ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 46 Insbesondere das letzte Drittel des Jahres 2024 war stark geprägt von Unwetterfolgen. Teils hundertjährige Hochwässer in Österreich und den nördlichen Nachbarländern sorgten im September 2024 und darüber hinaus für weitgehende Streckensperren. In Österreich war die Kapazität auf der Weststrecke – die wichtigste Ost-West-Verbindung – für drei Monate stark eingeschränkt. Verkehre entlang des europäischen Rhein-Donau-Korridors mussten weiträumig über das benachbarte Ausland oder auf die Straße ausweichen. Weiter westlich auf der Rhein-Donau-Achse lag im vergangenen Jahr der Fokus der Aufmerksamkeit auf der Generalsanierung der Riedbahn. Die vielbefahrene Hochleistungsstrecke war die erste von 40 Korridoren, die bis 2030 während monatelangen Totalsperren saniert werden sollen. Die Einschränkungen während der Bauzeit sind immens. Personen- und Güterverkehr müssen lange Umwege in Kauf nehmen bzw. fallen ganz aus. Darüber hinaus stockt der ETCS-Ausbau in Deutschland. 19 Der alpenquerende Nord-Süd-Bahnverkehr hat mit Anfang September 2024 durch die Wiedereröffnung der beschädigten Röhre des Gotthard-Basistunnels wieder die volle Kapazität erreicht. Auf der Straße sorgte die Sanierung der Luegbrücke auf der Brennerautobahn für Probleme und konnte ab Oktober nur mehr einspurig befahren werden. Diese Verknappung konnte auch die Schiene nicht zur Gänze auffangen, insbesondere da seit November 2024 auch die Tauernstrecke zwischen Salzburg und Villach gesperrt ist. 20 A.2. Finanzielle Leistungsindikatoren Ertragslage Umsatzentwicklung des ÖBB Konzerns Struktur der Umsatzerlöse nach Teilkonzernen Veränderung in Mio. EUR 2024 2023 Veränderung in % Teilkonzern ÖBB Personenverkehr 3.790,6 3.136,3 654,3 21 % Teilkonzern Rail Cargo Austria 1.973,7 1.907,1 66,6 3 % Teilkonzern ÖBB Infrastruktur 1.231,6 1.249,5 -17,9 -1 % ÖBB Holding AG und sonstige Gesellschaften 1.797,3 1.663,6 133,7 8 % Abzüglich Konsolidierung Teilkonzerne -3.086,2 -2.934,2 -152,0 -5 % Umsatzerlöse gem. Konzernabschluss 5.707,0 5.022,3 684,7 14 % Summe sonstiger Erträge (konsolidiert) 3.290,0 2.784,0 506,0 18 % Gesamterträge 8.997,0 7.806,3 1.190,7 15 % Gesamterträge je Mitarbeiter:in in TEUR 193 175 18 10 % Bei einem Anstieg des durchschnittlichen Personalstands von 44.680 auf 46.730 Mitarbeiter:innen stieg die Kennzahl Gesamterträge pro Mitarbeiter:in 21 auf rd. 193 TEUR (Vj: rd. 175 TEUR) an. Der Auslandsanteil an den konsolidierten Konzernumsatzerlösen beträgt mit rd. 1.750,4 Mio. EUR (Vj: rd. 1.448,3 Mio. EUR) etwa 31 % (Vj: 29 %). Ertragslage des ÖBB Konzerns Überblick 2024 2023 Veränderung Veränderung in % EBIT 22 in Mio. EUR 707,8 581,7 126,1 22 % EBIT-Marge 23 in % 7,9 % 7,5 % 0,4 % 5 % EBITDA 24 in Mio. EUR 2.229,2 1.964,1 265,1 13 % EBT in Mio. EUR 113,6 111,6 2,0 2 % Eigenkapitalrentabilität 25 in % 3,4 % 3,5 % -0,1 % -3 % Gesamtkapitalrentabilität 26 in % 1,6 % 1,4 % 0,2 % 14 % 19 DB InfraGO. 20 ÖAMTC. 21 Gesamterträge pro Mitarbeiter:in: Gesamterträge / durchschnittliche Mitarbeiter:innenanzahl (Köpfe). 22 Das EBIT entspricht dem Betriebsergebnis (ohne Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen) der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. 23 EBIT-Marge: EBIT / Gesamterträge. 24 EBITDA: EBIT + Abschreibungen. 25 Eigenkapitalrentabilität: EBT / Eigenkapital. 26 Gesamtkapitalrentabilität: EBIT / Gesamtkapital. | LB9
RkJQdWJsaXNoZXIy NTk5ODUz