ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 156 Sicherheitsstrategie ( S1-K-2) Die ÖBB Sicherheitsstrategie setzt sich aus vier definierten Sicherheitsbereichen zusammen: – Betriebliche Sicherheit: Steuerung und Maßnahmensetzung zur Erreichung eines sicheren Eisenbahnbetriebes – Arbeitssicherheit: Angestrebt wird ein gefahrenfreier Zustand bei der Berufsausübung für alle ÖBB Mitarbeiter:innen sowie indirekt auch für Dienstleister:innen im operativen Betrieb – Öffentliche Sicherheit: Schutz vor kriminellen Aktivitäten, Stärkung des subjektive Sicherheitsgefühl von Mitarbeiter:innen sowie Kund:innen – Informationssicherheit: Schutz von Informationen, Informations- und Kommunikationstechnologie Der Bereich Arbeitssicherheit deckt in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelten Auswirkungen, Chancen und Risiken ab. Er umfasst die Steuerung und Maßnahmensetzung zur angestrebten Erreichung eines gefahrenfreien Zustandes bei der Berufsausübung für alle Mitarbeiter:innen sowie indirekt auch für Dienstleister:innen im operativen Betrieb. Für die Koordination und die strategische Ausrichtung der Arbeitssicherheit ist gemäß Konzernrichtlinie die Organisationseinheit Systemtechnik und Konzernproduktion zuständig. Die Sicherheitsstrategie wurde vom Vorstand der ÖBB-Holding AG als Teil der Unternehmensstrategie beschlossen und findet Anwendung im ÖBB Konzern. ESRS.S1-MDR- P.65.a, b, c, ESRS S1-1.23 Strategische Stoßrichtungen 1) Beschreibung Sicherheitsstrategie und Teilbereich Arbeitssicherheit Der Bereich Arbeitssicherheit in der ÖBB Sicherheitsstrategie bezieht sich auf den anzustrebenden gefahrenfreien Zustand bei der Berufsausübung für alle ÖBB Mitarbeiter:innen sowie indirekt auch für Dienstleister:innen im operativen Betrieb. Der ÖBB Konzern hat sich das Ziel gesetzt, langfristig zu den sichersten Bahnen Europas zu zählen und das bestehende hohe Sicherheitsniveau weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden strategische Sicherheitsziele festgelegt, die bis 2030 gelten. Ein zentraler Grundsatz dabei ist das Verschlechterungsverbot, welches sicherstellt, dass das Sicherheitsniveau über mehrere Jahre hinweg nicht sinkt. Darüber hinaus gibt es das Verbesserungsgebot, das eine kontinuierliche Steigerung der Sicherheitsstandards verlangt. Definierte Kennzahlen messen die Entwicklung der Sicherheit in verschiedenen Bereichen des Konzerns. Die Kennzahlen werden zu Indizes hochaggregiert und gewichtet. Sollte der niedrig angesetzte Zielwert überschritten werden, werden Maßnahmen ausgearbeitet. Zur gezielten Steuerung der Sicherheit wird der Fokus verstärkt auf Vorläufer gelegt – also jene Ereignisse, die Unfälle begünstigen beziehungsweise als Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Unfalls deutlich erhöhen. Die Zielsetzungen im Bereich der Vorläufer sollen die Entwicklungen anhand verschiedener KPI-Sets (Risikoakzeptanzwerte) in den jeweiligen Bereichen (Teilkonzern und Gesellschaft) widerspiegeln und zu erwartende Technologiesprünge entsprechend berücksichtigen. Die Risikoakzeptanzwerte sollen in einem regelmäßigen Assessment evaluiert werden. Wesentliche Risikoakzeptanzkriterien im Bereich Arbeitssicherheit sind: – Stürzen / Fallen – Umkippen / Umknöcheln – Einklemmen / Quetschen – Anstoßen 1) ESRS S1-1.19.MDR-P.65.a. Neben dein beiden übergeordneten Strategien, sind die folgend angeführten Konzepte für den ÖBB Konzern zur Steuerung wichtig. Mit Ausnahme der Konzepte zu „Sozialer Dialog“, „Vereinigungsfreiheit“, „Existenz von Betriebsräten“, „Recht der Arbeitnehmer:innen auf Information“, „Anhörung und Mitbestimmung“ und „Datenschutz“ finden sich alle in der übergeordneten HR-Funktionalstrategie wieder. ESRS S1-1.19.MDR-P.65.a . | LB119
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