ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Gesamtbericht
Konzernlagebericht 58 Für die Wiederherstellung des Bahnbetriebs auf der Weststrecke wurden im Jahr 2024 Maßnahmen in Höhe von rd. 20,1 Mio. EUR (Reinvestitionen und Instandhaltung) umgesetzt. Für den vollständigen Wiederaufbau und die Investition in eine höhere Infrastrukturresilienz gegen zukünftige Hochwasserereignisse im Bereich des Tullnerfeldes werden in den nächsten beiden Jahren weitere rd. 50,0 Mio. EUR investiert. Unabhängig davon geht der Ausbau der Weststrecke ungehindert weiter. Dieser geht auf den Bedarf auf den Strecken zwischen Linz und Wels sowie zwischen Salzburg und Köstendorf ein, um der großen Nachfrage nach mehr Zügen und besseren Verbindungen auf diesen Strecken nachzukommen. Im Berichtszeitraum wurden die Bauarbeiten für den Ausbau der Weststrecke zwischen Marchtrenk und Wels sowie auf der Westseite des Linzer Hauptbahnhofs fortgeführt. Der Ausbau des Abschnitts zwischen Linz und Marchtrenk startete ebenfalls 2024. Für den Ausbau des Abschnittes zwischen Linz Verschiebebahnhof West und Linz Signalbrücke laufen die Planungen. Ebenso wird seit Jänner 2024 der Terminal Wels modernisiert. Die ÖBB haben gemeinsam mit ihren Partnern (Land und Stadt Salzburg) das Salzburger S-Bahn-Netz in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert. Zwölf Bahnhöfe wurden im S-Bahn-Netz völlig neu errichtet, fünf bestehende wurden von Grund auf erneuert. Die Neuerrichtung des Bahnhofs Seekirchen Stadt lief auf Hochtouren, die Inbetriebnahme erfolgte im Dezember 2024. Der viergleisige Ausbau der Weststrecke wird zwischen Köstendorf und Salzburg in zwei jeweils einröhrigen Tunneln verlaufen. Dafür liefen 2024 die UVP-Planungen und die vertieften Planungen und Genehmigungsverfahren parallel weiter. Auch wurden regelmäßige, intensive Gespräche mit Stakeholder:innen (z. B. in Form von institutionalisierten Dialogforen) geführt. Südstrecke auf der Zielgerade Stück für Stück schreiten die Tunnelprojekte und Streckenausbauten voran. Die Großbauprojekte auf der Südstrecke werden es möglich machen, dass Reisende künftig in weniger als zwei Stunden zwischen Wien und Graz und in 45 Minuten zwischen Graz und Klagenfurt gelangen können. Rund zehn Jahre nach dem Baustart im Fröschnitzgraben wurden die Vortriebsarbeiten im November 2024 abgeschlossen. Beide 27,3 km langen Röhren sind damit vom niederösterreichischen Gloggnitz bis ins steirische Mürzzuschlag fertig gegraben. Für die Mineure endet damit ihr Beitrag zu diesem Jahrhundertprojekt für Österreich. In den nächsten Monaten wird die Betoninnenschale fertiggestellt. Bevor die Züge durch den Berg fahren, erfolgt die bahntechnische Tunnelausrüstung, die im Sommer 2025 starten soll. Die 130 km lange Koralmbahn startet indessen bereits jetzt in die finale Phase. Die Gesamtinbetriebnahme zwischen Graz und Klagenfurt – mitsamt Koralmtunnel – ist schließlich zum Fahrplanwechsel Ende 2025 geplant. Im Jänner 2024 startete die Modernisierung des Villacher Hauptbahnhofs, der in Vorbereitung auf die Gesamtinbetriebnahme der Koralmbahn sowie die Einführung des neuen kund:innenfreundlichen Taktsystems fit für die Zukunft gemacht wird. Elektrifizierung der Weststeiermark 2024 hat die ÖBB Infrastruktur auch das Elektrifizierungsprojekt der ehemaligen „Graz Köflacher Bahn“ übernommen. Die Elektrifizierung erfolgt in zwei Bauphasen. Insgesamt werden 133 km Strecken- und Bahnhofsgleise mit einer elektrischen Oberleitung überspannt. Der erste elektrifizierte Abschnitt zwischen Wettmannstätten und Wies-Eibiswald (mit Anbindung an den neuen Bahnhof Weststeiermark an der Koralmbahn) wird bereits 2025 – rechtzeitig vor der Fertigstellung der Koralmbahn – in Betrieb gehen. Bahnhöfe und sonstige Investitionen 2024 wurden folgende Bahnhöfe verbessert und modernisiert: – Bahnhof Tullnerbach-Pressbaum – Bahnhof Gramatneusiedl – Haltestelle Furth-Göttweig – Bahnhof Kaindorf – Bahnhof Arnoldstein (kundenrelevante Bereiche) – Bahnhof Wampersdorf – Bahnhof Wartberg – Bahnhof Oberdrauburg – Haltestelle Seekirchen Stadt – Haltestelle Hüttau – Haltestelle Klaus | LB21
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