ÖBB Geschäftsbericht 2024 – Magazin

Für ein stabiles Morgen 16 ging vielerorts nichts mehr. Der Fuhr- park stand zu einem großen Teil unter Wasser oder war nicht erreichbar, weil Straßenverbindungen blockiert waren oder Bahnhöfe nicht angefahren werden konnten. Hinzu kam, dass sich die Lage stündlich, ja minütlich verschlimmerte. Der Kampf gegen die Fluten Flüsse traten über die Ufer und die auf- geweichten Böden konnten kein Wasser mehr aufnehmen. Hinzu kamen orkan- artige Windböen. Während die ÖBB ihre Reisewarnung verlängerten, wurde, wo es möglich war, gleichzeitig mit den Auf- räumarbeiten begonnen. Das Team ÖBB war unermüdlich im Einsatz. Viele der Kolleg:innen waren zudem selbst betrof- fen, weil ihre eigenen Häuser überflutet waren oder Angehörige und Nachbarn dringend Hilfe benötigten. Unter un- glaublichem Einsatz gelang es bereits am 16. September, die Sperre der Tauern- bahnstrecke zwischen Bad Hofgastein und Bad Gastein aufzuheben. Auf der Ost- und der Westbahn- strecke sollte es indes noch schlimmer kommen: Am Sonntag um 01:15 Uhr musste in Niederösterreich der Zugver- kehr zwischen Amstetten und St. Valen- tin eingestellt werden. Wenige Stunden später brach der Damm der Perschling bei Atzenbrugg und die Wassermassen überfluteten das umliegende Tullnerfeld. Binnen Minuten standen Häuser, Bauern- höfe und Felder unter Wasser. Nieder- österreich wird zum Katastrophengebiet erklärt. Das Unvorstellbare geschieht Durch das Tullnerfeld führt die „neue“ Weststrecke, die wichtigste Eisen- bahnverbindung Österreichs. Innerhalb kürzester Zeit standen Gleisanlagen, der Bahnhof Tullnerfeld und mehrere Tunnelabschnitte bis zu einem Meter MILLIONENSCHÄDEN. Im gesamten Schienen- netz der ÖBB wurden Gleisanlagen unterspült, Weichen zerstört und Tunnelanlagen beschädigt WASSER UND SCHLAMM. Vor allem in den Tunnelanlagen verursachte das Unwetter große Schäden an den Sicherheitsanlagen

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