ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 150 E.3. Soziale Informationen S1 Arbeitskräfte des Unternehmens 47.484 Mitarbeiter:innen beschäftigt der ÖBB Konzern im Jahr 2024. Das bedeutet, 47.484 Mal dafür Sorge zu tragen, dass die Rechte aller Mitarbeitenden respektiert, sie frühzeitig vor Gefahren gewarnt und geschützt, gerecht entlohnt, in ihrer Weiterbildung und -entwicklung unterstützt und die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben gewahrt werden. Eine Verantwortung, die der ÖBB Konzern sehr ernst nimmt und mit größter Sorgfalt erfüllt – denn die Mitarbeitenden sind die Basis für den langfristigen Erfolg des Konzerns. Strategie Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zeigt auf, welche Auswirkungen, Risiken und Chancen die Tätigkeiten des ÖBB Konzerns auf ihre Arbeitskräfte tatsächlich haben oder potenziell haben könnten. Im Verlauf des weiteren Kapitels fassen Konzepte, Maßnahmen und Ziele zusammen, wie der ÖBB Konzern auf diese reagiert, um Risiken für das Unternehmen zu minimieren und Chancen zu nutzen. Die Wirkung der gesetzten Maßnahmen des ÖBB Konzerns zur Reduktion von negativen Auswirkungen auf Arbeitskräfte des ÖBB Konzerns im Sinne der ESRS wird im Bericht nicht als positive Auswirkung, sondern als gesetzte Maßnahme ausgewiesen, um negative Auswirkungen zu verhindern und zu vermindern. Aus den Verfahren zur Ermittlung der wesentlichen Auswirkungen, Chancen und Risiken sind folgende Ergebnisse für den ÖBB Konzern hervorgegangen. Nr. Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen 1) 2) 3) Art der Auswirkung bzw. Risiko / Chance 4) Zeithorizont 4) Angaben zur Wertschöpfungskette bei Auswirkungen 4) Unterthema: Arbeitsbedingungen S1-A-1 6) Aufgrund der Eigentümerstruktur durch die Republik Österreich kann der ÖBB Konzern auch in Krisenzeiten sichere Arbeitsplätze garantieren. Positiv Kurzfristig Eigene Geschäftstätigkeiten S1-A-2 6) Durch die Sicherstellung einer marktkonformen und wettbewerbsfähigen Entgeltpolitik wird eine Grundlage für eine angemessene Entlohnung geschaffen. Daraus ergibt sich eine Steigerung der Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen (z. B. Perspektiven, transparenter Karriereweg), eine Reduktion von Ungleichheiten sowie eine verbesserte Kommunikation und Vertrauen zwischen Mitarbeiter:innen und Unternehmen. Positiv Kurzfristig Eigene Geschäftstätigkeiten S1-A-3 6) Durch die Sicherstellung von Tarifverhandlungen in Österreich wird eine Grundlage für eine angemessene Entlohnung geschaffen. Positiv Kurzfristig Eigene Geschäftstätigkeiten S1-A-4 6) Ohne die Erhebung des Gender-Pay-Gaps besteht die Möglichkeit, dass geschlechtsspezifische Gehaltsunterschiede unentdeckt bleiben, was zu einer ungerechten und nicht genderneutralen Gehaltspolitik führen könnte. (potenziell) Negativ Mittelfristig Eigene Geschäftstätigkeiten S1-A-5 6) Ein konstruktiver und sozialer Dialog kann zur Mitarbeiter:innenzufriedenheit, Verbesserung des Betriebsklimas und zur Konfliktprävention und -lösung beitragen. Positiv Kurzfristig Eigene Geschäftstätigkeiten 1) Wesentliche Auswirkungen sind als tatsächlich zu erachten, außer es wird explizit auf Gegenteiliges hingewiesen ESRS 2.SBM-3.48.c. 2) Aufgrund der Erstanwendung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse gemäß ESRS gibt es keine Änderungen zum vorangegangenen Berichtszeitraum ESRS 2.SBM- 3.48.g. 3) Es wurden keine wesentlichen Auswirkungen auf Arbeitskräfte des Unternehmens im Zuge von Übergangsplänen zur Verringerung negativer Auswirkungen auf die Umwelt und zur Verwirklichung umweltfreundlicherer und klimaneutraler Tätigkeiten ermittelt. ESRS S1.14 e, ESRS S1-4.AR 43. 4) ESRS 2.SBM-3.48.c. 5) Rail Cargo Austria AG, Rail Cargo Hungaria Zrt. und Rail Cargo Carrier, ÖBB-Personenverkehr AG. 6) Auswirkung wurde keinem konkreten Ziel zugeordnet, jedoch sind diese durch Konzepte und Maßnahmen berücksichtigt worden. | LB113
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