ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht

147 Konzern- lagebericht Für den Bahnkörper unter dem Planum wurde ein durchschnittlicher Wert für die Erdmassenbewegungen angenommen. Dieser basiert auf Expert:inneneinschätzungen sowie internen Auswertungen und ist an die umgesetzten Projektmengen angelehnt. Für diese Mengen kann daher von einer mäßigen Ungenauigkeit der Daten ausgegangen werden. Die Quelle der Unsicherheiten sind die in hohem Maße individuellen Gegebenheiten der einzelnen Umsetzungsprojekte, wodurch ein Mittelwert immer einen Abschlag darstellt. ESRS E5-4.32 Doppelzählungen wurden vermieden, da ein durchgehender Abgleich mit dem finanziellen Beschaffungsvolumen vorgenommen wurde, sodass jeder Materialzufluss nur einmal bewertet und erfasst wurde. Aufgrund der Verwendung externer Quellen zur Berechnung von wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkten und Materialien erfolgte keine weitere Differenzierung dieser Begrifflichkeiten. ESRS E5-4.AR.25 Ressourcenabflüsse – Abfälle Die nachfolgende Abfalltabelle enthält alle wesentlichen Abfallströme des ÖBB Konzerns. Sie umfasst insbesondere Abfälle aus Bauprojekten (Erneuerung, Neubau, Ausbau), betrieblichen Tätigkeiten, kommunalen Bereichen sowie Metallabfälle . ESRS E5-5.38.a Metallabfälle (Eisen / Nichteisen) werden separat ausgewiesen, da sie für die nichtfinanzielle Erklärung sektorspezifisch relevant sind. Die Entsorgung erfolgt über Einzel-, Rahmen- oder Bauverträge. Besonders wichtig sind dabei die betriebseigenen Deponien, die Abfälle aus Großprojekten wie dem Semmering-Basistunnel oder der Koralmbahn unter optimaler Reduktion von Transportwegen und Emissionen aufnehmen. Um vorhandene Ressourcen optimal zu nutzen, wird die Entwicklung eines Rohstoffmanagements in den ÖBB vorangetrieben. 0HKU DOV 98 % der Abfallmenge des ÖBB Konzerns entfallen auf die ÖBB-Infrastruktur AG. Diese großen Mengen fallen zu einem Großteil im Zuge von Bauvorhaben (Erneuerung, Neubau, Ausbau), aber auch bei der Instandhaltung (Inspektion, Wartung, Entstörung, Instandsetzung) an. Im Jahr 2024 wurde im ÖBB Konzern mit rd. 4,36 Mio. t (Vj: rd. 3,71 Mio. t) um 17 % mehr Abfall erzeugt als im Jahr 2023. Davon wurden rd. 1,44 Mio. t (33 %) einem Recycling zugeführt. Mit rd. 4,33 Mio. t (Vj: rd. 3,66 Mio. t) macht der nicht gefährliche Abfall (gefährlicher Abfall: rd. 0,03 Mio. t; Vj: rd. 0,05 Mio. t) den größten Teil der Gesamtabfallmenge des ÖBB Konzerns aus. Gleich wie im Vorjahr macht der Anteil nicht gefährlichen Abfallmengen aus Bautätigkeiten rd. 97 % aus. Die absolute Menge der nicht gefährlichen Abfallmengen aus Bautätigkeiten, ist dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr um rd. 19 % gestiegen und liegen aktuell bei rd. 4,21 Mio. t (Vj: rd. 3,55 Mio. t). Die gestiegenen Mengen an deponiertem Material sind auf natürliche Schwankungen im Projektgeschehen von großen Bautätigkeiten im Bereich Infrastruktur (Tunnelbauprojekte) zurückzuführen. Es wurden rd. 55 % (Vj: 52 %) der Bauabfälle einer Beseitigung zugeführt und rd. 96 % (Vj: 99 %) des zu deponierenden Abfalls auf betriebsfremde Deponien verbracht. Rd. 93 % davon betreffen Aushubmaterial, das im Zuge der Bautätigkeiten der Schieneninfrastruktur anfällt. Die Menge der gefährlichen Abfälle im ÖBB Konzern verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr eine beträchtliche Abnahme um 45 %. Im Jahr 2024 sind weniger ölverunreinigtes Aushubmaterial und Mineralfaserabfälle mit gefahrenrelevanten Fasereigenschaften bei Bautätigkeiten angefallen. Generell kommt es aufgrund der Umstellung der Abfalltabelle nach den Vorgaben der ESRS sowie der präziseren Zuordnung der Abfallschlüsselnummern zu Verschiebungen im Vergleich zu den Vorjahren. Ein Teil der Entsorgung der baulichen und betrieblichen Abfälle des ÖBB Konzerns wird durch die ÖBB – Environmental Services & Logistics GmbH (ÖBB-ES) als „haus-interner“ Abfallsammler abgewickelt. Die anfallenden Abfälle werden über die ÖBB-ES ausschließlich an befugte Abfallsammler oder -behandler übergeben. Bei zentral verwalteten Objekten erfolgt die umweltgerechte Verwertung oder Beseitigung von kommunalen Abfällen überwiegend durch die ÖBB- Immobilienmanagement GmbH (z. B. Bahnhöfe, Haltestellen oder Bürostandorte). Für den überwiegenden Teil an baulichen Abfällen aus großen Infrastrukturvorhaben der ÖBB-Infrastruktur AG erfolgt die Entsorgung gesondert im Rahmen der Bauverträge (Einzelverträge). Die Datenerhebung wird über diverse interne Prozesse und Systeme getrennt für jedes Kalenderjahr abgewickelt (ÖBB-Infrastruktur AG: Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Umweltinformationssystem; RCL-ES: Abfallwirtschaftsplattform, Abfallbilanz bzw. sonstige elektronische Datenmanagement Meldungen [EDM], Meldungen nach dem Altlastensanierungsgesetz [ALSAG] etc.). LB110 |

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