ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
133 Konzern- lagebericht Reduktion von Luftschadstoffen 1) 2024 2023 Menge an Stickstoffoxiden (NO X ) durch Dieselverbrauch (Zug und Bus) ÖBB Konzern in Tonnen 2) 1.250 1.285 Österreichische Postbus AG | ČSAD AUTOBUSY České Budějovice a.s. Anzahl der Busse emissionsärmerer Normklassen Euro4 in Stück 1) 3 | 0 3 | 0 Anzahl der Busse emissionsärmerer Normklassen Euro5 / EEV und Euro6 in Stück 1) 2.436 | 285 2.478 | 285 1) Unternehmensspezifische Angaben in Zusammenhang mit IRO E2-A-1 (Stichtag 31.12.2024) nach ESRS 2.SBM-3.48.h. 2) Die angeführten NOx-Emissionen werden auf Basis des im ÖBB Konzern verbrauchten Diesels im Bereich Mobilität und des Umrechnungsfaktors für NOx, welcher durch das österreichische Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt wird, berechnet. ESRS E2-4.28.a, 30.b, c, 31. Besorgniserregende Stoffe und besonders besorgniserregende Stoffe Ziel der ÖBB ist es, wie oben beschrieben, den negativen Einfluss auf Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Der Einsatz von PFAS in Kältemittel soll daher stetig verringert werden. Zu diesem Zweck wird beim Neukauf von Zügen nach Möglichkeit auf PFAS-freie Kältemittel gesetzt. Ein für die ÖBB wesentlicher besorgniserregender Stoff sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (kurz PFAS). Viele per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen sind toxisch, mobil und reichern sich über die Nahrungskette an. Vor allem langkettige PFAS verbleiben nach ihrer Aufnahme lange im menschlichen Organismus und können dort lebertoxische, krebserregende und fortpflanzungsgefährdende Eigenschaften entwickeln. Innerhalb der ÖBB wird PFAS vor allem in Kältemitteln der Schienenfahrzeuge eingesetzt. ESRS E2-5.33 In den Kältemitteln kommt PFAS in unterschiedlichen Prozentsätzen vor, aktuell kann keine Schätzung, Hochrechnung oder ein genauer Wert für PFAS in Kältemitteln angegeben werden. Um hier in den nächsten Jahren eine erste Schätzung abgeben zu können, wird im Zuge des Projekts „Fit4Future“ (genauere Informationen siehe Kapitel E.2. „Umweltinformationen – Kreislaufwirtschaft“) an der Erhebung der Informationen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette gearbeitet. ESRS E2-3.23.d, ESRS E2-5.34 Erwartete finanzielle Auswirkungen durch wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen deuten darauf hin, dass die EU ein weitreichendes Verbot von PFAS vorbereitet. In den betroffenen Bereichen müssen technische Alternativen entwickelt werden, um eine reibungslose Umstellung zu gewährleisten. Für die ÖBB stellt dies ein finanzielles Risiko dar, da hohe Kosten mit einer Umrüstung der Bestandsfahrzeuge (z. B. Klimaanlagen) einhergehen würden. Eine Umrüstung von Bestandsfahrzeugen wird nur im Falle eines gesetzlichen PFAS-Verbotes angestrebt. Für das Berichtsjahr 2024 ergeben sich aus diesem Risiko, welches sich erst durch ein tatsächliches PFAS-Verbot in Kältemitteln ergibt, keine Kosten. ESRS E2-6.40.b Im Zuge des Beschaffungsprozesses von Schienenfahrzeugen werden bereits, wenn technisch möglich, PFAS-freie Kältemittel eingesetzt. Eine finanzielle Auswirkung für die Beschaffungen im Berichtsjahr 2024 im Zuge von höheren Kosten für CapEx oder OpEx kann nicht beziffert werden. ESRS E2-6.40.b E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Das weitverzweigte Schienennetz der ÖBB in Österreich verbindet Gemeinden, Städte und Länder. Dabei quert es den Lebensraum von unzähligen Pflanzen und Tieren. Ziel der ÖBB ist es, ungünstige Effekte auf die Biodiversität so gering wie möglich zu halten. Zu diesem Zweck werden vor allem strukturelle Maßnahmen ergriffen, die sowohl die Effizienz der bestehenden Verkehrsflächen steigern – als auch neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere schaffen sollen. Im nachfolgenden Kapitel werden die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen für den ÖBB Konzern angeführt. Eine tiefergehende Analyse für alle anderen Bereiche des ÖBB Konzerns, wie sie die ESRS fordern, wurde für das Berichtsjahr 2024 auf Konzernebene nicht durchgeführt. Dementsprechend beziehen sich die berichteten Inhalte ab dem Abschnitt „Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell“ ausschließlich auf den Teilkonzern ÖBB Infrastruktur. Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen Die allgemeine Vorgehensweise zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, finanzieller Risiken und Chancen ist umfassend in Kapitel E.1 „Allgemeine Angaben“ unter „Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen“ abgebildet und kann in diesem Abschnitt bei Bedarf nachgelesen werden. Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf Umweltverschmutzung im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. LB96 |
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