ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
111 Konzern- lagebericht Aus den Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel sind folgende Ergebnisse für den ÖBB Konzern hervorgegangen: Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 3) Zeithorizont 3) Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen 3) Unterthema: Anpassung an den Klimawandel E1-F-1 Durch vermehrte Extremwetterereignisse (Hitzetage, Starkniederschlag, Sturm) wird die Schieneninfrastruktur beschädigt und der Zugverkehr beeinträchtigt. Dies führt zu Umsatzeinbußen und Mehrkosten durch Reparaturen. Risiko Kurzfristig E1-F-2 Durch vorausschauende Planung und Analysen werden Anpassungsmaßnahmen getroffen, um Schäden potenziell zu minimieren und langfristig Kosten zu sparen. Chance Mittelfristig E1-F-3 Durch die Veränderung des Klimas kann es zu Änderungen am Markt, gesetzlichen Änderungen, technologische Weiterentwicklungen etc. kommen. Dies kann zu zusätzlichen Kosten führen, wie beispielsweise aufgrund eines vermehrten Kühlbedarfs von Fahrzeugen oder Gebäuden. Risiko Mittelfristig E1-F-4 Durch den Klimawandel kann es zu Verknappung von Ressourcen (inkl. Energie) kommen, was zu erhöhten Kosten führen kann. Risiko Langfristig Unterthema: Klimaschutz E1-A-1 Durch die Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs (Bahn- und Busverkehr) durch Steigerung der Qualität und Kapazität werden zusätzliche positive THG-Effekte für Österreich erreicht. Positiv Langfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette E1-A-2 Der Einsatz von Diesel im Schienen- / Busverkehr und im innerbetrieblichen Fuhrpark (Dienst-Pkw und Nutzfahrzeuge, Instandhaltungsfahrzeuge Schiene, Stapler, Kleingeräte ...) im ÖBB Konzern verursacht THG-Emissionen im Bereich Mobilität. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette E1-A-3 Durch den Energieeinsatz (Versorgung mit Strom, Heizung, Kühlung) und in Betriebsanlagen (Weichenheizungen, Zugvorheizungen), u. a. derzeit teilweise noch mit fossilen Energien, verursacht der ÖBB Konzern THG-Emissionen im Bereich Gebäude. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeiten – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette E1-A-4 Durch die Herstellung beschaffter Kapitalgüter (z. B. Schieneninfrastruktur, Fahrzeuge wie Schienen- und Straßenfahrzeuge …) und durch eingekaufte Verbrauchsgüter und Dienstleistungen entstehen THG-Emissionen aus der Wertschöpfungskette. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette E1-A-5 Durch die Behandlung / Entsorgung der Abfälle des ÖBB Konzerns entstehen THG-Emissionen. Negativ Kurzfristig – Eigene Geschäftstätigkeit – Vorgelagerte und nachgelagerte Wertschöpfungskette E1-F-5 Mehrkosten durch CO 2 -Steuer auf Treibstoff. Risiko Kurzfristig E1-F-6 Die Österreichische Postbus AG ist in der Dekarbonisierung überwiegend abhängig von Leistungsvergaben der Besteller (Länder, Verkehrsverbünde …), aktuell werden großteils noch Dieselleistungen bestellt. Risiko Kurzfristig E1-F-7 Durch die Steigerung der Qualität und Kapazität sowie ein gestiegenes Klimabewusstsein kommt es zu mehr Transporten im Bahn- und Busverkehr. Chance Kurzfristig 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen. ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen zum vorangegangenen Berichtszeitraum. ESRS 2.SBM- 3.48g. 3) ESRS 2.SBM-3.48.c. LB74 |
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