ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Konzernabschluss
247 Konzern- abschluss Zusammensetzung und Veränderung des Konsolidierungskreises Der Konsolidierungskreis umfasst neben der ÖBB-HoldingAG 70 (Vj: 64) weitere vollkonsolidierte sowie zehn (Vj: zehn) assoziierte Unternehmen und ein (Vj: ein) Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, somit insgesamt 82 (Vj: 76) Unternehmen. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in Erläuterung 34 angeführt. Der Konsolidierungskreis ist so abgegrenzt, dass der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ÖBB Konzerns vermittelt. Bei den nicht in per Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen handelt es sich um Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen, wobei der Umsatz, die Vermögenswerte und die Schulden insgesamt und jeweils unter 1 % der Konzernwerte liegen. Änderung des Konsolidierungskreises in den Jahren 2023 und 2024 Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt entwickelt: Konsolidierungskreis Voll- konsolidierung Erfassung nach der Equity-Methode Gesamt Stand 01.01.2023 66 11 77 davon ausländische Gesellschaften 35 7 42 Abgang (aufgrund konzerninterner Verschmelzung) -1 0 -1 davon ausländische Gesellschaften -1 0 -1 Stand 31.12.2023 65 11 76 davon ausländische Gesellschaften 34 7 41 Zugang 7 0 7 davon ausländische Gesellschaften 5 0 5 Abgang (Verkauf) -1 0 -1 davon ausländische Gesellschaften -1 0 -1 Stand 31.12.2024 71 11 82 davon ausländische Gesellschaften 38 7 45 Per 01.02.2024 erwarb die ÖBB-Personenverkehr AG 100 % der Anteile an die Arverio Deutschland GmbH (Stuttgart, DE) [damals Go-Ahead Verkehrsgesellschaft Deutschland GmbH (Berlin, DE)] und erlangte somit die Beherrschung über die Arverio Deutschland GmbH und ihre Tochterunternehmen. Die 2014 gegründete Arverio Deutschland GmbH, DE ist mit ihren zwei Betriebsgesellschaften in Bayern und Baden- Württemberg ein wichtiger Akteur im deutschen Schienenpersonennahverkehr. Mit aktuell rd. 1.100 Mitarbeitenden betreibt die deutsche Arverio-Gruppe mit insgesamt 144 geleasten bzw. durch den Aufgabenträger zur Verfügung gestellten modernen elektrischen Triebzügen im Auftrag des Landes Baden-Württemberg und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft den Regionalzugverkehr. Die Arverio Baden-Württemberg GmbH mit Sitz in Stuttgart betreibt seit 2019 fünf regionale Schienenstrecken mit über 700 Streckenkilometern. Mit jährlich rd. 10 Mio. Zugkilometern befährt Arverio Baden-Württemberg GmbH das Stuttgarter Netz mit der Remsbahn, Residenzbahn, Filstalbahn und Frankenbahn sowie die Murrbahn. Die Arverio Bayern GmbH mit Sitz in Augsburg bietet seit 2021 regionalen Schienenverkehr auf verschiedenen Strecken im Umfang von inzwischen rd. 10 Mio. Zugkilometer pro Jahr an. Arverio Bayern GmbH nahm 2021 den Betrieb des Elektronetzes Allgäu zwischen München und Lindau auf. Im Dezember 2022 kamen die Strecken des Augsburger Netzes hinzu, mit Verkehren von Augsburg nach München, von Augsburg nach Würzburg, von Augsburg nach Aalen sowie von Augsburg nach Ulm. Die Tochterunternehmen der Arverio-Gruppe werden mit Ausnahme der Arverio Drive GmbH (Stuttgart, DE) per 01.02.2024 als vollkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss aufgenommen. Die erworbenen Tochterunternehmen stellen einen Geschäftsbetrieb im Sinne von IFRS 3 dar. In den elf Monaten bis zum 31.12.2024 trug die Arverio-Gruppe Umsatzerlöse von rd. 280,6 Mio. EUR und einen Verlust von rd. 19,8 Mio. EUR zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 01.01.2024 stattgefunden, wären die Konzernumsatzerlöse um rd. 24,2 Mio. EUR höher und der Konzerngewinn für das Jahr um rd. 1,8 Mio. EUR niedriger gewesen, wobei angenommen wird, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 01.01.2024 gültig gewesen wären. Der Kaufpreis ist in Zahlungsmittel geflossen. Über den Kaufpreis wurde zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen vereinbart. Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten für Rechtsberatung und sonstige Dienstleistungen in Höhe von rd. 90 TEUR werden im sonstigen Aufwand ausgewiesen. Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt vorläufig bewertet und zusammengefasst.
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