 „Umweltinformationen“ unter „Freiwillige Umsetzung der EU-Taxonomie-Verordnung im ÖBB Konzern“ veröffentlicht. Die qualitative Bewertung der potenziell eingeschlossenen (gebundenen) Treibhausgasemissionen aus Vermögenswerten und Produkten ist von großer Bedeutung, da sie maßgeblich zur Einschätzung der Umweltauswirkungen und zur Einschätzung des Gefährdungspotenzials zur Nichterreichung der festgelegten Emissionsreduktionsziele beiträgt. Bei der Beschreibung dieser Treibhausgasemissionen wird nach den bekannten Dekarbonisierungsbereichen unterschieden. ESRS E1-1.16.d Bereich Mobilität (Scope 1 und Scope 2) Obwohl aktuell über 90 % der Verkehre auf der Schiene in Österreich elektrisch angetrieben durchgeführt werden (aktuell sind 75 % der ÖBB Strecken elektrifiziert), betreiben die ÖBB im In- und Ausland noch dieselbetriebene Lokomotiven und Triebwagen im Schienenbereich. Zusätzlich dazu werden dieselbetriebene Busse und im innerbetrieblichen Verkehr fossil betriebene Pkw und Nutzfahrzeuge im ÖBB Konzern eingesetzt. Dies stellt eine Herausforderung für die Erreichung der Emissionsreduktionsziele im Bereich Mobilität dar. Im ÖBB Konzern erfolgt daher eine Abwägung der weiteren Nutzung fossil angetriebener Fahrzeuge versus einer frühzeitigen Abschreibung (Wettbewerb / Kosten). Ein wesentliches Augenmerk ist hier vor allem auf die Österreichische Postbus AG zu richten, der Fortschritt in der Dekarbonisierung hängt überwiegend von den Leistungsvergaben der Besteller (Länder, Verkehrsverbünde …) ab. LB70 |

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