Nachhaltigkeitsbericht – Executive Summary 2025
14 ÖBB-Infrastruktur AG Anpassung an den Klimawandel Der Klimawandel stellt Infrastrukturbe- treiber weltweit vor wachsende Heraus- forderungen: Extreme Wetterereignisse treten häufiger auf und wirken sich direkt auf die Sicherheit, Verfügbarkeit und Lebensdauer der Schienenver- kehrsinfrastruktur aus. Für den ÖBB Infrastruktur-Konzern als Bereitsteller des österreichischen Schienennetzes ist die vorausschauende Anpassung an diese Veränderungen ein zentraler Bestandteil einer resilienten und zukunftsfähigen Mobilität. Durch systematische Klima- risikoanalysen, präventive Schutzmaß- nahmen und die Weiterentwicklung der Bau- und Betriebsstandards schafft das Unternehmen die Grundlage, um seine Infrastruktur langfristig widerstandsfähig zu machen und den Bahnbetrieb auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen sicherzustellen. Maßnahmen Der ÖBB Infrastruktur-Konzern setzt zur Anpassung an den Klimawandel eine Vielzahl an Maßnahmen, welche die Resilienz der gesamten Schienenver- kehrsinfrastruktur systematisch stärken. Die Grundlage bilden regelmäßige Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen, anhand derer physische Klimarisiken wie Hitze, Starkregen, Hochwasser, Lawinen oder Sturmereignisse bewertet und geeignete Anpassungslösungen (sofern notwendig) definiert werden. Entlang besonders gefährdeter Streckenab- schnitte werden präventive Maßnahmen gegen flachgründige Rutschungen um- gesetzt. Des Weiteren unterstützt eine ökologische Bewirtschaftung des Bahn- begleitwaldes die Stabilität der Hänge und Böschungen. Für kritische Anlagen – insbesondere Tunnelbauwerke – werden Hochwasserschutzmaßnahmen geplant und umgesetzt, während für Immobilien standortbezogene Klimarisikoanalysen und darauf aufbauende Maßnahmen pläne entwickelt werden. Parallel dazu optimiert der ÖBB Infrastruktur-Konzern Frühwarn- und Informationssysteme, um Naturgefahren besser prognostizieren und betroffe- ne Strecken rasch sichern zu können. In neuen oder zu modernisierenden Infrastrukturprojekten werden Natur- gefahren bereits in der Planungsphase mitgedacht, sodass technische Lösun- gen gegebenenfalls frühzeitig berück- sichtigt werden können. Ergänzende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, etwa zur Weiterentwicklung naturba- sierter Lösungen oder zur Verbesserung hydrologischer Prognosen, unterstützen die kontinuierliche Anpassung an den Klimawandel. KLIMARESILIENZ. Präventive Maßnahmen schützen die Bahn und Infrastruktur vor Natur- gefahren KLIMARISIKO. Durch die jährliche systema- tische Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse können physische Klimarisiken beurteilt werden
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