ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 144 Maßnahmen Beschreibung 1) Status 1) Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen Nachnutzung Altfahrzeuge Der etablierte Nachnutzungsprozess von Altfahrzeugen dient dazu, Ressourcen so weit wie möglich wiederzuverwenden und Abfälle zu minimieren. Ziel ist es, durch die systematische Demontage und Wiederverwertung von Bauteilen, Materialien und Komponenten die Umweltbelastung zu reduzieren, Kosten zu minimieren und den Lebenszyklus der Ressourcen zu verlängern. Diese Maßnahme betrifft die eigene und nachgelagerte Wertschöpfungskette, da sowohl die Rückführung von Materialien als auch die Verwertung von Fahrzeugkomponenten berücksichtigt werden. Die Maßnahme wird laufend durchgeführt und erstreckt sich auf alle geografischen Gebiete, in denen die ÖBB Altfahrzeuge verwalten. In Umsetzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 Wiedereinbau Schienen Die ÖBB fördern die Nachnutzung von Schienen, indem altbrauchbare Schienen aus dem Streckennetz aufbereitet und in neuen Projekten wiederverwendet werden. Auf diese Weise können vorhandene Ressourcen länger genutzt, Abfälle reduziert, Ressourcen geschont und der Lebenszyklus der Produkte verlängert werden. Sollten die Schienen keiner erneuten Verwendung zugeführt werden, da sie die technischen Kriterien nicht erfüllen, werden diese einem Recycling zugeführt. Diese Maßnahme betrifft die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette, da sich die Wirkung sowohl auf die Beschaffung neuer Schienen, die Aufbereitung und Wiederverwendung von altbrauchbaren Schienen, als auch das Abfallmanagement erstreckt. Die Maßnahme wird laufend durchgeführt und erstreckt sich auf alle geografischen Gebiete, in denen die ÖBB-Infrastruktur AG tätig ist. In Umsetzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 Wiedereinbau Betonschwellen Die ÖBB fördern die Nachnutzung von Betonschwellen, indem diese altbrauchbaren Schwellen aufbereitet und in neuen Gleisbauprojekten wiederverwendet werden. Auf diese Weise können vorhandene Ressourcen länger genutzt, Abfälle reduziert, Ressourcen geschont und der Lebenszyklus der Produkte verlängert werden. Für Betonschwellen, die aufgrund der technischen Voraussetzungen nicht mehr im Streckennetz eingesetzt werden können, besteht die Möglichkeit einer anderweitigen, weiterführenden Verwendung oder der Übergabe an einen befugten Abfallsammler und -behandler zur weiteren Verwertung. Diese Maßnahme betrifft die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette, da sich die Wirkung sowohl auf die Beschaffung neuer Betonschwellen, die Aufbereitung und Wiederverwendung von altbrauchbaren Betonschwellen, als auch das Abfallmanagement erstreckt. Die Maßnahme wird laufend durchgeführt und erstreckt sich auf alle geografischen Gebiete, in denen die ÖBB-Infrastruktur AG tätig ist. In Umsetzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 Rückgewinnung Gleisschotter Die gesteigerte Rückgewinnung von Gleisschotter erfolgt durch erhöhten Einsatz von Gleisbaumaschinen. Dabei wird durch diese Spezialmaschinen der Schotter ausgehoben, gesiebt und wieder eingebracht. Ziel ist es, Abfall zu reduzieren und damit die Nutzungsdauer des Gleisschotters zu verlängern und Ressourcen effizient zu nutzen. Gleisschotter, der aufgrund der notwendigen Kornverteilung des Gleisbettes nicht rückgewonnen werden kann, wird einem befugten Abfallsammler und -behandler zur weiteren bestimmungsgemäßen Verwendung übergeben. Diese Maßnahme betrifft die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette, da sich die Wirkung sowohl auf die Beschaffung von Gleisschotter, auf die gesteigerte Rückgewinnung, als auch das Abfallmanagement erstreckt. Die Maßnahme wird laufend durchgeführt und erstreckt sich auf alle geografischen Gebiete, in denen die ÖBB-Infrastruktur AG tätig ist. In Umsetzung E5-A-1 E5-A-2 E5-A-3 Abfallwirtschafts- plattform (AWPF) Die ÖBB überarbeiten derzeit die bestehende AWPF, um das Abfallmanagement im gesamten Konzern zu optimieren. Diese Plattform wird bereits seit Jahren durch den internen Abfallentsorger ÖBB-Environmental Services & Logistics GmbH (ÖBB-ES) betrieben und soll nun weiterentwickelt werden, um das Abfalldatenmanagement für alle Gesellschaften der ÖBB zu vereinfachen und zu standardisieren. Ziel ist es, die Effizienz der Abfallentsorgung zu steigern, den konzernweiten Überblick über Abfalldaten zu verbessern und die Umsetzung der Kreislaufwirtschaft innerhalb des Unternehmens zu unterstützen. Mit der AWPF wird eine zentrale Erfassung und Analyse von Abfalldaten ermöglicht, die eine verbesserte Planung und Kontrolle der Abfallströme zur Folge hat. Diese Maßnahme betrifft die interne und nachgelagerte Wertschöpfungskette. Die überarbeitete AWPF befindet sich aktuell in der Konzeption und Prüfung der Umsetzung und erstreckt sich auf alle geografischen Gebiete, in denen die ÖBB-ES tätig ist mit vorrangigem Fokus auf Österreich und einer schrittweisen Ausweitung auf die Auslandstöchter. In Umsetzung E5-A-3 1) ESRS E5-2.19, ESRS 2.MDR-A.68.a, b, c. Die allgemein erwarteten Ergebnisse dieser Maßnahmen sind eine signifikante Reduktion des Ressourcenverbrauchs, eine Verringerung von Abfällen und Umweltbelastungen sowie die Einsparung von Kosten durch effizientere Materialnutzung. Ebenso wird eine verbesserte Transparenz und Kontrolle über Ressourcenzufluss- und Abflussdaten (Abfall) im Konzern geschaffen. ESRS 2.MDR-A.68.a Im Berichtsjahr wurden keine erheblichen operativen Ausgaben (OpEx) oder Investitionsausgaben (CapEx), die über das übliche Maß hinausgehen, im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft getätigt. ESRS 2.MDR-A.69.a | LB107
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